Mitgliedschaften und Initiativen

Als einer der größten Asset Manager in Deutschland sind wir uns unserer Verantwortung bewusst. Wir haben die Herausforderung angenommen, ein zukunftssicheres Umfeld für die Kapitalanlage aktiv mitzugestalten.

Wir treiben die Akzeptanz und die Umsetzung nachhaltiger Grundsätze in der Investmentbranche voran. Aus diesem Grund ist Union Investment aktives Mitglied in diversen Verbänden und Initiativen, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen.

Unsere Mitgliedschaften

Union Investment unterstützt die nachhaltige Geldanlage aktiv durch die Mitgliedschaft in verschiedenen Organisationen:

Forum Nachhaltige Geldanlagen

Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) ist seit 2001 der Fachverband für Nachhaltige Geldanlagen in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz. Er hat sich zum Ziel gesetzt, aktuelle und umfassende Informationen der breiten Öffentlichkeit sowie der Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zur Verfügung zu stellen und dadurch die Bekanntheit nachhaltiger Geldanlagen in der Finanzbranche und Öffentlichkeit zu steigern. Dadurch soll die Vernetzung der relevanten Akteure gesteigert werden und der positive Lenkungseffekt nachhaltiger Geldanlagen für Gesellschaft und Umwelt aufgezeigt werden. Zugleich soll bei der Gestaltung der politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mitgewirkt werden.

Union Investment ist seit 2010 aktives Mitglied im Forum Nachhaltige Geldanlagen.

EUROSIF

EUROSIF ist der Fachverband für nachhaltige Geldanlagen auf europäischer Ebene und damit der Zusammenschluss der acht lokalen europäischen Fachverbände. Als übergeordnetes Organ hat EUROSIF ein Transparent-Register als Voraussetzung zu nachhaltigem Investment entwickelt. Nur Unternehmen, die diese Auflagen erfüllen und als Transparentes Unternehmen gelistet werden, können im Nachhinein weiter führende lokale Nachhaltigkeitssiegel erlangen.

UN Global Compact

Die Vision des UN Global Compact ist es, den Weg zu einer nachhaltigen und integrativen Weltwirtschaft, die dauerhafte Vorteile für Menschen, Gemeinschaften und Märkte liefert, zu bereiten. Der UN Global Compact unterstützt Unternehmen, ihre Geschäfte verantwortungsvoll durchzuführen, indem sie in ihren Strategien und Operationen mit zehn Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung beachten sowie strategische Maßnahmen zu unternehmen, um breitere gesellschaftliche Ziele wie z.B. die UN Sustainable Development Goals, mit dem Schwerpunkt auf Zusammenarbeit und Innovation zu erfüllen.

PRI - Principles for Responsible Investment

PRIAwards

Die Principles for Responsible Investment sind sechs Prinzipien, die von internationalen institutionellen Investoren unter Federführung der UNEP Finance Initiative und des UN Global Compact erarbeitet worden sind. Diese sechs Prinzipien dienen als Handlungsfaden für Investoren, um den Einfluss von verantwortungsbewussten Investieren nachzuvollziehen und bei der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen. Unterstützer dieser Initiative verpflichten sich, diese sechs Prinzipien zu halten. Die Prinzipien werden dabei als Korsett gesehen, um die 10 Grundsätze des UN-Global Compact in die individuellen Investmentstrategien der Unterstützer zu implementieren. Union Investment hat sich im Jahr 2010 zu diesen Prinzipien bekannt.

  1. Wir werden ESG*-Themen in die Analyse- und Entscheidungsprozesse im Investmentbereich einbeziehen.
  2. Wir werden ESG*-Themen in unsere Aktionärspolitik und -praxis einbeziehen.
  3. Wir werden eine angemessene Offenlegung in Bezug auf ESG*-Themen bei den Unternehmen und Körperschaften fordern, in die wir investieren.
  4. Wir werden die Akzeptanz und die Umsetzung dieser Grundsätze in der Investmentbranche vorantreiben.
  5. Wir werden zusammenarbeiten, um unsere Wirksamkeit bei der Umsetzung dieser Grundsätze zu steigern.
  6. Wir werden über unsere Aktivitäten und unsere Fortschritte bei der Anwendung der Grundsätze Bericht erstatten.
  1. * ESG steht für „Environmental, Social and Corporate Governance”

Green Bond Principles

Die Green Bond Prinzipien sind freiwillige Prozess-Richtlinien die sich auf Transparenz und Bekanntmachung berufen und dabei helfen sollen, die Integrität des schnell wachsenden Green Bond Marktes zu sichern.
In der Veröffentlichung von 2015 haben sich 130 Institutionen, die in dem Green Bond Markt aktiv sind, diesen Prinzipien verpflichtet.

Schmalenbachgesellschaft e.V.

Die 1978 entstandene Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V. (SG) hat ihren Ursprung bei einem der bedeutendsten Betriebswirte Deutschlands, Professor Dr. Dr. h.c. mult. Eugen Schmalenbach. Sein Hauptanliegen war die Entwicklung einer “anwendungsorientierten Betriebswirtschaftslehre”, ein Ziel, das er in enger Verbindung von Wirtschaftswissenschaft und -praxis zu erreichen suchte. Es ist auch heute noch das grundlegende Prinzip aller Aktivitäten der Schmalenbach-Gesellschaft, den Dialog zwischen betriebswirtschaftlicher Forschung, Lehre und Praxis zu fördern. Dabei sollen den Praktikern sachliche Informationen über neue wissenschaftliche Erkenntnisse vermittelt werden, während die Wirtschaftswissenschaftler angeregt werden, sich mit aktuellen Problemen der Praxis wissenschaftlich auseinanderzusetzen.

LuxFLAG

LuxFLAG ist eine gemeinnützige Organisation, die im Juli 2006 gegründet wurde und als internationale und unabhängige Labelling-Agentur die Finanzierung einer nachhaltigen Entwicklung unterstützt. Um das Interesse an nachhaltigen Geldanlagen zu fördern, vergibt LuxFLAG transparente Labels an Investmentfonds. Ihr Ziel liegt darin, als Qualitätssiegel den Investoren Sicherheit zu geben, dass die gelabelten Fonds tatsächlich in nachhaltige Geldanlagen investieren.

Initiativen, die Union Investment unterstützt

PRI Montréal Pledge

Nachhaltigkeit

Mit Unterschrift des Montréal Carbon Pledge verpflichten sich Investoren den CO2-Fußabdruck ihres Investment Portfolios jährlich zu messen und zu veröffentlichen.
Das Versprechen wurde am 25 September 2014 in Montréal beschlossen und wird unterstützt von den Organisationen Principles for Responsible Investment (PRI) und der United Nations Environment Programme Finance Initiative (UNEP FI).

Union Investment analysiert die CO2-Intensität verschiedener Aktienfonds in SIRIS, unserer proprietären ESG-Analyseplattform. SIRIS greift hierfür u.a. auf Daten der Datenplattform Trucost zurück. Gemessen wird die CO2-Intensität Scope 1 und 2, die Einheit lautet Tonnen CO2-Äquivalente je Mio. Umsatz (in USD) auf gewichteter Basis. Der CO2-Fußabdruck für das gesamte Aktienvermögen von Union Investment zum 29. September 2017 beträgt 200,7 t CO2/Mio. Umsatz. Der Stichtag für die unten dargestellten Fonds ist der 30. Januar 2018. Auch künftig wird Union Investment bei emissionsintensiven Unternehmen im Rahmen der Engagement-Aktivitäten auf die Reduktion der Treibhausgasintensität hinwirken.

Carbon Disclosure Project (CDP)

Das CDP ist eine unabhängige, gemeinnützige und internationale Organisation, die im Jahr 2000 in London gegründet wurde. In Partnerschaft mit dem United Nations Environment Programme (UNEP) und 767 institutionellen Investoren unterhält das CDP die weltweit größte Datenbank zu unternehmensrelevanten Klimainformationen. Die Ergebnisse dienen Kapitalmarktteilnehmern als Information zur Bewertung von CO2-Emissionen, Klimarisiken und CO2-Reduktionszielen von Unternehmen. In Deutschland ist der World Wide Fund For Nature (WWF) langjähriger strategischer Partner des CDP. Das CDP verfolgt das übergeordnete Ziel, CO2-Emissionen transparent und greifbar zu machen, um diese langfristig und nachhaltig zu reduzieren.

Global Investor Statement on Climate Change

Mit der Unterzeichnung des „2011 Global Investor Statement on Climate Change“ unterstützt Union Investment (neben 378 weiteren Investoren weltweit) die Forderung nach einheitlichen und langfristig ausgerichteten Leitlinien im Hinblick auf Klimawandel und sauberer Energie („investment-grade policies“). Diese Leitlinien sind notwendig, um den privaten Sektor energieeffizienter zu gestalten. Dabei müssen die jeweiligen Regierungen entsprechende Rahmenbedingungen und Leitlinien implementieren sowie deren Umsetzungen überwachen. Die Unterzeichner des Abkommens verpflichten sich, mit der Politik zusammenzuarbeiten, Investmentoptionen zur CO2-Reduzierung zu identifizieren und überprüfen, Kapazitäten zum Erkennen von Risiken des Klimawandels durch die eigenen Investments zu schaffen und bei der Investitionsentscheidung zu beachten, mit den Unternehmen, in die investiert wird, im Sinne des Klimawandels zusammenzuarbeiten, sowie die unternommenen Veränderungen im Bereich erneuerbare Energien, Energieeffizienz  und Klimawandel zu protokolieren und zu veröffentlichen. Union Investment hat sich hierbei das Ziel gesetzt, regelmäßig die Unternehmen aktiv auf Fragen der CO2-Reduzierung anzusprechen.

PRI Steering Group Fixed Income

Die PRI Steering Group Fixed Income ist das bei der PRI zuständige Organ zur Entwicklung des  PRI Fixed Income Investor Guide. Ziel dieses Guides ist es, die Implementierung von vier der sechs allgemeinen PRI-Prinzipien, die direkt die Anlageklasse Fixed Income betreffen, zu unterstützen. Zudem sollen die Vorteile bei Einhaltung dieser Prinzipien für die Investment Klasse Fixed Income aufgezeigt werden.
Union Investment hat diesen Guide gesponsert und war an der Ausarbeitung aktiv beteiligt.

Fixed Income Guide

Climate Bonds Initiative (CBI)

Die Climate Bonds Initiative (CBI) ist weltweit die einzige Organisation, die sich für die Ausweitung des nachhaltigen Anleihenmarktes engagiert. Ihr Ziel ist es, als Non-Profit Organisation einen möglichst großen, liquiden und nachhaltigen Anleihenmarkt zu schaffen und dadurch eine Kostenreduktion für weitere Klimaschutz-Projekte in entwickelten aber auch in wachsenden Märkten zu bewirken. Sie unterstützt Investitionen in Assets, die die emissionsarme, ressourceneffiziente und klimaresistente Wirtschaft fördern.

Zu ihren Aktivitäten gehört neben der Forschung und Berichterstattung  u.a. die Entwicklung konzeptioneller Handlungsansätze für Politik, Industrie und den Finanzsektor in Bezug auf die Climate Bonds. Das „Climate Bonds Zertifikat“ dient als repräsentativer Indikator für nachhaltige Investments, der einzelne Fonds oder Investmentgesellschaften für ihr Engagement im Klimawandel auszeichnet. Seit Anfang des Jahres 2016 ist Union Investment Partner dieser Initiative.

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

"Die Einführung der CSR-Berichtspflicht ist ein sehr wichtiges Signal, dass Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht mehr nur eine Kür ist, sondern zu den Pflichten professioneller Unternehmensführung und -Kommunikation gehört. Der DNK bringt wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte in systematischer und doch kurzer Form auf den Punkt. Das hilft Investoren dabei, diese für das Risikomanagement ihrer Vermögensanlagen effizient zu nutzen"

Alexander Schindler

Mitglied des Vorstands

Union Investment

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Frankfurter Erklärung

Frankfurter Erklärung

Frankfurter Erklärung

Aus der Notwendigkeit einer weltweiten nachhaltigen Entwicklung erwächst eine große Verantwortung der gesamten Finanzbranche. Hierfür nimmt der Finanzplatz Frankfurt und auch Union Investment diese Verantwortung an und gibt sich eine gemeinsame Agenda: die Frankfurter Erklärung.

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Investor Expectations on Corporate Climate Lobbying

Investoren engagieren sich bei Unternehmen in den USA, Kanada und Australien, deren Einfluss auf das Klima mit dem Interesse der Investoren an der Maximierung des langfristigen Werts nicht vereinbar ist. Dies schließt Fälle ein, in denen die öffentliche Position eines Unternehmens die Klimapolitik unterstützt, die Berufsverbände, denen das Unternehmen angehört, aber dagegenwirken.
Investor expectations on corporate climate lobbying

Aiming for A

Die Kirche von England hat über ihren kircheneigenen Asset Manager eine Nachhaltigkeitsinitiative ins Leben gerufen. Diese Initiative hat das Ziel, besonders CO2-intensive Unternehmen aus kritischen Branchen wie dem Bergbau oder der Ölförderung dazu zu bewegen, im Rahmen der Analyse und Bewertung durch das Carbon Disclosure Project (CDP) das „A“ Rating zu erreichen. So sollen diese Unternehmen in die Verantwortung genommen und zu einer klar definierten, langfristigen Strategie zur Bekämpfung des Klimawandels bewegt werden.Für eine erfolgreiche Umsetzung der Initiative hat die Kirche von England zahlreiche Investoren zur Teilnahme eingeladen. Am Ende haben sich über 50 institutionelle Investoren – unter anderem Pensionskassen, Kirchen, Fondsgesellschaften und andere Asset Owner – zu einer Koalition zusammengeschlossen. Auch Union Investment hat sich dieser Koalition angeschlossen.

Climate Change Investor Letter to G7/G20

389 institutionelle Investoren mit einem Anlagevermögen von mehr als 22 Billionen USD haben an die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten appelliert, beim Gipfeltreffen in Hamburg am 07. und 08. Juli 2017 ihre Verpflichtungen zum Pariser Abkommen einzuhalten.

Unter Hinweis auf die Dringlichkeit der Maßnahmen und zur Wiederholung einer Botschaft, die zuvor an die G7 gerichtet wurde, fordern die Investoren die Staats- und Regierungschefs der G20 auf:

  • Engagement und Unterstützung für die Umsetzung des Klimaabkommens von Paris zu bekräftigen, einschließlich die eigenen national festgelegten Ziele beizubehalten.
  • Zielgerichtete, langfristige Klima- und Energiepläne vorlegen, die sicherstellen, den weltweiten Durchschnittstemperaturanstieg weit unter 2 ° C und vorzugsweise auf 1,5 ° C zu halten.
  • Förderung von Investitionen in den Übergang zu geringeren CO2-Emissionen.
  • Implementierung klimabezogener Finanzberichterstattungsrahmen, einschließlich der Unterstützung der Financial Stability Board Task Force.

UN Guiding Principles Reporting Framework Investor Statement

Die Investorenkoalition, die den UN Guiding Principles Reporting Framework unterstützt, ist auf 87 Investoren angewachsen, die insgesamt ein Vermögen von 5,3 Billionen US-Dollar verwaltet. Die UN Guiding Principles konzentrieren sich darauf, wie Unternehmen die „Corporate Responsibility“ zur Achtung der Menschenrechte erfüllen. Es ist wichtig zu betonen, dass diese Verantwortung über die Einhaltung lokaler, nationaler und internationaler Gesetze und Vorschriften hinausgeht. Es konzentriert sich auf die Menschenrechtsrisiken und -auswirkungen eines Unternehmens und nicht auf Aktivitäten, die ein Unternehmen unternimmt, um Menschenrechte zu befürworten oder zu fördern.

Internationale Arbeitsgruppen, in denen Union Investment vertreten ist

Deutscher Corporate Governance Kodex

Eine Kommission aus 14 Persönlichkeiten der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens, u.a. Union Investment-Vorstand Jens Wilhelm, um den Deutschen Corporate Governance Kodex auszuarbeiten, zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Bonderholder Engagement Working Group

ŸZiel der Arbeitsgruppe ist, Wissen und Erfahrung darüber zu erarbeiten und zu teilen, wie Anleiheninhabern geholfen werden kann, Anlagerisiken in Bezug auf ESG-Risiken zu erkennen und in den Engagement-Dialog einzuarbeiten.
 

Social Bonds Working Group

ŸZiel der Arbeitsgruppe ist, das Wachstum des Social Bonds Markets durch die Weiterentwicklung eines Leitrahmens zu fördern und einen gemeinsamen Rahmen für die Verwendungszwecke zu entwickeln.
 

Collaborative Engagement - Globaler Druck durch  Zusammenschluss mit anderen Investoren

Arbeitsstandards in der Wertschöpfungskette

In Kooperation mit der UN-PRI Investorengruppe, die mit 52 Investoren ein Vermögen von 3,9 Billionen US-Dollar verwaltet, engagiert sich Union Investment bei der Verbesserung der Arbeitsrechte in der Lieferkette der Lebensmittelhersteller. Besonders im Fokus stehen hierbei Kinderarbeit, Zwangsarbeit, die Löhne und Gesundheit der Beschäftigten.

Internet-Sicherheit

Das PRI-Komitee und seine Unterzeichner starten eine globale Zusammenarbeit im Bereich der Cyber-Security. Das Engagement bezieht sich auf den Verbraucher-, Gesundheits- und Finanzsektor und soll im Sinne der Anlegern die Offenlegung von Unternehmensinformationen im Cyber-Geschäft fördern und gleichzeitig für ein besseres Verständnis der Risiken sorgen.

Menschenrechte im Öl- und Bergbausektor

Zusammen mit über 30 Asset Managern hat sich Union Investment am Collaborative Engagement für die Einhaltung von Menschenrechten im Öl- und Bergbausektor aktiv beteiligt. Die Kontroversen in diesen Sektoren liegen vor allem in den Menschenrechtsverletzungen in den eigenen Betrieben beziehungsweise bei den Partnergesellschaften im Rahmen der Förderaktivitäten – beides ist mit Reputationsrisiken für den Anleger verbunden. Betroffen sind vor allem indigene Völker oder die lokale Bevölkerung im Förder- beziehungsweise Projektgebiet infolge von Umsiedlungen, Umweltverschmutzungen oder Gewaltanwendung durch Regierungstruppen oder private Sicherheitsfirmen.

Human Rights and the extractive Industry

Non-disclosure Engagement

Seit 2001 unterstützt Union Investment die Arbeiten und Ziele des Carbon Disclosure Project (CDP). Damit Klimarisiken und CO2Bilanzen der einzelnen Unternehmen beispielsweise von Investoren bewertet und verglichen werden können, ist es notwendig, dass die relevanten Daten und Informationen regelmäßig von den Unternehmen erhoben, dokumentiert und veröffentlicht werden. Für Konsistenz und Vergleichbarkeit bedarf es einer einheitlichen Sprache in Form eines international anerkannten Standards wie des CDP . In unseren Unternehmensgesprächen motivieren wir die Unternehmen, an den jährlichen CDP-Erhebungen teilzunehmen. Die Unternehmen, die bereits mit den regelmäßigen Teilnahmen ihre Bereitschaft zur Kooperation und Transparenz unter Beweis gestellt haben, werden anschließend aufgefordert, stetig ihre CO2-Bilanz mit den relevanten Performance-Kennzahlen zu verbessern.

Labour Rights Phase 2

Im Jahr 2014 hat sich Union Investment der Arbeitsgruppe zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie angeschlossen. Diese Arbeitsgruppe wurde eigens für dieses Bestreben im Rahmen des Clearinghouse der Principles-for-Responsible-Investment-(PRI-) Organisation ins Leben gerufen. Zusammen mit 35 anderen internationalen Asset Managern, die etwa 1,6 Billionen Euro verwaltetes Vermögen bündeln, wurden ausgewählte Unternehmen im Rahmen des
Engagement-Prozesses angesprochen. Hintergrund hierfür ist, dass ein hohes Nachhaltigkeitsrisiko aus Defiziten in der Berichterstattung, mangelnder Transparenz sowie fehlender Verantwortung für die Arbeits- und Sozialstandards in der Wertschöpfungskette resultieren kann. Damit einher geht ein hohes Reputationsrisiko sowohl für die Unternehmen selbst als auch für die SRI-Investoren. Dem wollte die Arbeitsgruppe begegnen und die Arbeitsbedingungen bei den Zulieferern verbessern, indem internationale Lebensmittelkonzerne mit unterdurchschnittlicher Nachhaltigkeit angeschrieben und zur Diskussion aufgefordert wurden.
Das Ziel sollte sein, dass die Unternehmen mit den Investoren sprechen und motiviert werden, die Nachhaltigkeit bei den Zulieferern zu verbessern. Darüber hinaus sollte ein gemeinsames Verständnis für die Chancen und Risiken in Bezug auf die Arbeitsstandards in der Wertschöpfungskette sowie die Auswirkung auf die langfristige Wertentwicklung für Investoren entwickelt werden.