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Sorgen Megatrends für eine epochale Zäsur?

Wirtschaft im Wandel

Wandel ist eigentlich immer. Manchmal aber kumulieren verschiedene Entwicklungen und es beschleunigt sich damit der Wandel in besonderem Maße – eine neue Epoche, ein neuer Zyklus beginnt. Stehen wir in den nächsten Dekaden ökonomisch vor einem solchen „historischen“ Strukturbruch?

Durchgedacht: Wirtschaft im Wandel

Was muss zusammenkommen, damit aus „normalem“ wirtschaftlichem Wandel ein fundamentaler Umbruch wird, eine historische Zäsur? Die industrielle Revolution zum Beispiel. Sie setzte in Deutschland im Jahr 1830 ein und entstand aus einem Mix von Entwicklungen, die anfangs nur zum Teil miteinander verbunden waren. Innovationen (Eisenbahn, Medizin/Hygiene, Ackerbau) und damit einhergehendes Bevölkerungswachstum wirkten damals zusammen mit politischer „Deregulierung“ (Bauernbefreiung, Gewerbefreiheit), Handelspolitik (Zollverein) und der Entstehung eines Bankwesens. Das Ergebnis ist bekannt, die Charakterisierung als „Revolution“ kommt nicht von ungefähr.

Ein wenig fühlt es sich aktuell so an, als könnten wir vor einer ähnlichen Zäsur stehen. Nein, damit ist nicht die Corona-Krise gemeint, auch wenn sie zu diesem Gefühl sicher beiträgt. Unser Thema ist langfristiger wirtschaftlicher Wandel durch strukturelle Megatrends. Covid-19 ist im Kern eine Gesundheitskrise, die zu einer schweren ökonomischen Krise geführt hat. Einige der Folgen daraus werden zwar lange nachwirken und sich teilweise strukturell verfestigen. Die Pandemie wird auch zweifellos einige der schon zuvor existierenden Megatrends beeinflussen, etwa die Digitalisierung und die De-Globalisierung. Es spricht aber wenig dafür, dass Corona einen eigenen ökonomischen Megatrend generieren wird.

Was also ist gemeint? Zeitlich parallel beschleunigen sich gegenwärtig demografische Effekte, technische Entwicklungen (Digitalisierung, KI, Robotics) und klimatische Veränderungen. Letztere wiederum führen zu tiefen staatlichen Eingriffen (z.B. bei der Energieversorgung und in der Autoindustrie). Hinzu kommen (wirtschafts-)politische Phänomene wie Populismus, Antiliberalismus und Protektionismus – Erscheinungen, von denen man noch nicht so genau weiß, ob sie vorüberziehen oder sich verfestigen. All diese Entwicklungen haben ursächlich zunächst wenig miteinander zu tun, aber sie entfalten zunehmend Wechselwirkungen. Wohin diese Mischung führt, lässt sich heute noch schwer erahnen. Erwartet uns – jenseits des „Gefühlten“ – wirklich eine Dosis an Veränderung, die in einen fundamentalen Umbruch von Wirtschaft und Gesellschaft mündet? Haben wir es mit einem Cocktail des epochalen ökonomischen Wandels zu tun? Das vorliegende durchGEDACHT wirft Schlaglichter auf diese Frage – immer im Kontext der Auswirkungen auf das Asset Management.

Wirtschaft im Wandel

DurchGEDACHT Wirtschaft im Wandel: Studie jetzt lesen

Wandel ist eigentlich immer. Aber stehen wir in den nächsten Dekaden ökonomisch vor einem „historischen“ Strukturbruch?

Teaser-Link

In diesem Themenpapier beschäftigen wir uns konkret mit folgenden Fragestellungen:

  • Welche wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche befinden sich akut im Wandel?
  • In welchem Tempo werden Umbrüche in den Bereichen Demographie, Digitalisierung, De-Globalisierung und Klimawandel sichtbar?

  • Wie wirkt die Corona-Krise auf die verschiedenen Trends?

  • Was bedeuten die Umbrüche für den Kapitalmarkt und die Investmententscheidungen von Union Investment?