Durchgedacht Inflation
Inflationsrate nach der Corona-Pandemie

Steigt sie oder steigt sie nicht?

Die Debatte um die Inflation ist zurück: Könnte sie durch die Corona-Pandemie ein Comeback erleben, das mehr ist als ein Strohfeuer? Unsere Analyse zeigt, welche Faktoren entscheidend sein werden und wie sich die Inflationsrate mittel- bis langfristig entwickeln könnte.

Viele Marktbeobachter und Ökonomen waren nach der Finanz- und der europäischen Staatsschuldenkrise der Ansicht, es werde nur eine Frage der Zeit sein, bis die Inflationsrate nach oben schnellt.

Aber trotz vieler Warnungen verharrte die Teuerungsrate lange Zeit auf niedrigem Niveau. Und bis vor gut einem Jahr konnte man fast den Eindruck gewinnen, das Thema habe sich bis auf Weiteres ganz erledigt. Die expansive Geldpolitik der Notenbanken führte nicht etwa, wie von manchem befürchtet, zu Inflation, sondern sorgte lediglich dafür, dass es nicht zu einer Deflation kam. Die Inflationsrate steckte – zumindest im Euroraum – in einem niedrigen Bereich unterhalb der 2-Prozent-Marke fest. Zunächst in den USA, aber auch in Europa gewann mehr und mehr die Position an Akzeptanz, dass es strukturelle Gründe sein mussten, die für die anhaltend niedrige Teuerung sorgten. Hatte die Inflation endgültig ihren Schrecken verloren?

Sprung in die Gegenwart: Noch immer hält die Corona-Pandemie Gesellschaft wie Wirtschaft fest im Griff. Das Virus lässt alte, vermeintliche Gewissheiten plötzlich fraglich erscheinen. Ansteckungszahlen, der Anteil schwerer Krankheitsverläufe oder die Impfrate sind neue Faktoren, die wirtschaftliche Prognosen beeinflussen. Und mehr als das: Die Pandemie wirkt als Disruption – oder wird zumindest vielfach so wahrgenommen. In manchen Bereichen wie der Digitalisierung ist sie ein Beschleuniger: Es geht nicht einfach nur um ein Mehr an Computern oder Robotern, sondern um eine umfassend digitale Transformation von Produktionsprozessen. Gleichsam könnte Corona in manchen Branchen für einen nachhaltigen Abbau von Produktionskapazitäten sorgen, weil die Nachfrage auch nach Ende der Pandemie durch neue Verhaltensmuster nicht mehr vollständig zurückkehrt.

In jedem Fall sind im Zuge der Krise die schuldenfinanzierten öffentlichen Ausgaben und die Geldmenge stark gestiegen. Denn in der Krise haben die Staaten umfassende Programme aufgelegt, um Bürger und die Wirtschaft zu stützen; gleichzeitig haben die Notenbanken ihren ultra-lockeren geldpolitischen Kurs wieder verstärkt. All diese Faktoren können – direkt oder indirekt, kurz- oder langfristig – einen Einfluss auf die Preise haben. Deshalb hat unter Fachleuten wie in der Öffentlichkeit eine Debatte eingesetzt: Könnte die Inflation im Zuge der Corona-Pandemie ein Comeback erleben?

Durchgedacht Inflation

DurchGEDACHT Inflation: Jetzt herunterladen

Lesen Sie jetzt die komplette Studie

Teaser-Link

Dieses durchGEDACHT fasst die Ergebnisse einer Analyse von Union Investment zusammen, die die aktuelle Diskussion um die Inflationsentwicklung in einen größeren und vor allem mittel- bis langfristigen Kontext stellt.

In unserer Studie beschäftigen wir uns konkret mit folgenden Fragestellungen:

  • Welche Faktoren spielen in der aktuellen Debatte um die Inflationsentwicklung eine Rolle?
  • Warum gibt es so unterschiedliche Ansichten, wie sich die Inflationsrate nach der Corona-Pandemie entwickeln wird?
  • Welche Entwicklung hält Union Investment für wahrscheinlich?
  • Was bedeutet die Entwicklung der Inflation für die Kapitalmärkte?