Risikomanagement-Konferenz

An den Märkten hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass sich das Niedrigzinsumfeld strukturell verfestigt hat. Im Juni wiesen 10-jährige Bundesanleihen erstmals eine negative Rendite auf. Die Renditen bleiben über alle Asset-Klassen hinweg niedrig und die Volatilität bleibt erhöht. Die Ausweitung des Kaufprogramms auf Unternehmensanleihen sowie die stetig wachsenden regulatorischen Anforderungen an Banken sorgen in vielen europäischen Anleihemärkten für eine stark rückläufige Liquidität. Um die benötigten Renditen zu erzielen, müssen Investoren die Risikoleiter emporsteigen.

Wie bleiben diese Risiken beherrschbar?

Auch die Lage der Weltwirtschaft bietet weiterhin Anlass zur Skepsis. Das nur mäßige Gesamtwachstum vollzieht sich regional unterschiedlich und ist mit Blick auf die bisher ungelösten geopolitischen Krisenherde nach wie vor mit Risiken behaftet. Insgesamt haben die komplexen wirtschaftlichen und politischen Abhängigkeiten die Lage an den Märkten deutlich unübersichtlicher gemacht.

Was sind die aktuellen und zukünftigen Risikofaktoren?

Diese Fragen diskutierten institutionelle Investoren und Experten aus Wissenschaft und Praxis auf der
11. Risikomanagement-Konferenz von Union Investment am 3. November 2016 in der Rheingoldhalle in Mainz.

Impressionen der Risikomanagement-Konferenz 2016

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Referenten

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Dr. Frank Engels ist seit 2014 Mitglied der Geschäftsführung der Union Investment Privatfonds GmbH und leitet seit 2012 das Rentenfondsmanagement von Union Investment. Er ist eines von sechs stimmberechtigten Mitgliedern des „Union Investment Committee“ (UIC). Das UIC formuliert auf monatlicher Basis die Kapitalmarktstrategie von Union Investment und setzt damit die Leitplanken für die taktische Steuerung der Fonds durch die einzelnen Portfoliomanager. Zuvor zeichnete er bei Barclays Capital als Global Head für die Asset Allokations-Strategie und als Co-Head für den Bereich Research European Economics verantwortlich. Von 2008 bis 2010 war Dr. Engels als Head of Emerging Market Debt im Portfoliomanagement bei Union Investment tätig. Zuvor war er als Lead Economist und Investmentmanager bei Thames River Capital LLP in London und von 2002 bis 2004 bei der Europäischen Zentralbank in Frankfurt als Senior-Ökonom und Länderexperte für Deutschland, Frankreich, Holland und Griechenland tätig. Davor arbeitete er drei Jahre als Ökonom beim Internationalen Währungsfonds in Washington, wo er sich schwerpunktmäßig mit den Folgen der Russlandkrise für das Baltikum sowie Fragen zur Stabilität des nationalen Finanzsystems in England und Island befasste. Konjunktur- und Währungsprognosen für beide Länder lagen ebenfalls in seinem Verantwortungsbereich. Vier Jahre war Dr. Engels als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar tätig, bevor er 1998 als Ökonom und Lateinamerikaexperte zur Swiss Reinsurance Company (SwissRe) in Zürich wechselte. Dr. Engels studierte Volkswirtschaftslehre an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und promovierte in diesem Fach im Jahr 1998 an der WHU.

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Prof. Dr. Martin Hellmich hat seit September 2012 die Karl-Friedrich-Hagenmüller-Professur für Financial Risk Management an der Frankfurt School of Finance & Management inne und ist gleichzeitig Geschäftsführer der SCDM Germany GmbH, eines IT-Providers für Risikomanagementanwendungen in Frankfurt am Main. Bis August 2012 war Prof. Dr. Martin Hellmich als Leiter Fixed Income für die MainFirst Bank in Frankfurt am Main tätig. Davor war er als Bereichsleiter bei der DekaBank für das Kreditportfolio auf dem Bankbuch zuständig und als Managing Director der ABS Group bei Cantor Fitzgerald Europe in London tätig. Davor war er Director bei Barclays Capital, wo sein Tätigkeitsschwerpunkt auf maßgeschneiderten strategischen Transaktionen für institutionelle Kunden in Europa lag. Davor wiederum war er als Leiter Strategic Asset Allocation im Bereich Kapitalmarktinvestitionen der LBBW und als Portfoliomanager für die Cominvest und die Allianz tätig. Prof. Dr. Martin Hellmich ist promovierter Mathematiker und bereits seit mehr als zwölf Jahren an der Frankfurt School als Dozent für quantitative Methoden, Risikomanagement und regulatorische Fragestellungen tätig. Prof. Dr. Hellmich hat in mehreren wissenschaftlichen Journals wie dem Journal of Quantitative Finance Fachartikel zu den Themenfeldern Kreditrisikomodellierung und Portfoliooptimierung veröffentlicht. Gegenwärtig ist er zusätzlich an der Projektleitung von CEPH (Common European Pricing Hub) beteiligt und dort zuständig für die mathematischen Methoden zur Bewertung von notenbankfähigen Wertpapieren im Eurosystem.

 

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Dr. Lars Kleffmann ist seit November 2011 bei der DKM Darlehnskasse eG Münster tätig. Dort ist er als Bereichsleiter Treasury und stellvertretender Handelsvorstand für das gesamtbankbezogene Asset-Liability-Management der Kirchenbank mit circa 4,5 Milliarden Euro Bilanzsumme (davon circa 3 Milliarden Euro Eigenanlagen) verantwortlich. Der gelernte Bankkaufmann und gebürtige Ostwestfale hat zuvor zehn Jahre in der auf Finanzdienstleister spezialisierten Unternehmensberatung zeb in Münster gearbeitet und dort u. a. das Competence Team „Treasury & Capital Markets“ aufgebaut und geleitet. Im Rahmen seiner Ausbildung studierte er BWL in Paderborn, VWL in Nottingham und promovierte zum Thema Zinsrisikoüberwachung bei Prof. Dr. Schierenbeck an der Universität in Basel.

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Dr. Michael Meister ist promovierter Mathematiker und seit 1994 Mitglied des Bundestages. Er war von 2002 bis 2004 Vorsitzender der Arbeitsgruppe Finanzen und danach bis Ende 2013 Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zuständig u. a. für Finanzen und Haushalt. Seit Dezember 2013 ist Dr. Meister Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen.

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Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin ist Leiter des Münchner Kompetenzzentrums Ethik, LMU München, und Kulturstaatsminister a. D. (2001–2002). Nach dem Studium der Philosophie, Physik, Mathematik und Politikwissenschaft wurde er in Philosophie bei Wolfgang Stegmüller promoviert, wurde wissenschaftlicher Assistent in München und habilitierte sich dort 1989. Nach einer Gastprofessur in den USA übernahm er einen Lehrstuhl für Ethik in den Biowissenschaften an der Universität Tübingen, dann für Philosophie an der Universität Göttingen. Anschließend folgte er einem Ruf an das Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München, dessen Direktor er von 2004 bis 2007 war. 2009 wechselte er an die philosophische Fakultät auf einen Lehrstuhl für Philosophie. Er ist Mitinitiator und Sprecher des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Philosophie, Wirtschaft, Politik an der Universität München. Seit 2011 leitet er das interdisziplinäre Münchner Kompetenzzentrum für Ethik. Für fünf Jahre (1998–2002) wechselte Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin in die Kulturpolitik, zunächst als Kulturreferent der Landeshauptstadt München und dann als Kulturstaatsminister im ersten Kabinett Schröders. Prof. Dr. Nida-Rümelin kooperiert mit dem Deutschen Verband für Finanzanalysten und Assetmanager (DVFA) für eine ethisch sensible Ausbildung von Finanzmanagern.

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Prof. Stephen A. Ross ist Professor für Finanz- und Wirtschaftswissenschaft an der Sloan School of Management des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Er lehrte an weiteren renommierten Universitäten, wie der Yale University und der University of Pennsylvania (Wharton School). Das Forschungsgebiet von Prof. Stephen A. Ross ist breit angelegt und umfasst die Ökonomie der Unsicherheit, die Unternehmensfinanzierung, die Entscheidungstheorie und die Finanzökonometrie. Er entwickelte die Arbitragepreistheorie, die Prinzipal-Agenten-Theorie und die sogenannte Recovery Theory. Er ist außerdem Miterfinder des heute vorherrschenden Konzepts einer risikoneutralen Bewertung von Finanzprodukten und des Binomialmodells der Optionspreistheorie. Seine Werke sind von zentraler Bedeutung für die theoretische Entwicklung von Zinsstrukturmodellen.

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Carola Schroeder ist seit Januar 2014 Bereichsleiterin Kapitalanlagen bei der VPV Versicherung in Stuttgart. Die Diplom-Mathematikerin und Aktuarin kommt von KPMG, wo sie als Director für Kapitalanlagen und Solvency II im Risk-Insurance-Team verantwortlich war. Zuvor war sie für die Gothaer Asset Management als Abteilungsleiterin Asset Allocation / ALM, bei GenRe Capital und bei GE Frankona Re tätig. Die VPV wurde 1827 als Sterbekasse gegründet. Über mehrere Fusionen entstand die heutige Vereinigte Postversicherung VVaG (VPV) mit Hauptsitzen in Stuttgart und Köln, die unterhalb der Holding über Lebensversicherungs-AG und die VPV Allgemeine das aktive Geschäft betreibt. Mit rund 1.200 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von circa 8 Milliarden Euro gehört die VPV heute zu den mittelgroßen Versicherern.

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Anders Svennesen ist CIO und Mitglied des Executive Boards bei Danica Pension. Im Dezember 2014 kam er zu Danica und übernahm die Verantwortung für die Umsetzung der neuen Investment Strategie. Zuvor war Anders Svennesen 14 Jahre lang für ATP tätig, dort fokussierten sich seine Aufgaben unter anderem auf den Portfolio Bestand und die Risikobestimmung in verschiedenen Anlageklassen. Zum Schluss hielt er bei ATP die Position des Co-CIO Investments inne. Seine berufliche Laufbahn startete Anders Svennesen als Volkswirt bei der Dänischen Zentralbank. Seinen Master of Science in Mathematics and Economics erlangte er an der University of Copenhagen.

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Jens Wilhelm ist seit 2008 Mitglied des Vorstands der Union Asset Management Holding AG. Als Chief Investment Officer verantwortet er das Portfoliomanagement und das Immobilienfondsgeschäft. Wilhelm kam 2002 als Leiter des Aktienfondsmanagements zu Union Investment und übernahm als Geschäftsführer der Union Investment Privatfonds GmbH die Verantwortung für das gesamte Portfoliomanagement. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Wilhelm Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln sowie in Paris und New York. Seine Karriere begann er 1994 im Fondsmanagement des Deutschen Investment Trusts, wo er 1997 die Leitung des europäischen Aktienteams übernahm. Im Jahr 2000 wurde er zum Direktor und Leiter des Aktienfondsmanagements sowie zum Co-Chief Investment Officer Equities ernannt. 2001 erfolgte die Berufung zum Geschäftsführer der Dresdner Asset Management.

Risikomanagement-Studie 2016

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Spekulative Übertreibungen waren in der Vergangenheit oft der Vorbote jäher Kurseinbrüche und daran anschließender Krisen. Doch was sind die Ursachen dafür? Die neue Risikomanagement-Studie von Union Investment zeigt, wie ein Modellrahmen aussehen kann, in dem sich systemische Risiken in komplexen evolutionären und adaptiven Netzwerken systematisch analysieren lassen.

Risikomanagement-Studie 2016

Vodcasts

11. Risikomanagement-Konferenz

Die 11. Risikomanagement-Konferenz von Union Investment hat institutionellen Anlegern Chancen aufgezeigt und schlug die Brücke zwischen Ökonomie und Philosophie

Erwartungen und Realität

Stephen A. Ross referiert über die Risiken, wenn Erwartungen und Realität nicht übereinstimmen.

Flexibilität schlägt Volatilität

Vorstandsmitglied Jens Wilhelm analysiert, wie Investoren trotz niedriger Zinsen auskömmliche Rendite bei vertretbarem Risiko erzielen können.

Die Ethik des Risikos

Julian Nida-Rümelin erläutert auf der 11. Risikomanagementkonferenz, welche Konsequenzen die Risikoethik auf die Finanzwelt hat.

Vergangene Konferenzen

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