In nachhaltige Unternehmen aus den Schwellenländern investieren

Viele Anleger möchten vom höheren Zinsniveau von Emerging Markets-Unternehmensanleihen profitieren. Die Unternehmen sollen dabei auch unter ökologischen und sozialen Aspekten einer zukunftsfähigen und verantwortungsvollen Unternehmensführung genügen. Der UniInstitutional EM Corporate Bonds Low Duration Sustainable weist zudem aufgrund seiner kurzen Duration gegenüber vergleichbaren Fonds eine geringere Schwankungsbreite bei volatilen Zinsmärkten auf.

Nachdem der Gegenwind für viele Emerging Markets (EM) Anfang 2018 deutlich zugenommen hatte, verbesserte sich das Umfeld in den zurückliegenden drei Monaten spürbar. Den Grundstein der Erholung legte die US-Notenbank Federal Reserve auf ihrer regulären Sitzung im Dezember 2018: Die Währungshüter wollen ihren geldpolitischen Straffungskurs angesichts der stockenden Konjunktur künftig etwas flexibler ausrichten. Unter dem Strich haben die Mitglieder des Offenmarktausschusses ihre Zinsmeinung gegenüber September leicht revidiert. Statt drei rechnen sie 2019 im Mittel nur noch mit zwei Zinserhöhungen. Die Rendite zehnjähriger US-Benchmarkanleihen gab seit Anfang Dezember um knapp 40 Basispunkte nach. Gleichzeitig tendierte der US-Dollar etwas schwächer und verbesserte damit die Finanzierungsbedingungen vieler EM-Unternehmen, die sich überwiegend in ausländischer Währung verschulden. In diesem freundlichen Marktumfeld legten EM-Unternehmensanleihen merklich zu, die Risikoaufschläge engten sich ein.

Nachhaltigkeit als zusätzlicher Risikofilter

Immer mehr Unternehmen aus den aufstrebenden Volkswirtschaften erfüllen nachhaltige Investmentkriterien. Für EM-Unternehmensanleihen spricht dabei insbesondere ihre vergleichsweise geringe Schwankungsanfälligkeit. Verantwortlich hierfür im Fonds ist sowohl die Zusammensetzung des nachhaltigen Emittenten-Kreises als auch die verhältnismäßig geringe Duration. Das Gros der Unternehmen verfügt überdies über eine gute Kapitalausstattung. Dominiert wird der Markt vor allem von asiatischen Namen. Daneben stehen aber auch Emittenten aus Brasilien, Russland oder dem Mittleren und Nahen Osten im Fokus.

Nach der deutlichen Korrektur im ersten Halbjahr 2018 weisen EM-Unternehmensanleihen wieder eine attraktivere Bewertung auf. Gleichzeitig eröffnen die häufig sehr positiven Fundamentaldaten Investmentopportunitäten: So ist die Verschuldung vieler EM-Konzerne ihren Pendants aus der entwickelten Welt mindestens ebenbürtig. Auch die Ausfallraten sind in den Schwellen- nicht höher als in den Industrieländern. Beachtenswert ist in diesem Kontext, dass das Rating die fundamentale Stärke vieler Unternehmen nur unzureichend widerspiegelt. Denn dieses orientiert sich zum überwiegenden Teil an der Kreditwürdigkeit des entsprechenden Heimatlandes – und das, obwohl die fundamentale Situation häufig losgelöst vom Herkunftsland zu sehen ist. So gibt es beispielsweise in Brasilien kaum noch Emittenten mit Investment Grade-Rating, trotz der insgesamt guten Entwicklung der Unternehmen. Schließlich sind viele Unternehmen aus den aufstrebenden Volkswirtschaften mittlerweile global aktiv. Sie verringern damit die Abhängigkeit von ihren volatileren Heimatmärkten und erwirtschaften gleichzeitig Umsätze in US-Dollar, die für die Bedienung der ausgegebenen Fremdwährungsanleihen wichtig sind.

Die Fundamentaldaten von EM Unternehmen sind denen in der entwickelten Welt ebenbürtig

  • Nettoverschuldung im Vergleich
    (Net Debt/EBITDA)
    Nettoverschuldung im Vergleich
    Quelle: JP Morgan „EM Corporate Fundamentals Checkup“; Stand: 17. Dezember 2018
  • Historische Ausfallraten in Prozent
    Historische Ausfallraten in Prozent
    Quelle: S&P, 2017 Annual Global Corporate Default Study and Rating Transitions; Stand: 5. April 2018

Nachhaltiger Anlagefokus

Der UniInstitutional EM Corporate Bonds Low Duration Sustainable investiert unter der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien und einer begrenzten Duration von 3,5 Jahren in Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets. Trotz der Anlagerestriktionen sind rund zwei Drittel des globalen EM-Unternehmensanleiheuniversums für den Fonds investierbar, sodass eine breite Diversifikation ohne Einschränkungen möglich ist. Seit der Fondsauflegung am 1. Februar 2016 hat das Portfoliomanagement die Fondsgelder relativ gleichmäßig über die Anlageregionen Lateinamerika, Asien sowie Europa, Naher Osten und Afrika verteilt, wobei kein Einzelland stärker als zehn Prozent gewichtet ist.

Der Anteilscheinpreis des Fonds konnte sich nach den Turbulenzen im Kapitalmarktjahr 2018 ab Herbst merklich erholen. Für den Fonds wurden vor allem Unternehmen selektiert, die geografisch breit diversifiziert sind und einen signifikanten Umsatzanteil außerhalb ihres Heimatmarktes erwirtschaften. Zu den favorisierten Titeln zählten beispielsweise DP World aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, einer der größten Hafenbetreiber weltweit, und America Movil, ein globaler Telekommunikationskonzern aus Mexiko. Bestände in Lateinamerika – und hier vor allem aus Brasilien – hat das Portfoliomanagement in den vergangenen Monaten deutlich aufgestockt. Der brasilianische Markt weist eine Vielzahl an Unternehmen mit einem hohen ESG-Wert auf. Als Beispiele sind die Euro-Anleihen von Votorantim und des Börsenbetreibers B3 zu nennen. Positiv wirkte sich auch das selektive Engagement in den sogenannten Frontier-Markets aus. Insgesamt können Emerging Markets-Staatsanleihen, also auch Anleihen aus den Frontier-Markets, die die Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, bis zu 20 Prozent beigemischt werden. Besonders erfreulich entwickelten sich dabei Papiere aus Serbien, Ghana und dem Senegal. Trotz der Möglichkeit, im Fondsvermögens bis zu 35 Prozent High-Yield Anleihen zu allokieren, hält der Fonds im Durchschnitt ein Investment-Grade-Rating ein. Die Volatilität des Fonds lag ungeachtet der Beimischung von Hochzinstiteln deutlich niedriger als bei EM-Fonds ohne Durationsbeschränkung.

Gute Investmentchancen auch 2019

EM-Unternehmensanleihen dürften auch 2019 zu den defensiveren Schwellenländer-Investments zählen. Ihre laufende Verzinsung liegt in der Regel zwar unter dem Niveau vergleichbarer Staatspapiere, im Gegenzug weisen Unternehmensanleihen aber deutlich geringere Schwankungen auf. Zudem sind die Unternehmen fundamental solide aufgestellt, sodass zum jetzigen Zeitpunkt mit keinem Anstieg der Ausfallquoten zu rechnen ist. Ebbt der strukturelle Gegenwind (restriktivere US-Geldpolitik, Aufwertung des US-Dollar, Handelsstreitigkeiten) weiter ab, bieten sich Investoren auf dem aktuell wieder etwas attraktiveren Bewertungsniveau Einstiegsmöglichkeiten. Der UniInstitutional EM Corporate Bonds Low Duration Sustainable ermöglicht risikobewussten Anlegern eine Investition in attraktive Anleiherenditen in den Emerging Markets bei begrenzten Zinsänderungsrisiken.

Risiken bei der Anlage in diesen Fonds

Risiko marktbedingter Kursschwankungen sowie Ertragsrisiko

Risiko des Anteilswertrückgangs wegen Zahlungsverzug/-Unfähigkeit einzelner Aussteller bzw. Vertragspartner

Erhöhte Kursschwankungen und Ausfallrisiken bei Anlagen mit hoher Verzinsung, erhöhten Bonitätsrisiken und Emittenten aus Schwellenländern möglich

Die individuelle Ethikvorstellung eines Anlegers kann von der Anlagepolitik abweichen

Der Fonds legt einen wesentlichen Teil seines Vermögens in Vermögenswerte an, die ihrem Wesen nach hinreichend liquide sind, unter bestimmten Umständen aber ein relativ niedriges Liquiditätsniveau erreichen können

Stand aller Informationen, Erläuterungen und Darstellungen:
22. Februar 2019, soweit nicht anders angegeben.

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