SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern
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Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung lebt noch immer von einem Gegenwert von etwa 2 US-Dollar pro Tag und an zu vielen Orten garantiert die Arbeit nicht die Fähigkeit, der Armut zu entkommen. Dieser langsame und ungleichmäßige Fortschritt macht es erforderlich, dass wir unsere Wirtschafts- und Sozialpolitik, die auf die Beseitigung der Armut abzielt, überdenken und neu ausrichten.

Ein anhaltender Mangel an menschenwürdigen Arbeitsmöglichkeiten, unzureichende Investitionen und zu geringer Verbrauch führen zu einer Aushöhlung des grundlegenden Gesellschaftsvertrags, der den demokratischen Gesellschaften zugrunde liegt: Alle müssen am Fortschritt teilhaben. Die Schaffung qualitativ hochwertiger Arbeitsplätze wird für fast alle Volkswirtschaften auch über das Jahr 2015 hinaus eine große Herausforderung bleiben.

Nachhaltiges Wirtschaftswachstum erfordert von den Gesellschaften die Schaffung von Bedingungen, die es den Menschen ermöglichen, qualitativ hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen, die die Wirtschaft fördern und gleichzeitig die Umwelt nicht schädigen. Auch für die gesamte Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter sind Beschäftigungsmöglichkeiten und menschenwürdige Arbeitsbedingungen erforderlich.

Die Teilziele

Ein Pro-Kopf-Wirtschaftswachstum entsprechend den nationalen Gegebenheiten und insbesondere ein jährliches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von mindestens 7 Prozent in den am wenigsten entwickelten Ländern aufrechterhalten.

Eine höhere wirtschaftliche Produktivität durch Diversifizierung, technologische Modernisierung und Innovation erreichen, einschliesslich durch Konzentration auf mit hoher Wertschöpfung verbundene und arbeitsintensive Sektoren.

Entwicklungsorientierte Politiken fördern, die produktive Tätigkeiten, die Schaffung menschenwürdiger Arbeitsplätze, Unternehmertum, Kreativität und Innovation unterstützen, und die Formalisierung und das Wachstum von Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen unter anderem durch den Zugang zu Finanzdienstleistungen begünstigen.

Bis 2030 die weltweite Ressourceneffizienz in Konsum und Produktion Schritt für Schritt verbessern und die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltzerstörung anstreben, im Einklang mit dem Zehnjahres-Programmrahmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster, wobei die entwickelten Länder die Führung übernehmen.

Bis 2030 produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle Frauen und Männer, einschliesslich junger Menschen und Menschen mit Behinderungen, sowie gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit erreichen.

Bis 2020 den Anteil junger Menschen, die ohne Beschäftigung sind und keine Schul- oder Berufsausbildung durchlaufen, erheblich verringern.

Sofortige und wirksame Massnahmen ergreifen, um Zwangsarbeit abzuschaffen, moderne Sklaverei und Menschenhandel zu beenden und das Verbot und die Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit, einschliesslich der Einziehung und des Einsatzes von Kindersoldaten, sicherstellen und bis 2025 jeder Form von Kinderarbeit ein Ende setzen.

Die Arbeitsrechte schützen und sichere Arbeitsumgebungen für alle Arbeitnehmer, einschliesslich der Wanderarbeitnehmer, insbesondere der Wanderarbeitnehmerinnen, und der Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen, fördern.

Bis 2030 Politiken zur Förderung eines nachhaltigen Tourismus erarbeiten und um-setzen, der Arbeitsplätze schafft und die lokale Kultur und lokale Produkte fördert.

Die Kapazitäten der nationalen Finanzinstitutionen stärken, um den Zugang zu Bank-, Versicherungs- und Finanzdienstleistungen für alle zu begünstigen und zu erweitern.

Handlungsmöglichkeiten für Investoren

Nachhaltige Investmentthemen und deren Geschäftsfelder
Bildung
  • Bildungseinrichtungen und Technologie
  • Universitäten und Schulbuchverlage