Für die Risikomanagement-News werden regelmäßig aktuelle Studienergebnisse ausgewertet, die auf der US-Wissenschaftsplattform „Social Science Research Network“ (SSRN) eingestellt sind. Um die kompletten Studien als Download einzusehen, ist eine unverbindliche und kostenlose Anmeldung auf www.ssrn.com erforderlich.
Risikomanagement-News – Archiv
| Fachbeitrag: Compliance - Mode oder Notwendigkeit? Der Begriff "Compliance" spielt auch bei Diskussionen über Corporate Governance, Solvency II oder Basel III eine Rolle. Unternehmen richten Compliance-Abteilungen ein und ernennen Compliance-Beauftragte. Häufig sind sie dem Bereich des Risikomanagements zugeordnet. Die Vielschichtigkeit von Compliance zeigt jedoch, dass dies zu kurz greifen kann. Unterschiedlichste Facetten müssen berücksichtigt werden, um den externen Anforderungen an Compliance gerecht zu werden und gleichzeitig zum nachhaltigen Unternehmenserfolg beitragen zu können. Dr. Annegret Saxe vom Institut für Genossenschaftswesen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster stellt in einem wissenschaftlichen Beitrag (IfG-Newsletter 2/2011, S. 92 ff.) fest, dass die Umsetzung der Compliance-Ziele ein organisationsindividuelles Management braucht. Dabei muss man zwischen verschiedenen Compliance-Elementen unterscheiden und wählen. |
18.01.2012 | |
| In den Medien: Kann China die Weltkonjunktur retten? Eine schwächelnde US-Wirtschaft und die Eurozone, die sich im Zuge der Schuldenkrise scheinbar unaufhaltsam der Rezession nähert, verstärken den Wunsch nach Lösungen, die zur Not auch von aussen kommen sollen. Bei der Suche nach einer solchen Hoffnungsquelle wird oft China genannt. Die Frage ist freilich, ob eine solche Hoffnung berechtigt ist. David Milleker, Chefvolkswirt bei Union Investment, erörtert in einem Beitrag für den FTD-Wirtschaftswunder-Blog die Indizien, die die Volksrepublik tatsächlich als potenziellen Helfer auszeichnen und die Punkte die immer noch dagegen sprechen. |
16.01.2012 | |
| Studie: Welche Auswirkungen hat der Dodd-Frank-Act auf die Schattenbanken? Rund ein Jahr lang ist Dodd?Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act (kurz DFA) in Kraft. Das Regulierungswerk soll zur Verbesserung der Verantwortlichkeit und der Transparenz im Finanzsystem beitragen. Tobias Adrian, Volkswirt der US-Notenbank Fed, beleuchtet mehrere der DFA-Bestimmungen insbesondere im Hinblick auf die Schattenbank-Thematik. Denn die oft in Steuerparadiesen beheimateten Hedgefonds, Geldmarktfonds und andere Finanzinvestoren selbst sind weitgehend unreguliert. Im Fokus von Adrians Untersuchung stehen die Auswirkungen des DFA für verbriefte Verbindlichkeiten und besicherte Geldmarktpapiere, die sogenannten Asset-Backed Commercial Papers (ABCP). |
13.01.2012 | |
| Studie: Adaptive Märkte und die neue Weltordnung In der Volkswirtschaftslehre unterliegt die traditionelle Lehrmeinung häufig noch einer Reihe von bewährten, aber überholten Grundannahmen: Investoren würden immer rational handeln, die Wahrscheinlichkeitsgesetze seien statisch und die Verbindung von Risiko und dem zu erwartenden Return verlaufe immer in linearen Parametern, die exakt vorhergesagt werden könnten. Diese Annahmen hatten nach der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre rund 70 Jahre lang Gültigkeit. Im vergangenen Jahrzehnt haben sich allerdings die Paradigmen verschoben, wodurch zeitweise rationale Pricing-Annahmen außer Kraft gesetzt wurden. Der renommierte amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Professor Andrew Lo (Massachusetts Institute of Technology - MIT) versucht das Missverhältnis zwischen rationalen und von der Anlegerpsychologie bestimmten Marktkonditionen mit seinem Modell der adaptiven Märkte zu erklären. Aus seiner evolutionären Sichtweise der Marktdynamik, in der Investoren aus ihren Fehlern lernen und sich an die verändernde Umgebung anpassen, lassen sich auch Schlüsse für die Finanzanalyse ziehen. |
09.01.2012 | |
| Studie: Hat die Finanzkrise die Risikowahrnehmung verändert? Hat die Finanzmarktkrise von 2007 und 2008 die Risikowahrnehmung der Marktteilnehmer verändert? Und führte sie zu neuen strukturellen Parametern? Das sind die zentralen Fragen, die Roland Füss, Philipp B. Rindler (beide European Business School, EBS, Wiesbaden) und Thomas Gehring (Centre for Economic Policy Research, CEPR, Wien) in ihrem Arbeitspapier stellen. Anhand einer Untersuchung der Credit-Spreads bei US-Unternehmensanleihen versuchen die Autoren zu ermitteln, ob sich die Abneigung gegen Ausfallrisiken nach der Krise verändert hat. |
27.12.2011 | |
| In den Medien: Das Dilemma der Europäischen Währungsunion Die Europäische Währungsunion steckt zehn Jahre nach Einführung des Euro in ihrer schwersten Krise. Sie muss sich wandeln, um zu überleben. Doch in welche Richtung soll sie sich verändern? David Milleker, Chefvolkswirt bei Union Investment, beschreibt in einem Beitrag für den FTD-Wirtschaftswunder-Blog anhand der Auflagen für die Verschuldung von EWU-Staaten, wie weit die Staaten im internationalen Vergleich von einer oft geforderten Wirtschafts- und Fiskalunion entfernt sind. Dabei zieht er das Fazit, dass der Status quo sich als instabil und bestenfalls temporäres Gleichgewicht erwiesen hat. Das Dilemma werde sich verschärfen, je mehr auf Zeit gespielt werde statt zu handeln. |
21.12.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Risiko Klimawandel Die Folgen des Klimawandels stellen langfristig eine Bedrohung der Weltwirtschaft und ein Risiko für das Asset Management dar ? davon ist der Klimaforscher Professor Anders Levermann überzeugt. Seiner Meinung nach wird der Treibhauseffekt die Investitionsstrategien global und tief greifend beeinflussen. Risikomanagement-TV besuchte den Wissenschaftler am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. |
15.12.2011 | |
| Studie: Risikomessung und Risikomanagement Bisher werden Marktrisiken oftmals mittels historischer Simulation oder dem RiskMetrics-Modell gemessen. Thorben G. Andersen, Tim Bollerslev und Francis X. Diebiold (alle vom National Bureau of Economic Research, Cambridge, USA) und Peter Christoffersen (University of Toronto) stellen eine neue flexiblere Methode vor. Diese berücksichtigt aktuelle Entwicklungen in der finanziellen Ökonometrie und hilft, eine präzisere Risikoeinschätzung zu geben, indem das Portfolio- und das Asset-Level stärker fokussiert werden. Die Autoren bedienen sich dafür einiger weniger komplexer, aber dennoch wirkungsvoller Modelle. Zusätzlich legten sie Wert auf ein Verständnis der Zusammenhänge von Marktrisiko und makroökonomischen Grundlagen, wobei die Betrachtung von Volatilitäten in der Eigenkapitalrendite, Realwachstum und die Volatilität im Realwachstum besonders beachtet wurden. |
12.12.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Anlagestrategien für eine Welt im Wandel Die europäische Staatsschuldenkrise hat die Anforderungen an Investoren noch anspruchsvoller gemacht. Welche Chancen sich in seitwärts bewegenden Aktienmärkten bieten, erläuterte Jens Wilhelm, Mitglied des Vorstandes von Union Investment, in seinem Vortrag auf der 6. Risikomanagement-Konferenz. |
25.11.2011 | |
| Risikomanagement-TV: 6. Risikomanagement-Konferenz Die Finanzmarktkrise, Fukushima, der arabische Frühling und das Dilemma um die Staatsschulden machen deutlich: Institutionelle Anleger sind zunehmend von globalen Makrorisiken betroffen. Wie Investoren diese in ihrem Asset Management berücksichtigen können, war das Thema der 6. Risikomanagement-Konferenz von Union Investment. Über 220 institutionelle Investoren kamen dazu im November 2011 in die Rheingoldhalle in Mainz. Eine Zusammenfassung der Höhepunkte. |
25.11.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Prof. Paul Krugman im Dialog mit Studenten Staatsschuldenkrise, Finanzmarktstabilität, die Regulierung des Bankensektors ? der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman wird häufig zu den drängenden Themen der Finanzmärkte befragt. Vor seinem Auftritt bei der 6. Risikomanagement-Konferenz von Union Investment nahm er sich Zeit für den Dialog mit Studierenden der Frankfurter Goethe-Universität. Dabei sprach der Princeton-Professor über die Schuldenkrise in Europa, Anlagestrategien und die Bedeutung keynesianischer Wirtschaftspolitik. |
25.11.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Hat der Euro Zukunft? Als ehemaliges EZB-Direktoriumsmitglied und Wegbereiter des Euro ist die Gemeinschaftswährung Professor Otmar Issing besonders ans Herz gewachsen. Bei seinem Vortrag auf der 6. Risikomanagement-Konferenz von Union Investment machte Issing allerdings deutlich, dass nur die betroffenen Eurostaaten sich selbst helfen können. An einer konsequenten Konsolidierungs- und Reformpolitik führe kein Weg vorbei. |
21.11.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Wege aus der nordatlantischen Krise Der Wirtschaftsnobelpreisträger Prof. Paul Krugman zählt zu den großen Warnern vor makroökonomischen Fehlentwicklungen. Als Gastredner der 6. Risikomanagement-Konferenz von Union Investment machte der Professor der US-Eliteuniversität Princeton deutlich, dass bei der europäischen Staatsschuldenkrise die Zeit dränge. Zur Lösung des Problems sah er vor allem die EZB gefordert. |
21.11.2011 | |
| In den Medien: Fotogalerie der Risikomanagement-Konferenz 2011 Ein hochkarätiges Programm mit renommierten Rednern erlebten die Gäste auf der 6. Risikomanagement-Konferenz von Union Investment. Über 220 institutionelle Investoren mit einem verwalteten Vermögen von über 500 Milliarden Euro trafen sich dazu in der Rheingoldhalle in Mainz. Das Geschehen an diesem Tag dokumentieren zahlreiche Fotos, die Union Investment in einer Galerie nun zur Verfügung stellt. |
21.11.2011 | |
| Arbeitspapier: Suchanfragen im Internet als Indikator für Volatilität Das Internet zählt zu den wichtigsten Informationsmedien unserer Zeit. Auch Nachrichten rund um die Aktienmärkte werden auf den bekannten Suchmaschinen täglich millionenfach abgerufen. Thomas Dimpfl und Stephan Jank (beide Universität Tübingen) stellen in ihrem neu erschienenen Arbeitspapier die These auf, dass sich daraus Rückschlüsse auf zukünftige Volatilitäten an Aktienmärkten ziehen lassen. Sie zeigen, dass immer dann, wenn ein bestimmter Aktienindex besonders oft gesucht wird, in der Folgezeit die Wahrscheinlichkeit hoher Volatilität in dem jeweiligen Index steigt. |
18.11.2011 | |
| Arbeitspapier: Multinationale Banken – Risiko- oder Stabilitätsfaktor? Vor ein paar Jahren noch wurde die zunehmende Internationalisierung von Banken wohlwollend als Stabilitätsfaktor betrachtet. Doch die Erfahrungen der Finanzmarktkrise veränderten diese Annahme. Große internationale Geldinstitute gerieten ebenfalls in Schwierigkeiten. Als Ursache hierfür werden unverhältnismäßig hohe Risiken angesehen, die die Bankmitarbeiter - gelockt von hohen Bonuszahlungen - eingegangen waren. Aber wie hoch waren die Risiken tatsächlich? Mit dieser Frage beschäftigen sich Carlos Manuel Pinheiro (Caixa Geral de Depósitos S.A.), Mohamed Azzim Gulamhussen (Universität Lissabon) und Alberto Franco Pozzolo (Università degli Studi del Molise) in einem aktuellen Arbeitspapier. |
17.11.2011 | |
| Studie: Globale Risiken und ihre Auswirkungen auf das Risikomanagement institutioneller Anleger Die Staatsschuldenkrise in Europa, Überschwemmungen in Südostasien, Fachkräftemangel in den Industrieländern und Wirtschaftsspionage über das Internet: Der Einfluss globaler Risiken auf die Finanzmärkte und das Investitionsverhalten ist vielschichtig. Deutsche Großanleger erkennen diese Gefahren zwar, sind aber in ihrem Risikomanagement noch nicht optimal darauf eingestellt. Häufig erschwert ein Mangel an internationaler Diversifikation das erfolgreiche Management globaler Risiken. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Risikomanagement-Studie von Union Investment, die am 10. November von Prof. Dr. Lutz Johanning von der WHU - Otto Beisheim School of Management bei der 6. Risikomanagement-Konferenz in Mainz vorgestellt wurde. Im Rahmen der Untersuchung wurden 42 Großanleger wie Banken, Versicherungen, Unternehmen und Stiftungen mit einem Gesamtanlagevolumen von rund 300 Milliarden Euro befragt. |
10.11.2011 | |
| Arbeitspapier: Multinationale Banken – Risiko- oder Stabilitätsfaktor? Vor ein paar Jahren noch wurde die zunehmende Internationalisierung von Banken wohlwollend als Stabilitätsfaktor betrachtet. Doch die Erfahrungen der Finanzmarktkrise veränderten diese Annahme. Große internationale Geldinstitute gerieten ebenfalls in Schwierigkeiten. Als Ursache hierfür werden unverhältnismäßig hohe Risiken angesehen, die die Bankmitarbeiter - gelockt von hohen Bonuszahlungen - eingegangen waren. Aber wie hoch waren die Risiken tatsächlich? Mit dieser Frage beschäftigen sich Carlos Manuel Pinheiro (Caixa Geral de Depósitos S.A.), Mohamed Azzim Gulamhussen (Universität Lissabon) und Alberto Franco Pozzolo (Università degli Studi del Molise) in einem aktuellen Arbeitspapier. |
09.11.2011 | |
| In den Medien: Gedanken zum Recycling von Zahlungsströmen in Europa Mit verschiedenen Mitteln versuchen die Mitglieder der Europäischen Währungsunion nunmehr seit zwei Jahren der Eurokrise Herr zu werden. Aber trotz verordneter Sparpolitik und immer größerer Rettungsschirme gibt es ein gravierendes Grundproblem, dass die EWU nämlich über keinen Mechanismus verfügt, der Zahlungsströme automatisch im Kreislauf hält. David Milleker, Chefvolkswirt bei Union Investment, widmet sich in einem Beitrag für den FTD-Wirtschaftswunder-Blog diesem Mechanismus und dem Vergleich der Währungsunion mit dem US-amerikanischen Währungssystem. |
08.11.2011 | |
| Arbeitspapier: Bewertung der Finanzmarktkrise Sowohl auf akademischer Ebene als auch in der Presseberichterstattung ist der Beinahe-Zusammenbruch des Finanzsystems in der vergangenen Finanzmarktkrise ein Thema. Doch selbst wenn man alle Beiträge lesen würde, wäre ein abschließendes Urteil über die Ursachen der Krise wohl unmöglich. Denn je nach Perspektive des Autors variieren die Aussagen darüber, wie es so weit kommen konnte. Gut, wenn ein renommierter Experte wie Andrew W. Lo bei der Einordnung hilft. In seinem neuesten Arbeitspapier analysiert der Leiter des Instituts für Finanzingenieurwesen der MIT Sloan School of Management 21 Werke rund um die Krise, zeigt falsche Schlüsse auf und erörtert seine eigenen Schlussfolgerungen. |
04.11.2011 | |
| Studie: Fortschritte beim nachhaltigen Investieren – PRI-Report 2011 Im Jahr 2006 formulierten die Vereinten Nationen mit den UN Principles for Responsible Investment (UN PRI) eine internationale Selbstverpflichtung, die finanzmarktrelevante Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen umfasst. Diese unter dem englischen Kürzel ESG (Environmental, Social und Corporate Governance) zusammengefassten Kriterien gewinnen bei der aktiven Einflussnahme auf Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Denn für viele Investoren gelten sie als Richtschnur in Sachen Nachhaltigkeit. Nach fünf Jahren des Bestehens ziehen die Initiatoren der Initiative im PRI-Report 2011 Bilanz. |
28.10.2011 | |
| Arbeitspapier: Herausforderungen bei der Messung systemischer Risiken Die Finanzmarktkrise 2008 zeigte, wie eng die Märkte im heutigen Finanzsystem miteinander vernetzt sind. Wirtschaftliche Fehlentwicklungen übertrugen sich von Land zu Land, Fehlspekulationen von Assetklasse zu Assetklasse. Die staatlichen Regulierer stehen vor der großen Aufgabe, diese internationalen Verflechtungen zu messen, um eine Wiederholung frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. In ihrem Arbeitspapier benennen Eugenio Cerutti, Stijn Claessens (beide IWF) und Patrick McGuire (Bank for International Settlements) die bedeutendsten Herausforderungen für die Messung globaler systemischer Risiken und benennen die Bereiche, für die möglichst schnell valides Datenmaterial gebraucht wird. |
25.10.2011 | |
| In den Medien: Die Wirtschaft in der Liquiditätsfalle Lange Zeit traten die Zentralbanken in Krisenzeiten als Retter in der Not auf. Doch mittlerweile verfügen selbst sie kaum noch über wirksame Mittel, um die Wirtschaft anzukurbeln. Denn wenn die Notenbanken entgegen aller Inflationsbedenken frisches Geld in Umlauf bringen, kommt das Geld nur unzureichend im Wirtschaftskreislauf sowie bei den Verbrauchern an. Der Grund ist simpel: Banken und Unternehmen nutzen das Geld, um Schulden abzubauen oder sparen es für Krisenzeiten auf. Mit dieser Liquiditätsfalle beschäftigt sich David Milleker, Chefvolkswirt bei Union Investment, im Wirtschaftswunder-Blog der Financial Times Deutschland. |
19.10.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Professor Paul Krugman – Querdenker ohne Scheuklappen Professor Paul Krugman zählt zu den renommiertesten Wirtschaftswissenschaftlern der Gegenwart. Als kritischer Beobachter der aktuellen makroökonomischen Entwicklungen ist der Wirtschaftsnobelpreisträger ein oft zitierter Experte zur Schuldenkrise in den USA und Europa. Seine Einschätzung der aktuell größten Risiken für die Weltwirtschaft erläutert der Ökonom auf der 6. Risikomanagement-Konferenz von Union Investment am 10. November. InvestmentProfessionell traf Krugman vorab zum Gespräch an der US-Universität Princeton. |
17.10.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Verantwortungsbewusst investieren Auch im Asset Management wird der Nachhaltigkeitsansatz immer wichtiger, der ökonomische, ökologische und soziale Interessen verbindet. Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften, beugen Risiken vor und verfügen somit über ein verbessertes Risiko-Rendite-Profil. Deshalb achten Investoren zunehmend bei der Corporate Governance auf Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien. Eine entsprechende Selbstverpflichtung existiert seit 2006 - die UN Principles for Responsible Investment (UN PRI). Auf einer Fachkonferenz von Union Investment in Frankfurt am Main wurden diese Prinzipien kürzlich vorgestellt und diskutiert. |
17.10.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Shopping liegt im Trend Immobilien sind ein traditionell beliebtes Asset. Vor dem Hintergrund volatiler Märkte sind vor allem Einzelhandelsimmobilien in den Fokus der Großanleger gerückt. Auf die steigende Investorennachfrage hat Union Investment mit der Auflegung des UII Shopping Nr. 1 reagiert. Ein monothematischer Immobilien-Spezialfonds mit einem interessanten Risiko-Rendite-Profil. Felix Gold, Fondsmanager bei Union Investment, stellt im Gespräch den Spezialfonds vor. |
17.10.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Die Nebenwirkungen des chinesischen Aufschwungs Seit Jahren verzeichnet die Volksrepublik China rasante Wachstumsraten. Der Wirtschaftsboom ist auch ein Motor für soziale Veränderungen. Und der neue Wohlstand schlägt auf die schlanke chinesische Linie - mit weitreichenden Folgen. Elke Schöppl-Jost, Chief Investment Officer bei BEA Union Investment in Hongkong, und die Leistungsforscherin Dr. Robin Mellecker vom Institut für Human Performance an der Hongkong University diskutieren über die damit verbundenen Chancen und Risiken. |
17.10.2011 | |
| In den Medien: Die Banken, öffentliches Sparen und die Konjunktur Öffentliche Sparprogramme und eine gute Konjunktur gehen nur selten Hand in Hand. Denn unter harten Sparmaßnahmen der Regierung hat besonders der Privatsektor zu leiden. Wenn in diesem Umfeld noch die Banken als Kreditgeber ausfallen, wird das Sparprogramm zum Schrumpfungskurs. Um dem vorzubeugen, schlägt David Milleker, Chefvolkswirt bei Union Investment, in einem Beitrag für den FTD-Wirtschaftswunder-Blog eine staatlich geförderte Rekapitalisierung der Banken vor. |
12.10.2011 | |
| Kommentar: Institutionelle Investoren in der Verantwortung Im Jahr 2006 initiierten die Vereinten Nationen mit den UN Principles for Responsible Investment (UN PRI) erstmals eine internationale Selbstverpflichtung, die finanzmarktrelevante Umwelt-, Sozial-, und Governance-Themen umfasst. Besonders für aktive Asset Manager gelten die Grundsätze als Richtschnur, um eine nachhaltige Corporate Governance in Unternehmen zu etablieren. In einem Kommentar im Absolut Report diskutiert Dr. Wolfgang Engshuber, UN PRI Chairman in Deutschland, Aspekte für die Integration der UN PRI und der darin geltenden Grundsätze bei den Anlageentscheidungen institutioneller Investoren. |
30.09.2011 | |
| Interview: Risikomanagement ist mehr als die Reduzierung von Risiken Zum Risikomanagement gehört die stetige Steigerung der Erträge ebenso dazu wie die Reduzierung von Risiken: So jedenfalls lautet die These von Lionel Martellini, Professor für Finanzwissenschaften an der EDHEC Business School und Wissenschaftsdirektor des EDHEC Risk Instituts in Nizza. Im Interview erklärt Martellini, wie wichtig Risikomanagement heutzutage für institutionelle Investoren ist, welche Fehler in der Vergangenheit begangen wurden und welche Lösungsansätze er erkennt, um das Risikomanagement weiter voranzubringen. |
28.09.2011 | |
| Arbeitspapier: Messung systemischer Risiken per Netzwerkmodell Die Finanzmarktkrise hat gezeigt, wie problematisch die enge Vernetzung von Finanzinstituten für das gesamte Finanzsystem sein kann. Die Folgen waren auch in der Realwirtschaft deutlich spürbar. Um einen ähnlichen Kollaps dieses Ausmaßes zu verhindern, beschäftigt sich ein neues Arbeitspapier von Marcel Bluhm (Wang Yanan Institut für Wirtschaftswissenschaften, Universität Xiamen) und Jan Pieter Krahnen (Universität Frankfurt) mit der Messung systemischer Risiken. Die beiden Wissenschaftler testen darin ein Netzwerkmodell, das es ihnen erlaubt, die Entstehung und das Ausmaß des systemischen Risikos im Finanzsektor zu messen. |
26.09.2011 | |
| Arbeitspapier: Die Ursachen für das Lehman-Debakel Der Zusammenbruch von Lehman Brothers im September 2008 gilt als der größte Konkurs der amerikanischen Geschichte. Mit weitreichenden Folgen für das gesamte Finanzmarktsystem. Wie konnte die damals fünftgrößte Investmentbank in so kurzer Zeit kollabieren? Noch im Jahr 2007 verbuchte Lehman Brothers einen Umsatz von etwa 60 Milliarden US-Dollar. Die Gewinnsumme belief sich auf mehr als vier Milliarden US-Dollar. Der Börsenkurs bewegte sich noch im Januar 2008 bei mehr als 65 US-Dollar. Innerhalb von acht Monaten, stürzte die Aktie des Unternehmens allerdings auf einen Wert von unter vier US-Dollar. Der plötzliche und dramatische Verfall des Unternehmenswertes sowie der folgende Konkurs werfen viele Fragen auf. Deshalb forscht Kwabena Boamah (Swiss Management Center, Zürich) in seinem Arbeitspapier nach den Ursachen für den Untergang der Lehman Brothers. |
19.09.2011 | |
| Arbeitspapier: Probleme beim Liquiditätsrisikomanagement Zahlreiche Finanzinstitute gerieten aufgrund mangelnder Liquidität während der Finanzmarktkrise in Turbulenzen. Als Konsequenz erhielt das Liquiditätsmanagement mit dem ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) in den Basler Regularien deutlich mehr Gewicht. Doch die Umsetzung des Liquiditätsrisikomanagement bereitet Probleme. So behindert die Organisation der Daten die erfolgreiche Entwicklung effizienter Strategien für das Management von Liquiditätsrisiken, so das Ergebnis einer Umfrage des Informationsdienstleisters SWIFT unter Finanzinstituten. Besonders die Bereiche "Übersicht über Intraday-Cashpositionen von Währungen" (93 Prozent), "Liquiditätsrisiko-Analysen sowie Unternehmens- und Marktinformationen" (91 Prozent) und "Erweiterte interaktive Cash- und Besicherungs-Managementfunktionalitäten innerhalb der Zahlungsverkehrsinfrastrukturen" (89 Prozent der Nennungen) erwiesen sich laut Aussage der Befragten als Problemfelder. |
15.09.2011 | |
| Arbeitspapier: Neue Finanzregularien und mögliche negative Konsequenzen Nicht zuletzt die Finanzmarktkrise führte zur Einführung neuer Regularien wie Basel III und Solvency II. Sie sollen einen Beitrag zu einem stabileren Finanzsystem leisten. Doch in ihrem Arbeitspapier stellen Ahmed Al-Darwish (IWF), Michael Hafeman, Gregorio Impavido (IWF), Malcolm Kemp (Nematrian) und Padraic O'Malley (Milliman) diese Vorteile in Frage. Sie gehen davon aus, dass die neuen Regelungen für das Finanzsystem nicht beabsichtigte negative Folgen haben könnten, wie beispielsweise höhere Kosten für Marktteilnehmer und die Verschiebung von Risiken. |
12.09.2011 | |
| Arbeitspapier: Passives Investieren erhöht das systemische Risiko Mehr als drei Billionen US-Dollar wurden Ende des Jahres 2010 in passiv gemanagten Fonds und Indexfonds (ETFs) verwaltet. Diese passiven, häufig an Börsenindizes orientierten Fonds verzeichnen seit Jahren Zuwächse. Aber wie wirkt es sich auf das Finanzsystem aus, wenn Investoren verstärkt rein indexbasiert agieren? Um diese Frage zu beantworten, führten Rodney Sullivan (CFA Institut, Charlottesville) und James X. Xiong (Ibbotson Associates) eine Reihe von Tests durch. Das Ergebnis: Mit passiven Fondsprodukten nehmen die systemischen Risiken zu, und damit werden die Finanzmärkte anfälliger für Störungen. |
08.09.2011 | |
| Arbeitspapier: Staaten wurden strenger beurteilt als Unternehmen Nicht erst die Herabstufung der Bonität der USA durch Standard & Poor's hat in der Wissenschaft eine Diskussion über die Aussagekraft von Ratings ausgelöst. Wie gerechtfertigt ist das Urteil der drei großen US-Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch über die Kreditwürdigkeit von Staaten und Unternehmen? Und wie vergleichbar sind die Bewertungen in Bezug auf die verschiedenen Assetklassen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Jess Cornaggia (Universität Indiana), Kimberly Rodgers Cornaggia (Universität Washington) und John Hund (Universität Rice). Ihre Auswertung der Daten von 1980 bis 2010 belegt, dass die Ratingagenturen an Staaten und Kommunalverwaltungen höhere Anforderungen gestellt haben als an Unternehmen und strukturierte Produkte. Die Ergebnisse sind im Hinblick auf die Regulierung der Finanzmärkte interessant, insbesondere in Bezug auf die Standardisierung der Ratings für die verschiedenen Assetklassen. |
05.09.2011 | |
| Arbeitspapier: „Schwarze Schwäne“ und ihre Auswirkungen Extremereignisse an den Börsen hinterlassen ihre Spuren sowohl an den Märkten als auch im Gedächtnis der Investoren. Chancen und Risiken liegen im Umfeld der sogenannten "Schwarzen Schwäne" dicht beieinander, wie der US-Finanzanalyst Mebane T. Faber (Cambria Investment Management) in seinem Arbeitspapier ausführt. Faber untersucht dabei, welchen Einfluss diese Marktanomalien auf die Erträge von Langzeitinvestoren haben. |
31.08.2011 | |
| Im Porträt: Dag Dyrdal Rund 350 Milliarden Euro ist der norwegische Ölfonds schwer. Der Staatsfonds hält rund ein Prozent am globalen Aktienmarkt und ist damit einer der größten Fonds weltweit. Dag Dyrdal ist Chief Strategic Relations Officer der Norges Bank Investment Management (NBIM) und damit eine Art Außenminister des Fonds. In der InvestmentProfessionell erklärt Dyrdal, warum der Fonds bei seinen Investments besonderen Wert auf das Thema Nachhaltigkeit legt und wie es dem Ölfonds gelingt, mit sozial verantwortlichen Investments europaweit Impulse zu geben. |
25.08.2011 | |
| In den Medien: Mathematische Modelle - Risikofaktor oder wertvolles Risikomanagementinstrument? Das blinde Vertrauen auf mathematische Modelle gilt als einer der Mitauslöser der jüngsten Finanzmarktkrise. Statt auf die Modelle sollten Entscheidungsträger besser auf ihren gesunden ökonomischen Menschenverstand vertrauen. Professor Dr. Andreas Pfingsten, Direktor des Instituts für Kreditwesen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, hinterfragt in einem Aufsatz diese Kritik und überprüft, welche Risiken modellbasiertes Risikomanagement beinhalten. |
24.08.2011 | |
| Risikomanagement TV: Die aktuelle Situation an den Finanzmärkten Die Finanzwelt schenkt dem Kompromiss von Washington kein Vertrauen. Die Rating-Agentur Standard & Poor's hat in der ersten Augustwoche die Bonität der USA herabgestuft. Was sind die Folgen? Max Holzer, Leiter Asset Allocation bei Union Investment, erläutert die Situation an den Börsen und erklärt, was geschehen muss, um die Märkte zu beruhigen. |
22.08.2011 | |
| Arbeitspapier: Indirekte Steuern sind wirkungslos Steuern sind in der aktuellen Diskussion um Staatsschulden ein zentrales Thema. In Entwicklungsländern zählt eine indirekte Steuerreform zu den häufig gewählten Instrumenten. Dabei werden niedrigere Gewerbesteuern durch eine höhere Mehrwertsteuer ausgeglichen und so die Steuereinnahmen auf einem Umweg wieder erhöht. Der Ökonom Joseph A. Stiglitz (Columbia University, National Bureau of Economic Research) und M. Shahe Emran (George Washington University - Department of Economics) stellen den Nutzen solcher Maßnahmen in Frage. Denn diese Modelle ignorieren den Aspekt der Schattenwirtschaft. In ihrem Arbeitspapier zeigen Stiglitz und Emran, dass indirekte Steuerreformen nicht nur kontraproduktiv sind, sondern auch noch die Wohlfahrtsausgaben der Entwicklungsstaaten gefährden können. |
15.08.2011 | |
| Arbeitspapier: Effektive Governance bei institutionellen Investments Unter hohem Wettbewerbsdruck neigen weniger erfolgreiche Fondsmanager manchmal dazu, Risiken zu erhöhen, um die Wertentwicklung zu steigern. Ein solches Verhalten wurde in den vergangenen Jahren häufiger bei Managern von Publikumsfonds beobachtet. Professor Lutz Johanning, Denis Schweizer, Timur Karabiber und Maximilian Trossbach (alle WHU - Otto Beisheim School of Management, Vallendar) analysieren in einem neuen Arbeitspapier, wie eine "effektive Governance" solches Wettbewerbsverhalten bei deutschen Multimanager Accounts (MMAs) verhindert. Höhere Anforderungen an das Risikomanagement sind dabei der Hebel, um Risiken in Mandaten besser zu kontrollieren. |
12.08.2011 | |
| Arbeitspapier: Corporate Governance: Was haben Banken aus der Krise gelernt? Unzureichende Corporate Governance-Strukturen in Banken werden oft für die jüngste Finanzmarktkrise mitverantwortlich gemacht. Auch Hamid Mehran (Federal Reserve Bank New York), Alan D. Morrison und Joel D. Shapiro (beide Universität Oxford) beschäftigen sich mit diesem Thema und fragen, was die Banken aus der Krise gelernt haben und wie sie daraufhin ihre Corporate Governance-Strukturen verändert haben. Dafür untersuchen die Wissenschaftler die vier Felder der Governance: die Vorstandsvergütungen, die Gremien, das Risikomanagement und die Marktdisziplin. |
10.08.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Einblick in die Anlagestrategie von Union Investment Die Aktienmärkte zeigten sich im Verlauf des ersten Halbjahres 2011 äußerst volatil. Um in diesem schwierigen Marktumfeld zu bestehen, bedarf es einer ausgefeilten Strategie. Michael Schmidt, Leiter des Aktienfondsmanagements bei Union Investment, gibt im Gespräch mit Guy Boden, Fondsanalyst bei Standard & Poor's, Einblicke in die aktuelle Anlagestrategie von Union Investment am Aktienmarkt. |
08.08.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Engagement – aktives Aktionärstum Aktives Aktionärstum gewinnt bei institutionellen Investoren stark an Bedeutung. Es bietet die Chance zur langfristigen und nachhaltigen Steigerung der Unternehmenswerte und zur Verbesserung des Risiko-Rendite-Profils von Investments. Union Investment hat dafür einen eigenen Engagement-Ansatz entwickelt, den konstruktiven Unternehmensdialog. Ein Beitrag auf Risikomanagement-TV zeigt, wie Union Investment im konstruktiven Dialog aktiv die Interessen ihrer Anleger vertritt. |
03.08.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Nachhaltig erfolgreich Seit über 50 Jahren bürgt Professor Doktor Claus Hipp mit seinem Namen für organisch-biologischen Landbau. Mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie machte er das Unternehmen langfristig erfolgreich. Heute ist Hipp Marktführer bei Babynahrung. Im Interview verrät Professor Hipp, warum Nachhaltigkeit langfristig den Unternehmenswert steigert und dem Risikomanagement dient. |
01.08.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Risikomanagement durch Nachhaltigkeit Nachhaltige Geldanlagen stehen bei institutionellen Investoren hoch im Kurs. Ihr hauptsächliches Motiv ist der Wunsch, Risiken zu reduzieren. Das bestätigt auch eine Studie von Union Investment zum nachhaltigen Vermögensmanagement bei institutionellen Investoren. Aber welche Anforderungen müssen dafür in der Praxis beachtet werden? Ingo Speich, Senior Portfoliomanager bei Union Investment, erklärt in einem aktuellen Beitrag auf Risikomanagement-TV, welche Faktoren wichtig sind, damit das Risikomanagement vom Nachhaltigkeitsansatz profitieren kann. |
29.07.2011 | |
| Arbeitspapier: Einheimische Shareholder machen Unternehmen erfolgreicher Gute Corporate Governance wirkt sich nachweislich positiv auf das Risiko-Rendite-Profil von Unternehmen aus. Deshalb achten institutionelle Investoren bei ihren Investments verstärkt auf die Durchsetzung dieser Verhaltensstandards in der Unternehmensführung. Wie wichtig ist aber der Faktor Nähe bei der Realisierung dieser Ziele? Vidhi Chhaochharia, Alok Kumar (beide Universität Miami) und Alexandra Niessen-Ruenzi (Universität Mannheim) zeigen in ihrem Arbeitspapier, dass die geografische Nähe von Shareholdern dabei eine wichtige Rolle spielt. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass vor allem einheimische Shareholder ein effektives Korrektiv zur Durchsetzung einer guten Corporate Governance sind. |
27.07.2011 | |
| Arbeitspapier: Ein Risikomodell für den Worst Case Stresstests sind ein zentrales Instrument im Risikomanagement von institutionellen Investoren. Die verschiedenen Ansätze stellen ein breites Diskussionsfeld dar, da sie eine ganz unterschiedliche Aussagekraft besitzen. In ihrem Arbeitspapier stellen Azamat Abdymomunov, Sharon K. Blei und Bakhodir Ergashev (Federal Reserve Bank of Richmond) einen neuen, strengen Ansatz vor, der ausschließlich Worst-Case-Szenarios berücksichtigt. Dieser Ansatz bietet mehrere Vorteile: Er verhindert vor allem, dass die Risikoeinschätzung ein auf historischen Daten basierendes Modell unterschreitet und kann vergleichsweise einfach auf unterschiedliche Aspekte wie Marktrisiken und operative Risiken angewandt werden. |
15.07.2011 | |
| Arbeitspapier: Die Mitschuld von Gesetzen Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten beschäftigen sich mit der Frage, worin die Ursachen der Finanzmarktkrise liegen. Oftmals lautet die Antwort, dass die Komplexität des Finanzmarktes und der Finanzinnovationen die bestehenden Regularien überforderten und aushebelten. Lynn A. Stout (Universität Kalifornien) widerspricht dieser These. Im Gegensatz zu vielen ihrer Forscherkollegen gibt sie falschen gesetzlichen Novellierungen eine Mitschuld für die Krise. So habe das neue Gesetz zur Modernisierung der Rohstofftermingeschäfte (Commodities Future Modernization Act (CFMA)) im Jahr 2000 dafür gesorgt, dass die US-Finanzaufsicht die Übersicht über den Handel mit spekulativen OTC-Derivaten verlor. In ihrem Arbeitspapier erklärt Stout ihre Annahme und liefert im letzten Kapitel einige Lehren, die Gesetzgeber und Marktakteure aus der Krise ziehen sollten. |
13.07.2011 | |
| Arbeitspapier: Hätte die Finanzmarktkrise verhindert werden können? Scheiterten die Banken in der Finanzmarktkrise an einem unzureichenden Netzwerk? Zu diesem Ergebnis kommt neben dem Insolvenzverwalter der Lehman Brothers auch die US-amerikanische Untersuchungskommission zur Finanzmarktkrise. Sie begründen das Versagen der Banken damit, dass Kenner von Risiken nicht eng genug mit Akteuren am Finanzmarkt und Gesetzgebern vernetzt waren, die die Macht gehabt hätte, die Risiken zu entschärfen. Aber wie kann in Zukunft ein funktionierendes Netzwerk der Finanzmarktteilnehmer garantiert werden? Shann Turnbull (International Institute for Self-Governance) und Michael Pirson (Universität Fordham) beschäftigen sich in ihrem Arbeitspapier mit dieser Frage. Die beiden Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass eine dezentralere Aufsichtsstruktur die Finanzmarktkrise unter Umständen hätte verhindern können. |
07.07.2011 | |
| Arbeitspapier: Wiederkehrende Fehler als Auslöser von Krisen Die Asien-Krise, das Platzen der Dotcom-Blase und die jüngste Finanzmarktkrise - nie zuvor folgten so viele Wirtschaftskrisen innerhalb so kurzer Zeit aufeinander. Ob fehlende Transparenz oder mangelnde Rechtschaffenheit der Akteure - die Vielzahl der Krisen verdeutlicht, dass bislang nicht die richtigen Lehren gezogen wurden, sagt Olivier Raison (Swiss Management Center Universität). In seinem Arbeitspapier zeigt der Wissenschaftler, welche Fehler von den Akteuren wiederholt gemacht wurden und erklärt, warum diese Fehler auch Mitauslöser für die nächste große Krise sein könnten. |
04.07.2011 | |
| Arbeitspapier: Topografie des Risikos Die Finanzmarktkrise hat in dramatischer Weise verdeutlicht, dass herkömmliche Instrumente zur Risikomessung mit der Komplexität der Finanzmärkte nicht Schritt halten können. Durch die enge Vernetzung der Märkte können Krisen sich virulent auf andere Märkte übertragen. Risiken rechtzeitig und an der Quelle zu identifizieren ist daher die beste Prävention. Markus K. Brunnermaier (Universität Princeton), Gary B. Gorton (Yale School of Management) und Arvind Krishnamurthy (Universität Northwestern) stellen in ihrem Arbeitspapier ein Modell vor, das Gesetzgebern und Analysten die Früherkennung von Risiken bei Marktteilnehmern erleichtern soll. |
16.06.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Annual Portfolio Manager Meeting Hinter jedem erfolgreichen Fonds von Union Investment steht ein erfolgreiches Team. Diese Teams von Fondsmanagern verbinden Länder- und Branchenexpertise aus den Aktien-, Renten- und Asset-Allocation-Einheiten. Der besondere Teamansatz zeigt sich auch auf Veranstaltungen wie dem Annual Portfolio Manager Meeting, dem Jahrestreffen der Fondsmanager. Ausgewählte Spezialisten verschiedener Banken und Researchhäuser treten dabei als Gastredner auf und stellen ihre Thesen und Markteinschätzungen zur Diskussion. Risikomanagement-TV berichtet von dem 10. Jahresmeeting der Fondsmanager in Frankfurt. |
14.06.2011 | |
| Arbeitspapier: Die Volatilität von Rohstoffen Seit mehreren Jahren rücken Rohstoffe zunehmend in den Fokus von institutionellen Investoren. Doch immer wieder verzeichnet der Rohstoffmarkt auch Schwächeperioden. Um Risiken vorzubeugen, ist es deshalb umso wichtiger, das stochastische Verhalten der Rohstoffmärkte wissenschaftlich zu untersuchen. Chris Brooks und Marcel Prokopczuk (beide Universität Reading) nehmen sich dieser Aufgabe an. In ihrem Arbeitspapier untersuchen sie das Preisverhalten von sechs wichtigen Rohstoffmärkten (Erdgas, Erdöl, Gold, Silber, Sojabohnen und Weizen) und vergleichen deren Volatilität mit denen des Aktienmarktes. Auf dieser Basis gelingt es den beiden Wissenschaftlern aufzuzeigen, inwiefern Rohstoffe sich auch zur Diversifikation eines Aktienportfolios eignen. |
01.06.2011 | |
| Arbeitspapier: Die zwei Gesichter von Derivaten Über zwei Jahrzehnte lang galten Derivate als eines der wichtigsten Risikomanagement-Instrumente. Doch mit der Finanzmarktkrise gerieten Derivate zunehmend in Verruf, Mitauslöser der Krise gewesen zu sein. In ihrem Arbeitspapier testen Fulviao Corsi (Universität Lugano), Hykel Hosni und Stefano Marmi (Scuola Normale Superiore di Pisa) anhand eines Modellportfolios, welchen Einfluss Derivate tatsächlich auf die Risikoallokation haben können. |
30.05.2011 | |
| Arbeitspapier: Möglichkeiten zur Eindämmung von Immobilienblasen Eine der Lehren aus der Finanzmarktkrise ist, dass Wachstumsphasen am Immobilienmarkt einer genauen Beobachtung bedürfen. Die weitreichenden Folgen aus dem Platzen der Blase am US-Immobilienmarkt destabilisierte 2006 das gesamte Finanzsystem. Zahlreiche neue Gesetze wurden daraufhin installiert, um ein Übergreifen der Krise auf andere Bereiche zu verhindern. Christopher Crowe, Giovanni Dell'Ariccia, Deniz Igan und Pau Rabanal (alle Internationaler Währungsfonds) analysieren in ihrem Arbeitspapier die Vor- und Nachteile dieser neuen gesetzlichen Regelungen. Hierzu ziehen die Wissenschaftler auch die Erfahrungen heran, die einzelne Staaten im Zuge der Finanzmarktkrise gemacht hatten. |
16.05.2011 | |
| Arbeitspapier: Wie wirksam ist die US-Reform Im Juli 2010 beschloss der US-Kongress mit dem "Dodd Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act" die größte Finanzreform seit den 1930er Jahren. Diese umfassenden Neuregelungen des Finanzmarktrechtes gelten als amerikanische Antwort auf die jüngste Finanzmarktkrise. In seinem Arbeitspapier untersucht Professor David P. Cluchey (Universität Maine, School of Law) die acht wichtigsten Änderungen, die im Dodd Frank Act geregelt sind, und ihre Wirksamkeit, eine neue Finanzkrise in den USA zu verhindern. |
16.05.2011 | |
| In den Medien: Die Last der Schulden Trotz umfangreicher Rettungsmaßnahmen wachsen die Schulden von Griechenland, Portugal und Irland weiter an. Die enormen Zinsen sorgen dafür, dass die Staatsschulden zu einer wahren Last werden - nicht nur für die hochverschuldeten Sorgenkinder, sondern für den gesamten europäischen Währungsraum. In einem Interview mit dem Südkurier fordert Günter Franke, Professor für internationales Finanzmanagement an der Universität in Konstanz, harte Sparprogramme in den Krisenstaaten und äußert sich zur Zukunft des Euro. |
16.05.2011 | |
| Arbeitspapier: Fünf Lehren aus der Finanzmarktkrise Um eine erneute schwere Finanzmarktkrise wie im Jahr 2009 zu vermeiden, wurde über viele Reformen diskutiert. Sowohl die USA als auch die EU schlagen verschiedene Maßnahmen vor, um die Regularien am Finanzmarkt und die Aufsicht darüber zu verbessern. Eigentlich sollten die Lehren aus der Finanzmarktkrise darin enthalten sein. Doch nicht alle Reformvorschläge berücksichtigen dies. Donato Masciandro (Universität Bocconi, Mailand) hat sich in seinem Arbeitspapier mit dieser Frage beschäftigt und hat fünf fehlende Aspekte entdeckt. |
11.05.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Wandelanleihen als Alternative zu Aktien Gerade für institutionelle Investoren, die die Risiken einer Aktienanlage nicht tragen möchten, stellen Wandelanleihen eine interessante Alternative dar. Etwa 120 Milliarden US-Dollar haben sie innerhalb der vergangenen fünf Jahre neu in Wandelanleihen investiert, schätzt Carl P. Fox, Leiter Convertibles & Derivatives Strategy bei Union Investment. Im Interview erklärt der Wandelanleihen-Spezialist, warum die Anlageklasse bei institutionellen Investoren immer populärer wird. |
06.05.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Morningstar Fund Awards 2011 Die Ratingagentur Morningstar gilt als einer der international führenden Anbieter für unabhängige Investmentanalysen. Gemeinsam mit dem Handelsblatt prämiert Morningstar jedes Jahr im April die besten Fondshäuser sowie einzelne Fonds. Union Investment wurde in diesem Jahr im Wettbewerbsvergleich über alle Anlageklassen als Gesamtsieger ermittelt. Risikomanagement-TV berichtet über die Verleihung des Awards, des höchsten Preises, den die Tester von Morningstar überhaupt an Fondsgesellschaften vergeben. |
06.05.2011 | |
| Video: IWF sieht aktuell keine Gefahr eines Double-Dips Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht derzeit keine Gefahr eines Double-Dips, also eines Absinkens der Weltwirtschaft in eine erneute Finanzkrise. Trotzdem seien der volatile Ölpreis, die steigende Inflation und eine hohe Arbeitslosigkeit in vielen entwickelten Wirtschaften eine Bedrohung für die weitere Erholung der Weltwirtschaft, erklärt Olivier Blanchard, Chefökonom des IWF, im Gespräch mit dem Sender CNBC. Das Video ist kostenfrei abrufbar. |
04.05.2011 | |
| Studie: Operationale Risiken und der Umgang mit ihnen Aufgrund verschärfter Eigenkapitalrichtlinien bei der Kreditvergabe haben die operationalen Risiken, also sämtliche betrieblichen Risiken, die in einem Unternehmen einen Schaden verursachen können, im Bankwesen an Bedeutung gewonnen. Doch wie lassen sich operationale Risiken messen? Und in welchem Umfang lohnt es sich, Risikokapital zur Absicherung operationaler Risiken zurückzustellen? Sandra Paterlini (Universität Modena), Stefan Mittnik (Universität Kiel) und Tina Yener (Universität München) beschäftigen sich in ihrer Studie intensiv mit der Messung und Bewertung operationaler Risiken. |
29.04.2011 | |
| Studie: Die Finanzmarktkrise – eine Epidemie? Als "hochansteckend" wurde die Finanzmarktkrise in der Wirtschafts- und Finanzliteratur bezeichnet. Doch woher stammt eigentlich die Idee, Finanzkrisen mit Epidemien zu vergleichen, wie es Wirtschaftsjournalisten gerne tun? Erst seit den 1990er Jahren findet der Begriff in der Wirtschafts- und Finanzliteratur überhaupt Verwendung. Doch spätestens mit der Asienkrise 1997/1998 wurde der Vergleich immer öfter gezogen, um damit die Folgen einer engen Verknüpfung der Märkte besser zu beschreiben. In einer neuen Studie untersucht Robert W. Kolb (Loyola Universität Chicago), inwieweit Krisen als "Epidemien" und "hochansteckend" bezeichnet werden können, und entdeckt dabei einige Unschärfen an diesem Vergleich. |
27.04.2011 | |
| Arbeitspapier: Welche Strategie verfolgen die Bankeigentümer? Das Schicksal von Banken hängt in großem Maße von deren Eigentumsverhältnissen und der Strategie der großen Shareholder ab. Ausschlaggebend sind dabei Investmententscheidungen, die Wertentwicklung und das Insolvenzrisiko. Sarah Sanya (Internationaler Währungsfonds) und Simon Wolfe (Universität Southampton) untersuchten diese Zusammenhänge am Beispiel europäischer Banken in einem aktuellen Arbeitspapier. Dabei stellten sie fest, dass die Diversifikation der Einnahmen das Risiko einer Insolvenz von Banken mit einer gebündelten Eigentümerstruktur reduziert. Die Ergebnisse helfen auch, die Rolle der Corporate Governance und deren mäßigende Wirkung auf systemische Risiken zu verstehen. |
15.04.2011 | |
| Risikomanagement-TV: „Das perfekte Portfolio gibt es nicht“ Die moderne Portfoliotheorie von Harry M. Markowitz ist seit Jahrzehnten eine Säule der Kapitalanlage. Schon in den 1950er Jahren erkannte der spätere Nobelpreisträger den Vorteil der Diversifikation und erbrachte erstmals den wissenschaftlichen Nachweis über ihren Nutzen für das Risiko-Chance-Profil einer Anlage. Noch heute ist der 83-jährige Ökonom aktiv. Risikomanagement-TV besuchte Markowitz in San Diego und befragte ihn, ob seine Theorie nach 60 Jahren immer noch Gültigkeit hat ... |
13.04.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Vorbereitet auf das Unvorhersehbare Früher war Professor Amy Fraher Pilotin bei der Navy. Heute bereitet sie unter anderem Flugzeugbesatzungen auf hochriskante Situationen vor. Die Krisenmanagement-Expertin ist überzeugt, dass sich einige ihrer Erkenntnisse auch auf die Finanzbranche anwenden lassen. In einem neuen Beitrag auf Risikomanagement-TV erklärt Fraher, welche Parallelen sich zwischen den unterschiedlichen Disziplinen ziehen lassen. |
11.04.2011 | |
| Risikomanagement-TV: Der Erfinder der Eurobonds im Gespräch Mehr als zehn Jahre nach seiner Einführung stürzten hohe Staatsschulden den Euro in seine bisher schwerste Krise. Die Politiker der Mitgliedsstaaten der Europäischen Währungsunion suchen nach einem umfassenden Konzept für den gemeinsamen Währungsfonds. Die im März beschlossene Aufstockung und Fortführung des Rettungsschirms über das Jahr 2013 hinaus ist ein erster Schritt zur Lösung. Doch wie soll der Schuldenabbau finanziert werden? Viel diskutiert wurden in diesem Zusammenhang Gemeinschaftsanleihen der Staaten, die in der Europäischen Währungsunion vertreten sind. Die Bundesregierung lehnt solche Vorschläge derzeit noch ab. Der Wirtschaftswissenschaftler Jakob von Weizsäcker vertritt hingegen die These, dass ein solches Modell Deutschland entlasten könne. In einem neuen Beitrag im Risikomanagement-TV erklärt er das Modell der sogenannten Eurobonds. |
31.03.2011 | |
| Arbeitspapier: Geschäftsmodelle von Banken und dazugehörige Risiken Einen Verlust von mehr als drei Billionen Euro an Börsenwerten verzeichneten die Banken als Ergebnis der Finanzmarktkrise - die größte Vernichtung von Börsenkapital in der Finanzgeschichte. Deshalb sind Daten, die sich auf die Zeit kurz vor und kurz nach der Finanzmarktkrise beziehen sowie Datenbestände aus der Krise ein beliebter und zugleich auch aussagekräftiger Forschungsgegenstand. David Marqués Ibáñez, Simone Manganelli (beide Europäische Zentralbank) und Yener Altunbas (Universität Wales) untersuchen anhand eines Datensatzes der Jahre 2002 bis Ende 2009, welche Faktoren die Banken in Bedrängnis brachten und welche Geschäftsmodelle von Banken in besonders hohen Risiken resultierten. |
29.03.2011 | |
| Arbeitspapier: Abhängigkeiten zwischen Immobilienmärkten Das Platzen der US-amerikanischen Immobilienblase gilt als eine der Hauptursachen für die zurückliegende Finanzmarktkrise. Deshalb beschäftigen sich jüngere Forschungsarbeiten verstärkt mit der Entstehung von Blasen an Immobilienmärkten. Meist betrachten die Forscher dabei die Immobilienmärkte als regional abgeschlossene, autarke Systeme und beleuchten dementsprechend eindimensional die unterschiedlichen Gegebenheiten und Entwicklungen der Märkte. Im Gegensatz dazu gehen Roland Füss, Nico B. Rottke, Bing Zhu und Joachim Zietz (alle European Business School) von starken Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Immobilienmärkten aus. Das Arbeitspapier der vier Forscher liefert erstmals einen empirischen Beleg für die intensiven Wechselbeziehungen zwischen den verschiedenen Immobilienmärkten und deren Effekt auf die Blasenbildung. |
22.03.2011 | |
| In den Medien: Shiller zu den Folgen des Erdbebens in Japan Die Diskussionen über die wirtschaftlichen Folgen des Megabebens in Japan reißen nicht ab. Viel ist noch Spekulation. Institutionelle Investoren müssen abwägen, welchen Prognosen sie Glauben schenken. Robert J. Shiller, Wirtschaftsprofessor an der Yale-Universität und einer der einflussreichsten Ökonomen der USA, prognostiziert, dass die Aktienmärkte infolge des Bebens hohen Volatilitäten unterliegen könnten und die wirtschaftliche Erholung nach der Finanzmarktkrise ins Stocken geraten könnte. Das Interview mit Robert J. Shiller ist als Video kostenfrei abrufbar. |
18.03.2011 | |
| Arbeitspapier: Das Risiko von Value-at-Risk-Modellen Große Banken berechnen das ihnen zur Verfügung stehende Risikokapital häufig über unternehmensinterne Value-at-Risk-Modelle. Die VaR-Kennzahlen berücksichtigen zahlreiche Risikoquellen, aber sie haben auch blinde Stellen. Daher fordern manche Regulierer inzwischen sogar eine eigene Zurückstellung von Risikokapital für sämtliche Modellrisiken. Bis jetzt gibt es allerdings noch kein allgemeingültiges Rahmenwerk, um diesen Zusatz zu berechnen. Carol Alexander (ICMA Centre der University of Reading/UK) und José Maria Sarabia (Department of Economics, University of Cantabria/Spanien) stellen einen Vorschlag zur Quantifizierung von VaR-Modellrisiken vor, aus dem sich relativ einfach das notwendige zurückzustellende Risikokapital berechnen lässt. |
14.03.2011 | |
| In den Medien: „Amerika muss aufwachen“ Raghuram Rajan (Universität Chicago) zählt zu den Starökonomen in der us-amerikanischen Medienlandschaft. Während gemeinhin das Fehlverhalten der Bankenindustrie und die Deregulierung der Finanzmärkte als Hauptfaktoren für das Entstehen der Finanzmarktkrise angesehen werden geht Rajan tiefer. Der Professor an der Uni Chicago und ehemalige Chefökonom des Internationalen Währungsfonds sieht auch im Sozial- und Gesellschaftssystem Ursachen für die Krise. Im Interview mit der WirtschaftsWoche erklärt Rajan seine Thesen und wirft einen kritischen Blick auf die derzeitige Situation in den USA und Europa. |
28.02.2011 | |
| In den Medien: Spezialisierte Aufsicht reduziert Krisenrisiken Die SEC ist als Aufsichtsbehörde für die Kontrolle des Wertpapierhandels in den Vereinigten Staaten zuständig. Bis November 2010 war Henry Hu Mitglied der SEC und Direktor der Abteilung "Risk, Strategy and Financial Innovation", die sich vornehmlich mit der Erfassung von Risiken im Wertpapierhandel beschäftigt. Mittlerweile arbeitet Hu als Professor an der Universität von Texas. Im Interview mit dem Sender CNBC erklärt Hu mit welchen Mitteln der Finanzaufsicht versucht die Gefahren eine weitere Krise zu reduzieren. Das Interview ist als Video kostenfrei abrufbar. |
28.02.2011 | |
| Arbeitspapier: Risikoaversion und der Credit Spread bei Corporate Bonds Mit der Finanzmarktkrise hat auch die Risikoaversion der Anleger eindeutig zugenommen. Dies zeigt sich nicht zuletzt am Anstieg der Credit Spreads von Corporate Bonds. In ihrem Arbeitspapier dokumentieren Roland Füss und Philipp B. Rindler (beide European Business School) diese Entwicklung in den Jahren 2005 bis 2009. Außerdem beobachten beide Wissenschaftler, wie sich die Risikoneigung institutioneller Investoren nach der Krise entwickelt hat. Sie fanden dabei heraus, dass die Aufschläge für die allgemeinen Risikofaktoren in dem beobachteten Zeitraum noch nicht zum Vorkrisenniveau zurückgefunden haben. |
28.02.2011 | |
| Studie: Faktoren für die nächste Finanzkrise Wenn keine geeigneten Maßnahmen ergriffen werden, könnte im Jahr 2015 eine neue Finanzkrise bevorstehen. Dies ist die Annahme der Studie "The State of the Financial Services Industry" der Unternehmensberatung Oliver Wyman. Mehrere Faktoren identifiziert die Managementberatung als potenzielle Risiken für die mögliche Krise: Ein zentrales Risiko ist das Schattenbankensystem, das davon genährt wird, dass risikoreiche Aktivitäten zunehmend aus dem regulierten Bankensystem verschwinden und sich damit wiederum der Kontrolle entziehen. Auch die wachsenden Investitionen in Rohstoffe könnten ein Risiko darstellen, weil sie insbesondere in den Schwellenländern zu Spekulationsblasen führen könnten. Die Studie ist als kostenfreier Download erhältlich. |
24.02.2011 | |
| Arbeitspapier: Länderübergreifende Auswirkungen der Finanzmarktkrise In Folge der Finanzmarktkrise hat sich die Verbriefung von Vermögensrisiken, die sogenannte Asset Securitization, innerhalb der vergangenen zwei Jahre zu einem regelrechten Trend entwickelt. Der Risikotransfer bietet institutionellen Investoren die Möglichkeit eines erweiterten, optimierten Managements des eigenen Portfolios. Aber führt diese Verbriefung nicht auch zu einer gefährlichen Inkaufnahme von Risiken? In ihrem Arbeitspapier untersuchen Lai Van Vo und Huong Thi Tu Le (beide Universität Louisiana), inwieweit die Möglichkeit der Risikoübertragung die Risikoneigung von Banken und anderen institutionellen Investoren beeinflusst. |
21.02.2011 | |
| Arbeitspapier: Die Risiken einer auf Volatilität basierenden Diversifikation Diversifikation gilt als eines der effektivsten Instrumente des Risikomanagements. Aber wie diversifiziert man richtig? Immer mehr Investoren setzen bei langfristigen Investments auf ein Diversifikationsmodell, das insbesondere die Volatilität der einzelnen Assetklassen berücksichtigt. Jedoch gefährden in normalen Perioden hohe Transaktions- und Haltungskosten sowie negative Rolleffekte auf Volatilitäts-Futures die Vorteile der Diversifikation, sofern Volatilitätsgeschäfte nicht zeitlich genau abgestimmt sind. In ihrem Arbeitspapier untersuchen Carol Alexander und Dimitris Korovilas (beide Universität Reading), welche Risiken dieses Diversifikationsmodell für Langzeitinvestoren birgt. |
17.02.2011 | |
| In den Medien: Roubini zur Situation in Ägypten Ende Januar war der renommierte Nationalökonom Nouriel Roubini zu Gast beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Am Rande der Konferenz gab er unter anderem dem US-Fernsehsender CNBC ein Interview. Darin äußert sich Roubini besorgt über die Proteste, die derzeit in zahlreichen arabischen Ländern auftreten. Besonders die Entwicklungen in Ägypten könnten sich auf andere Staaten auswirken. Aktuell sieht der Finanzforscher jedoch noch keine Gefahr, dass die politischen Proteste zu einer Rezession der Weltwirtschaft führen könnten. Das Interview ist als Video abrufbar. |
14.02.2011 | |
| Studie: Der Einfluss von Fondsmanagern auf die Performance Wie wirkt sich die Aktivität eines Fondsmanagers auf die Wertentwicklung des von ihm gemanagten Fonds aus? Dieser Frage geht der finnische Professor Antti Petajisto (New York University, Stern School of Business) in seiner kürzlich erschienenen Studie nach. Dabei untersuchte er die Performance von US-Aktienfonds und erweitert damit eine eigene vorangegangene Studie aus dem Jahr 2009. Petajistos Fazit: Besonders bei langfristigen Anlagen sollten Investoren in günstige Indexprodukte oder in Fonds mit qualifizierten und überdurchschnittlich aktiven Managern investieren. |
03.02.2011 | |
| In den Medien: Zuversicht bei Wirtschaftsexperten Der Zustand der Weltmärkte war eines der am heißesten diskutierten Themen zu Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos (26. bis 31. Januar 2011). Während sich viele Experten relativ zuversichtlich zu den globalen Wirtschaftsperspektiven äußerten, trat Starökonom Nouriel Roubini gewohnt zurückhaltend auf. Immerhin hielten sich in seiner Beurteilung Chancen und Risiken für die Weltwirtschaft die Waage. Die Financial Times bietet eine Zusammenfassung der Diskussion. Der Beitrag ist nach kostenfreier Anmeldung gratis abrufbar. |
31.01.2011 | |
| Umfrage: Global Risk Report 2011 Alljährlich ruft das Weltwirtschaftsforum zu einer Umfrage auf, deren Ergebnisse im Global Risk Report veröffentlicht werden. Rund 600 Risikomanagement-Experten nahmen dieses Jahr daran teil. Jeder der Teilnehmer schätzte die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Konsequenzen von 37 Risiken für einen Zeitraum der nächsten zehn Jahre ab. Zwar standen nicht nur finanzmarktspezifische Risiken im Fokus der Befragung, doch viele der Risiken stehen in engem Zusammenhang zueinander. Das größte Schadenspotenzial trauten die Umfrageteilnehmer übrigens einer weiteren Krise am Finanzmarkt zu. |
20.01.2011 | |
| Arbeitspapier: Niedrigzinspolitik als Auslöser der nächsten Krise? Eine verfehlte Geldmarktpolitik gilt als eine der Ursachen der Finanzkrise. Aktuell rückt die Geldmarktpolitik wieder in den Fokus der Diskussion. Dabei wird darüber spekuliert, ob die anhaltende Niedrigzinspolitik der Auslöser für eine weitere globale Finanzmarktkrise sein könnte. Grundlage der Diskussion ist die Annahme, dass die niedrigen Zinsen die Akteure am Geldmarkt zur Inkaufnahme zu großer Risiken verführen könnten. Diese These untersuchen Giovanni Dell'Ariccia, Luc Laeven (beide Internationaler Währungsfonds) und Robert Marquez (Universität Boston). |
18.01.2011 | |
| In den Medien: Risikofaktor „Bank-Bashing“? Vor allem die Banken standen während und nach der Finanzmarktkrise im Zentrum der Kritik. Doch in welchem Maß gefährdet diese Kritik die wirtschaftliche Erholung? Clara Furse, bis 2009 Geschäftsführerin der London Stock Exchange, diskutiert diese Frage mit Experten aus Wirtschaft und Finanzwissenschaft. Sir Howard Davies, Direktor der London School of Economics, Gillian Tett, leitender Redakteur der Financial Times USA, und Professor Avinash Persaud, Chairman von Intelligence Capital Limited und Professor emeritus am Gresham College, London, kommen in ihrem Beitrag für den britischen Rundfunksender BBC zu Wort und erklären, welche Folgen das sogenannte "Bank-Bashing" haben kann. Der Beitrag ist als Podcast abrufbar. |
13.01.2011 | |
| Diskussionspapier: Marktliquidität und Handelsaktivität am europäischen Staatsanleihenmarkt Der Zusammenhang zwischen Handelsaktivitäten und Preisbewegungen beschäftigt seit Jahren die Finanzwissenschaften. Doch der Fokus der Studien lag meist auf dem US-Anleihenmarkt. Guglielmo Maria Caporale (Brunel Universität, London), Alessandro Girardi (ISAE, Rom) und Paolo Paesani (Universität Rom) beleuchten mit ihrem Diskussionspapier die Situation in Europa. Mittels der Analyse von Transaktionsdaten der drei größten europäischen Märkte für Staatsanleihen, Frankreich, Deutschland und Italien, diskutieren die Wissenschaftler anhand eines umfangreichen Datensatzes, welche Faktoren die Marktliquidität und die Handelsaktivität am europäischen Staatsanleihenmarkt beeinflussen. |
12.01.2011 | |
| In den Medien: Gefährliche Euphorie Viele Indikatoren sprechen dafür, dass sich auch die US-Wirtschaft zunehmend von der Krise erholt. Sowohl in den USA als auch weltweit wächst deshalb die Euphorie. Paul Krugman, Professor für Volkswirtschaft an der Princeton University und Wirtschaftsnobelpreisträger, bleibt skeptisch. Er ist besorgt, dass die wirtschaftliche Erholung durch die übertriebene Euphorie und damit einhergehende falsche politische Entscheidungen geschädigt wird. Laut Krugman hätte das fatale Folgen, denn noch immer seien die USA nicht weit entfernt von einem tiefen ökonomischen Krater. Seine Thesen wird Krugman auch als Hauptredner auf der nächsten Risikomanagement-Konferenz von Union Investment im November 2011 vorstellen. |
05.01.2011 | |
| Studie: Die Gefahr mangelnder Liquidität Zahlreiche Anleihemärkte bluteten während der Finanzkrise 2008 einfach aus. Aufgrund der damaligen unzureichenden Liquidität der Marktteilnehmer konnten selbst Investoren mit sicheren Papieren keine Geschäfte abwickeln. Aber wie muss ein Portfolio zusammengestellt sein, um auch in Zeiten zunehmender Illiquidität handlungsfähig zu bleiben? Andrew Ang (Columbia Business School), Dimitris Papanikolaou (Northwestern University) und Mark M. Westerfield (University of Southern California) widmen sich in ihrem Arbeitspapier dieser Frage und untersuchen, wie risikoscheue Langzeitinvestoren ihr Portfolio zusammenstellen sollten, um die Risiken von Illiquidität zu minimieren. |
28.12.2010 | |
| Arbeitspapier: Die Basel-Regularien und das Risiko, sich zu sicher zu fühlen Seit dem Jahr 1988 gelten die Basler Gesetze als internationales Regelwerk für die Bankenaufsicht. Sie sollen Risiken am Finanzmarkt reduzieren. Die Basel-Regularien wurden immer wieder modernisiert und dem sich wandelnden Finanzmarkt angepasst, zuletzt auch aufgrund der Erfahrungen aus der Finanzmarktkrise. Denn die Krise konnte die sogenannten "Basler Akkorde" nicht verhindern. Möglicherweise fühlten sich viele institutionelle Investoren auch aufgrund der Basel-Regularien zu sicher, so die These von Jeffery Atik (Loyola Law School Los Angeles). In seinem Arbeitspapier beschreibt der Wissenschaftler die Schwächen des Basler Regelwerks. |
23.12.2010 | |
| In den Medien: Die zweite Halbzeit der Euro-Krise 67,5 Milliarden Euro haben Europäische Union und der Internationale Währungsfonds (IWF) für die Rettung der notleidenden irischen Banken bereitgestellt. Doch Kenneth Rogoff, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Harvard-Universität, warnt: Die Schuldenkrise ist nicht vorbei. In einem Beitrag für die Financial Times zeichnet der Starökonom eine düstere Zukunft für die sogenannten PIGS-Staaten Portugal, Irland, Griechenland und Spanien. Dabei ließe sich die Krise mit ein wenig mehr Ehrlichkeit bewältigen. |
21.12.2010 | |
| Studie: Modell für die Einpreisung politischer Risikoindikatoren Trotz der aktuellen Diskussionen um die Euro-Krise - politische Risiken finden in Untersuchungen rund um den Finanzsektor nur unzureichend Berücksichtigung, so die These von John L. Simpson (Universität Curtin). Der Grund dafür: Viele politische Kennzahlen wie beispielsweise Arbeitslosenzahlen werden nur monatlich erhoben. Doch um politische Risiken richtig zu berechnen, sei diese Frequenz viel zu niedrig, findet Simpson. Deshalb entwickelt der Wissenschaftler ein Marktmodell, das der Bedeutung politischer Risiken stärker Rechnung trägt als andere Modelle dies tun. |
16.12.2010 | |
| Arbeitspapier: Politisches Versagen als Ursache der Finanzkrise Weltweite makroökonomische Ungleichgewichte, toxische Finanzinstrumente und fehlende Überwachsungsmechanismen sowie unklare Gesetze gelten gemeinhin als die Hauptursachen der Finanzkrise. Doch Ross Levine (Brown University, Providence, Rhode Island) sieht darin nur einen Teil der Wahrheit. Die Krise sei nicht in erster Linie durch das Fehlen von regulatorischen Kräften oder mangelnden Informationen ausgelöst worden. Vielmehr spiegele sie den Unwillen der Politik, sich der Innovationsdynamik des Finanzsystems anzupassen. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass Finanzinstitute erst aufgrund zu laxer politischer Entscheidungen ermutigt wurden, übermäßige Risiken einzugehen und anzuhäufen. In seinem Arbeitspapier erklärt Levine, welche Fehler der Regierungen die Finanzkrise mit verschuldeten. |
14.12.2010 | |
| Essay: Risiken durch Kapitalzuflüsse in Schwellenländer begegnen Ein regelrechter Kapital-Tsunami überschwemmt seit geraumer Zeit von den Industrienationen kommend die Schwellenländer in Südostasien und Südamerika. Doch die enormen Zuflüsse bergen für die aufstrebenden Märkte auch Risiken. Denn der ungebremste Kapitalzustrom treibt die Wechselkurse der Schwellenländer unweigerlich in die Höhe und bedroht das vor allem von der Exportwirtschaft getriebene Wachstum. Der renommierte Ökonom Nouriel Roubini, Professor an der Universität New York, stellt in seinem Essay sieben Optionen vor, um diesen Risiken zu begegnen. |
09.12.2010 | |
| Studie: Wechsel im Fondsmanagement und anschließende Wertentwicklung Über 31,1 Milliarden Euro legten Investoren im Jahr 2009 in deutsche Aktienfonds an und vertrauten ihre Gelder dem jeweiligen Fondsmanagement an. Aber was passiert eigentlich, wenn die personelle Besetzung des Fondsmanagements sich verändert? Ändert sich dann auch die Wertentwicklung des Fonds? Maria Barelkowska (Humboldt-Universität Berlin) untersucht in ihrer Studie den Zusammenhang zwischen personellen Wechseln im Fondsmanagement und der anschließenden Wertentwicklung deutscher Aktienfonds zwischen 1994 und 2009. |
03.12.2010 | |
| Im Porträt: Kenneth S. Rogoff Mit 14 Jahren Schachmeister des Bundesstaates New York, mit 22 Großmeister - Kenneth S. Rogoff hat schon früh sein Geschick für Strategie und komplexe Aufgaben unter Beweis gestellt. Doch er entschied sich für die akademische Laufbahn. Diese führte den Professor als Chefökonom zum Internationalen Währungsfonds, inzwischen lehrt er an der Eliteuniversität Harvard. Rogoff gilt heute als einer der einflussreichsten Wirtschaftswissenschaftler weltweit. InvestmentProfessionell zeichnet ein Porträt des Mannes, der auch einer der Hauptredner auf der diesjährigen Risikomanagement-Konferenz von Union Investment war. |
02.12.2010 | |
| Arbeitspapier: Falsche Nutzung von Pricing-Modellen für Derivate Risikomodelle sollten eigentlich helfen, Risiken zu minimieren. Aber ein Verständnis, was man macht und die fachgerechte Anwendung sind dafür eine wichtige Voraussetzung. So können falsch verstandene oder falsch eingesetzte Modelle fatale Folgen haben. Falsch eingesetzte Modelle zur Berechnung von Finanzrisiken sind beispielsweise mitverantwortlich für die zurückliegende Finanzkrise. Aber auch aktuell werden Modelle zur Berechnung von Finanzrisiken häufig falsch genutzt, so die These von Robert A. Jarrow (Cornell University). Aufgrund der schwer abzuschätzenden Folgen der Griechenland-Krise würden etwa Pricing-Modelle für Derivate derzeit falsch kalibriert, so der Wissenschaftler. In seinem neu erschienenen Arbeitspapier begründet Jarrow seine Thesen und gibt Hinweise, wie Risikomanager solche Fehler vermeiden können. |
02.12.2010 | |
| Studie: Systemische Risiken frühzeitig erkennen Eine effektive Informationsverarbeitung kann helfen, die Gefahren einer möglichen Finanzkrise zu reduzieren. Dazu zählen beispielsweise systemische Risiken im Bankensektor. Die Kenntnis der Beziehungen zwischen den einzelnen Akteuren hilft, Schwachstellen zu identifizieren, um so Dominoeffekte zu verhindern, wie sie die Finanzkrise auslöste. Eine neue Studie von Daning Hu, J. Leon Zhao, Zhimin Hua und Michael C. S. Wong (alle City University of Hong Kong) stellt ein auf Netzwerke basiertes Raster vor, um systemische Risiken im Bankensektor frühzeitig besser zu erkennen. |
30.11.2010 | |
| Studie: Selbstüberschätzung verhindert rationale Informationsverarbeitung Auch in der Finanzbranche entsprechen manche Prognosen eher dem Wunschdenken als den Realitäten. Dieses von Finanzmarktforschern "Overconfidence Bias" genannte Phänomen führt dazu, dass die Akteure zu hohe Risiken eingehen und ihr Ziel, besser abzuschneiden als der Markt, oft weit verfehlen. In einer Studie konnten Professor Martin Weber und Christoph Merkle (beide Fachbereich Bankbetriebslehre der Universität Mannheim) nachweisen, dass ein Großteil der Menschen im Praxisexperiment dazu neigt, die eigenen Fähigkeiten zu überschätzen. Dabei fördert die technische Unterstützung die Selbstüberschätzung, da die Menge der computergenerierten Informationen ein trügerisches Gefühl der Sicherheit vermittelt. |
25.11.2010 | |
| Arbeitspapier: Die Effekte der Diversifikation Die Diversifikation als Instrument der Risikosteuerung wird nach den Erfahrungen der Finanzmarktkrise verstärkt diskutiert. Neben der neuen Risikomanagementstudie von Union Investment legte auch die Europäische Zentralbank ein Arbeitspapier zum Thema vor. Darin untersuchen die beiden EZB-Volkswirte Simone Manganelli und Alexander A. Popov, wie sich die Diversifikation von Branchenpapieren verschiedener Länder auf die Erträge unterschiedlich aufgeteilter Portfolios ausgewirkt hätte. Dafür verglichen sie die Finanzmarktdaten von 28 Ländern und deren Branchen zwischen den Jahren 1970 und 2007. |
22.11.2010 | |
| Risikomanagement-TV: Die Online-Plattform mit neuem, modernen Auftritt Das Informationsmedium von Union Investment zum Thema Risikomanagement erhält einen neuen Auftritt. Modern, unterhaltsam und kompakt können Sie sich über aktuelle Filmbeiträge zum Management von Risiken informieren. Das Online-Angebot mit Interviews und Vorträgen steht Ihnen rund um die Uhr unter www.risikomanagement.tv zur Verfügung. |
11.11.2010 | |
| 5. Risikomanagement-Konferenz in Frankfurt Insgesamt 250 institutionelle Investoren treffen sich am 11. November in Frankfurt zur 5. Risikomanagement-Konferenz von Union Investment. Unter anderem wird auf der Konferenz die neue Risikomanagement-Studie von Union Investment in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Lutz Johanning (WHU, Vallendar) zum Thema Diversifikation als Instrument der Risikosteuerung vorgestellt. Zur Diversifikation als Teil der institutionellen Anlagestrategie wird auch Professor David Swensen referieren. Swensen ist seit 1985 Investmentdirektor der Yale University und verantwortet dort das Stiftungsvermögen. In den vergangenen zehn Jahren erreichte er eine durchschnittliche jährliche Kapitalrendite von 17,2 Prozent. Ebenfalls aus den USA zu Gast bei der Konferenz ist der renommierte Harvard-Professor und ehemalige Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF) Professor Kenneth Rogoff. Jens Wilhelm, für das Portfoliomanagement zuständiger Vorstand von Union Investment, stellt neue Ansätze der asymmetrischen Wertsicherung vor und präsentiert Anlageideen für das kommende Jahr 2011. Eine Podiumsdiskussion zum Thema "Chancen und Risiken 2011" mit sechs Vertretern von Versicherungen, Banken, Corporates und Stiftungen ergänzt das Programm der Konferenz, die damit wieder den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis rund um das Thema Risiko- und Chancenmanagement in den Mittelpunkt stellt. Eine Premiere ist die Ted-Befragung der Risikomanagement-Konferenz, bei der die Teilnehmer zu aktuellen Finanzmarktthemen ihre Meinung abgeben können. |
10.11.2010 | |
| Studie: Financial Stability Report Dass das globale Finanzsystem sich noch immer in einer Phase der Konsolidierung befindet, wurde spätestens mit dem Beinahebankrott von Griechenland offensichtlich. Doch nicht nur die Staatsverschuldung ist ein Risiko. Auch die Bilanzen mancher Banken sind so risikobehaftet, dass auf die Staaten weitere Kosten zukommen könnten. Das bestätigt auch der im Oktober erschienene Global Financial Stability Report des Internationalen Währungsfonds. Die Studie beleuchtet, wie sich die Risiken am Finanzmarkt seit April 2010 verändert haben, und zeigt auf, welche politischen Maßnahmen das Finanzsystem in seinem Selbstreinigungsprozess unterstützen könnten. |
09.11.2010 | |
| Arbeitspapier: Andrew W. Lo blickt über den Tellerrand Risikomanagement einmal anders: Der renommierte Risikoforscher Professor Andrew W. Lo (MIT Massachusetts Institute of Technology) beschäftigt sich in seiner neuen Studie zunächst nicht mit den Finanzmärkten, sondern mit dem National Transportation Safety Board (NTSB). Die US-Verkehrsbehörde überwacht die Sicherheit im Straßen- und Luftverkehr des Landes. Dabei fällt auf, dass auf den Straßen und Luftwegen der USA trotz des hohen Verkehrsaufkommens die Zahl der Unfälle relativ niedrig ist. Das NTSB scheint gute Arbeit zu leisten und die systemischen Risiken durch eine Analyse der Unfälle und die dadurch verschärften Sicherheitsauflagen niedrig zu halten. Gemeinsam mit Eric Fielding (NTSB) und Jian Helen Yang (MIT) ermittelt Lo fünf Faktoren für die besonders gute Funktionsweise des NTSB. Die Autoren prüfen außerdem, welche der Kriterien sich auf das systematische Risikomanagement anderer Branchen - auch auf die Finanzdienstleistungen - übertragen lassen. |
02.11.2010 | |
| Arbeitspapier: Optimierungspotenzial von VaR Die Finanzmarktkrise hat Fakten geschaffen und stellt die Finanzwelt vor neue Herausforderungen. Verschärfte Reglements (Basel III) sollen helfen, die Risiken einer Wiederholung einzudämmen. Deutlich strengere Eigenkapital- und Liquiditätsregeln zwingen Finanzinstitute, künftig ihre Risiken mehr denn je zu überprüfen. Zur Berechnung wird oft das Value at Risk (VaR) gewählt. Doch wie viel sagt diese Kennzahl aus und wie wird sie am besten berechnet? Für eine krisenfeste Risikomanagement-Strategie schlagen Michael McAleer (Erasmus Universität Rotterdam), Juan-Angel Jiménez-Martin und Teodosio Perez Amaral (beide Universität Madrid) eine Kombination verschiedener Modelle zur Berechnung des VaR vor. |
28.10.2010 | |
| In den Medien: Benoît Mandelbrot – ein Nachruf Für seine jüngste Veröffentlichung "Fraktale und Finanzen" erhielt Benoît Mandelbrot den Wirtschaftsbuchpreis der Financial Times Deutschland. Bereits lange vor der Finanzkrise äußerte der Mathematikprofessor Kritik am Verhalten mancher Finanzmarktakteure. Auch mit dem häufig genutzten Risikomaß Value at Risk setzte Mandelbrot sich kritisch auseinander. Als eine seiner bedeutendsten Arbeiten gilt die von Mandelbrot entwickelte Fraktale Geometrie, mit der sich Hinweise auf die Höhe von Risiken in einem System berechnen lassen. Am 14. Oktober 2010 verstarb Benoit Mandelbrot in Cambridge im Alter von 85 Jahren. RiskNET-Chefredakteur Frank Romeike verfasste einen Nachruf auf den renommierten Mathematiker. |
26.10.2010 | |
| In den Medien: Neue Denker Ob Roubini, Shiller oder Rogoff - Top-Ökonomen haben sich zu echten Stars in der Medienlandschaft entwickelt. In ihrem Schatten arbeiten zahlreiche unbekanntere Jungwissenschaftler, die durch ihre Thesen und neuen Ansätze Ambitionen haben, sich als die Spitzenökonomen der Zukunft zu etablieren. Die Financial Times Deutschland stellt in Kooperation mit dem Institute for New Economic Thinking in einer Serie die neuen Denker vor. |
21.10.2010 | |
| Arbeitspapier: Risiken durch Basel III? Als Reaktion auf die Finanzkrise haben die G20-Staaten und der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht die Eigenkapitalregeln für Finanzinstitute verschärft. Das als Basel III bekannte Regelwerk soll zu einem stabileren Finanzsystem führen und Kreditverknappungen verhindern. Doch die Banken sträuben sich gegen die höheren Eigenkapitalquoten. Bill Allen, Ka Kei Chan, Alistair Milne und Steve Thomas (alle Universität London, Sir John Cass Business School) untersuchen in ihrem Arbeitspapier, welche Auswirkungen Basel III hat. |
19.10.2010 | |
| Arbeitspapier: Risiken verursachen und minimieren mit Derivaten Derivate sind spätestens seit der jüngsten Finanzkrise ein häufig diskutiertes Thema. Doch viele Diskussionen führen ins Leere, weil die Eigenschaften von Derivaten häufig nicht umfassend erfasst werden. Derivate sind äußerst komplex, beispielsweise sind sie als Finanzinstrument sowohl Verursacher von Risiken, dienen zugleich aber auch dazu, Risiken zu minimieren. Leo H. Chan (Woodbury School of Business) untersucht in seinem Arbeitspapier die Eigenschaften von Derivaten, um ein umfassendes Bild von den risikofördernden und risikominimierenden Eigenschaften des Finanzinstruments zu erhalten. |
13.10.2010 | |
| In den Medien: Kenneth Rogoff – ein Porträt Als Wirtschaftsweiser gilt Kenneth Rogoff spätestens seit 2008. Damals warnte der Harvard-Professor vor umfangreichen Pleiten von Großbanken - wenige Wochen vor dem Bear-Stearns-Debakel und der Lehman-Pleite. Auch Ende 2009 warnte Rogoff vor der Gefahr von Staatsbankrotten, die häufig auf Bankenpleiten folgen - und dem Griechenland gefährlich nah kam. Wie gelingt es Wissenschaftlern wie Rogoff, frühzeitig so treffende Prognosen zu entwickeln? Die Tageszeitung Die Welt porträtiert den US-Ökonomen und Buchautor, der zu den Gastrednern der 5. Risikomanagement-Konferenz von Union Investment am 11. November 2010 gehören wird. |
07.10.2010 | |
| Risikomanagement-Forschungsbericht: Ergebnisse Sommer 2010 Der Risk Management Research Report bietet vierteljährlich in kurzen Exposés Zusammenfassungen von aktuellen wissenschaftlichen Arbeiten rund um das Thema Risikomanagement. Aktuell ist der Risikomanagement-Forschungsbericht der School of Business der Loyola Universität Chicago für den Sommer 2010 erschienen. Auch die vorherigen Risk Management Research Reports sind übrigens auf dieser Seite unter der Rubrik Forschung & Wissenschaft > Forschungsberichte archiviert. |
06.10.2010 | |
| In den Medien: Blick über den Risiko-Tellerrand Die Risikoforschung untersucht, welche Konsequenzen Ereignisse, Aktivitäten oder Entwicklungen haben könnten. Aber wie funktioniert Risikoforschung und -management ? und das nicht nur im Finanzsektor? Zum Beispiel im Hinblick auf Seuchen, einen atomaren Gau oder einen Terroranschlag. Für einen interdisziplinären Blick über den Risiko-Tellerrand bietet der Fernsehsender 3sat auf seiner Homepage eine eigene Themenseite an. |
04.10.2010 | |
| Vortrag: Credit Ratings in der Finanzkrise – die Sicht einer Ratingagentur Im Rahmen der Finance Experts Speaker Series der Universität Augsburg diskutieren Finanzexperten aktuelle Methoden und Probleme aus dem Finanz- und Bankwesen. Am 14. Oktober informiert der Geschäftsführer der Fitch Deutschland GmbH, Jens Schmidt-Bürgel, über die Rolle der Ratingagenturen in der aktuellen Finanzkrise. Die Veranstaltung an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg ist kostenlos. Die Veranstalter bitten um Anmeldung: finance@zww.uni-augsburg.de. |
30.09.2010 | |
| Studie: Liquidität und Risiko Banken spielen eine zentrale Rolle bei der Schaffung von Liquidität. Andererseits gilt ein Mangel an Liquidität als eine der Hauptursachen der Finanzmarktkrise. Es stellt sich also die Frage, wie die Fähigkeit von Banken, Liquidität zu bilden, von schlechten Marktlagen beeinflusst wird. Und wie weit Eingriffe von Finanzregulatoren die Fähigkeit beeinträchtigen, Liquidität zu schöpfen. Allen N. Berger (University of South Carolina), Christa H. S. Bouwman (Massachusetts Institute of Technology), Thomas K. Kick (Deutsche Bundesbank) und Klaus Schaeck (Bangor Business School) untersuchen diese Fragen in einer empirischen Studie anhand eines Datensets deutscher Banken für die Jahre 1999 bis 2008. |
28.09.2010 | |
| Arbeitspapier: Fixe Prämien für Banker? Die ausschweifende Inkaufnahme von Risiken vieler Investoren gilt allgemein als eine der Hauptursachen der jüngsten Finanzmarktkrise. Wie viel Risiko Investoren eingehen wollen, steht oft auch im Zusammenhang mit den Prämien, die leitende Angestellte für erfolgreiche Anlagen erhalten. Als Lehre aus der Finanzkrise forderten daher viele der G20-Staaten, strengere Richtlinien anzulegen, um die exzessive Anhäufung von Risiken künftig zu verhindern. Doch eine staatenübergreifende Regelung ist ein schwieriges Unterfangen. Lucian Bebchuk (Harvard University) veröffentlichte aktuell zu dieser Frage ein Diskussionspapier. |
23.09.2010 | |
| Fachbeitrag: Schwierige Bewertung von Risikokonzentrationen Die Bewertung von Risikokonzentrationen, wie zum Beispiel Kreditausfallrisiken oder Liquiditätsrisiken, ist eine der großen Herausforderungen für Finanzinstitute. Auch die Bankenaufsicht sieht auf diesem Gebiet Handlungsbedarf. Sie fordert, dass die Bewertung von Risikokonzentrationen verstärkt in die Prozesse des Risikomanagements integriert werden müsse. Aneta Brzozowska und Peter Stübner (beide Dr. Peter & Company AG) zeigen in einem Fachbeitrag für die Zeitschrift Risikomanager (17/2010), welche Hürden dabei zu überwinden sind und welche Lösungsansätze es gibt. |
20.09.2010 | |
| Studie: Mehr Risikobereitschaft durch weniger Wissen? Zu den am meisten genannten Ursachen der jüngsten Finanzmarktkrise zählt die These, dass institutionelle Investoren ihre Risiken vor der Krise exzessiv aufluden. Vor allem die Vorstände der Institutionen tragen hierfür ein großes Maß an Mitverantwortung. Aber welche Kenntnis besaßen diese Führungskräfte und wie unabhängig konnten sie ihre Entscheidungen treffen? Bernadette A. Minton (Ohio State University), Jéròme Taillard (Boston College) und Rohan Williamson (Georgetown University) wagen in ihrer Studie einen Blick hinter die Kulissen institutioneller Investoren, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen und die Folgen für die Risikoneigung der Investoren zu erforschen. |
14.09.2010 | |
| In den Medien: Die Popstars des Risikomanagements Wahrsager gab es in allen Zeitaltern. Zahlreiche Schriftzeugnisse weisen dies nach. Die Propheten der Finanzkrise wie Meredith Whitney, Nouriel Roubini, Robert Shiller, Paul Krugman und Nassim Taleb sind keine Wahrsager im eigentlichen Sinne. Ihre Voraussagen beruhen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Trotzdem wollte ihnen lange Zeit niemand zuhören. Der Tagesspiegel porträtiert die fünf Wissenschaftler, die die Finanzkrise kommen sahen. |
07.09.2010 | |
| Fachbeitrag: Makroökonomische und regulatorische Faktoren der Krise War die Finanzmarktkrise ein zyklisches Ereignis, das in einem bestimmten Zeitraum wiederkehren kann? Oder war sie ein Resultat zu lockerer Kontrollen und falscher Regularien? Oder eine Kombination mehrerer Faktoren? Wer trägt Schuld an der Krise? Miles Binney (Warwick University, Coventry, UK) beschreibt in seinem Beitrag in der "International Corporate Rescue" makroökonomische und regulatorische Faktoren, die für die Krise verantwortlich sind. Zudem schätzt Binney die Wichtigkeit der verschiedenen Faktoren ein. |
02.09.2010 | |
| Arbeitspapier: Den richtigen Datensätzen auf der Spur Das Risikomanagement hat die Aufgabe, Risikofaktoren möglichst genau vorherzusagen. Doch über die Frage, welche Modelle sich hierfür eignen, herrscht zwischen den Experten Uneinigkeit - selbst eine minimal unterschiedliche Handhabung von Modellen zur Risikoberechnung kann bereits zu großen Unterschieden im Ergebnis führen. Eine der gebräuchlichsten Kennzahlen zur Ermittlung systematischer Risiken ist der sogenannte Betafaktor. Jonathan J. Reeves (Universität New South Wales) und Haifeng Wu (Australian School of Business) untersuchen in ihrem Arbeitspapier, was bei der Berechnung des Betas zu möglichst genauen Ergebnissen führt. Eignet sich eher eine große und langfristig erhobene Zahl an Datensätzen, oder sind es viel mehr ausgewählte Datensätze, die über eine kürzere Zeitspanne erhoben wurden? |
31.08.2010 | |
| Arbeitspapier: Ursachenforschung jenseits des Bankensektors Als Hauptverursacher der jüngsten Finanzmarktkrise gilt gemeinhin der Bankensektor. Die Schaffung toxischer Wertpapiere (MBS, CDOs und ABS) und die Weitergabe der Kreditrisiken an andere institutionelle Investoren führten letztlich in die große Krise. Alberto Manconi, Massimo Massa (beide INSEAD, Frankreich) und Ayako Yasuda (University of California) betrachten in ihrer Forschungsarbeit, wie die durch die toxischen Papiere "vergifteten" institutionellen Investoren jenseits des Bankensektors vor der Krise agierten, insbesondere Fonds- und Versicherungsgesellschaften, welche den Großteil der gebündelten Kreditrisikopapiere übernahmen. Hat ihre Portfolioauswahl gar die Wirkung der Krise auf die Wirtschaft verschärft? |
26.08.2010 | |
| Fachbeitrag: Aktuelle Anforderungen an das Risikomanagement Von früheren Finanzkrisen unterscheidet sich die jüngste Finanzkrise auf den ersten Blick im Kern wenig. Niedrige Realzinsen und Finanzinnovationen führten zu Spekulationen an den Aktien- und Immobilienmärkten - bis zum Platzen der Blase. Dr. Werner Gleißner, Lehrbeauftragter an den Universitäten Dresden, Hohenheim und Stuttgart sowie an der European Business School, erklärt in einem Fachbeitrag, warum sich die vergangene Krise dennoch in wichtigen Punkten von vorherigen Krisen unterscheidet. Zudem arbeitet der Wissenschaftler die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen für das Risikomanagement heraus. |
24.08.2010 | |
| Im Fokus: Nouriel Roubini Der US-Nationalökonom Nouriel Roubini zählt zu den gefragtesten Wirtschaftsexperten der Welt. Er gehört zu den großen Mahnern vor immer neuen Risiken und Krisen in der globalisierten Wirtschaftswelt. So sagte der Ökonomieprofessor der New York University exakt und sehr frühzeitig die jüngste globale Finanzkrise voraus. Auch aktuell wird Roubini nicht müde vor einer zu positiven Einschätzung der Lage an den Finanzmärkten zu warnen. Lesen Sie den vollständigen InvestmentProfessionell-Beitrag begleitend zum aktuellen Porträt im RisikomanagementTV. |
19.08.2010 | |
| Arbeitspapier: Risiken von Gesetzesänderungen Die Arbeit von Risikomanagern zwischen Risiken und Returns wird auch von rechtlichen Maßgaben bestimmt. Diese Regularien allerdings unterliegen einem beständigen Wandel - erst recht seit der Finanzmarktkrise. So stellt sich die Frage: Wie weit können Risikomanager die Gefahren einschätzen, dass sich Bestimmungen am Finanzmarkt zu ihrem Nachteil entwickeln? Shabnam Mousavi und Hersh Shefrin (Santa Clara University) erarbeiten in ihrem Arbeitspapier ein Modell, mit dem Risikomanager zukünftige Gesetzesveränderungen einfacher vorhersagen können. Das Modell basiert auf den Reaktionen der US-amerikanischen Finanzbehörden auf die globale Finanzkrise der Jahre 2007 bis 2009. |
16.08.2010 | |
| Arbeitspapier: Junge Risikomanager gesucht Der demografische Wandel macht auch vor den Finanzmärkten nicht halt. Menschen werden immer älter; sie arbeiten über einen größeren Zeitraum in ihrem Leben. Und so steigt auch das Durchschnittsalter der Fondsmanager. Doch welche Auswirkungen hat das Alter auf Finanzentscheidungen? Entscheiden ältere Investoren anders als jüngere Entscheidungsträger? Können sie besser aus ihrem Erfahrungsschatz schöpfen, oder sind junge Fondsmanager flexibler bei der Entscheidungsfindung? Gregory R. Samanez-Larkin, Daniel J. Yoo, Brian Knutson (alle Stanford University) und Camelia M. Kuhnen (Northwestern University) gehen dieser Frage in ihrem Arbeitspapier nach. |
12.08.2010 | |
| Fachbeitrag: Shortfall-Risiko als Risikoindikator Das Risiko, dass Investoren mit ihrer Anlage eine Periodenrendite erzielen, die unterhalb einer bestimmten Mindestrendite liegt, wird als Shortfall-Risiko bezeichnet. In ihrem Beitrag im Journal of Performance Measurement (Frühjahr 2010) zeigen Indrajit Mitra (Massachusetts Institute of Technology) sowie Lisa Goldberg, Jose Menchero und Michael Hayes (alle MSCI Barra), wie man Analysen der Volatilität zur Messung des Shortfall-Risikos nutzen kann. Die vier Wissenschaftler sind überzeugt, dass die Ergebnisse der Shortfall-Analyse ein wichtiger Risikoindikator sein können. |
09.08.2010 | |
| Studie: Psychologie und Verhalten an den Märkten Robert J. Shillers Erfolgsbuch "Animal Spirits" hat zuletzt wieder thematisiert, dass die Teilnehmer an den Finanzmärkten keineswegs immer rational reagieren. Die Forschungsrichtung Behavorial Finance beschäftigt sich mit der Psychologie und dem Verhalten der Anleger. Hersh Shefrin (Santa Clara University) veröffentlichte nun eine umfangreiche Sammlung, in der er zahlreiche Arbeiten zum Thema Behavorial Finance zusammenfasst. Dabei wird der aktuelle Wissensstand zu Bereichen wie Portfolioauswahl, Asset Pricing, Corporate Finance oder Marktregulierung wiedergegeben. Zusätzlich gibt ein 26 Seiten langes (!) Literaturverzeichnis einen umfassenden Überblick über aktuelle Forschungsarbeiten aus diesem immer mehr an Bedeutung gewinnenden Forschungsgebiet. |
05.08.2010 | |
| Arbeitspapier: Die Zukunft des Rohstoffmarkts Zwischen 2006 und 2008 verzeichneten die Rohstoffmärkte einen der längsten und intensivsten Preisbooms der Nachkriegsgeschichte. Die Rohölpreise steigerten sich innerhalb eines Jahres um 94 Prozent; der Preis für Reis verdoppelte sich gar innerhalb von fünf Monaten. Mit den steigenden Preisen wuchs auch das Interesse von Investoren an den Rohstoffmärkten. Doch mit der Finanzmarktkrise folgte für viele Rohstoffe dann ein dramatischer Preisverfall. Rohstoffe bergen hohe Chancen und mindestens ebenso hohe Risiken, die eine wissenschaftliche Untersuchung von John Baffes (World Bank) und Tassos Haniotis beleuchtet. Beide Autoren ermittelten zunächst die Schlüsselfaktoren des Booms an den Rohstoffmärkten. Um zukünftige Entwicklungen besser einzuschätzen, verglichen Baffes und Haniotis den Preisanstieg und die Gründe für den Preisanstieg der Jahre 2006 bis 2008 mit früheren Hochphasen und der derzeitigen Situation an den Rohstoffmärkten. |
02.08.2010 | |
| Studie: Erhöhte Ausfallrisiken bei Banken Die Sorge um die Solvenz einiger EU-Staaten und die damit in Verbindung stehende Euro-Schwäche haben in den vergangenen sechs Monaten die Credit Default Swaps (CDS)-Werte der am deutschen Markt agierenden Banken in die Höhe getrieben. Das ist eines der Ergebnisse der aktuellen Studie "Strukturierte Anlagezertifikate - 1. Halbjahr 2010" der Rating-Agentur Scope Analysis. Ziel der Studie ist es, das Geschäftsklima, neue Produkttrends und die besten Anbieter im Markt zu ermitteln. Für die erhöhten Ausfallrisiken verantwortlich sind Staatspapiere gefährdeter europäischer Länder wie Griechenland, die in hohem Maße in den Anleiheportfolios von Banken vertreten sind. Daraus ergibt sich der Eindruck eines erheblichen Abschreibungspotenzials in den Bankbilanzen. Die CDS-Betrachtung wird als Frühindikator für sich zuspitzenden Risiken gesehen, welche herkömmliche Credit Ratings noch nicht anzeigen. |
29.07.2010 | |
| Im Fokus: Finanzblasen zuverlässig vorhersagen Kann man Finanzblasen vorhersagen, bevor sie platzen? Und kann man den Zeitpunkt, wann eine Blase platzt, eingrenzen? Mit diesen beiden Fragen beschäftigt sich Professor Didier Sornette, Professor für unternehmerische Risiken an der ETH Zürich. Gemeinsam mit seinem Team vom Financial Crisis Observatory (FCO) startete der Wissenschaftler das Financial Bubble Experiment (FBE) und sagte für vier ausgewählte Finanztitel voraus, dass sie innerhalb eines halben Jahres Blasen bilden würden. Für seine Vorhersagen verwendet das Team um Sornette einen Methodenmix aus Ökonomie, Physik und Mathematik. Die Ergebnisse seines Experiments diskutiert der Wissenschaftler auf der Homepage der ETH Zürich. |
22.07.2010 | |
| Kommentar: Gemeinsam gegen die Flaute Seitdem Nouriel Roubini, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität New York, lange vor dem Platzen der US-Immobilienblase die jüngste internationale Finanzmarktkrise exakt vorhersagte, stoßen seine Auftritte auf große mediale Beachtung. Doch der US-Ökonom polarisiert. Manche Kritiker stempeln seine Prognosen als zu schwarzseherisch ab. Seine Bewunderer feiern ihn dagegen wie einen Propheten. In einem Kommentar für Financial Times Deutschland zeichnet Nouriel Roubini gemeinsam mit Ian Bremmer (Präsident der Denkfabrik Eurasia Group) erneut ein düsteres Szenario für die Weltwirtschaft. Nur wenn die großen Volkswirtschaften zusammenarbeiteten, ließe sich ein Rückfall in die Rezession verhindern, lautet die zentrale These von Roubini und Bremmer. |
20.07.2010 | |
| Arbeitspapier: Bankenwettbewerb und Bankenrisiko Tiefgreifende Verwerfungen im US-amerikanischen und europäischen Bankensektor und weiterhin vorhandene Gefahren im Finanzsystem haben viele Investoren misstrauisch gestimmt. Eine Quelle für neue Risiken kann auch der Wettbewerb unter den Banken sein, nämlich dann, wenn Marktteilnehmer im Bestreben, Neugeschäft zu generieren, marktunübliche Großhandelskonditionen einräumen. Ben R. Craig (Federal Reserve Bank of Cleveland) und Valeriya Dinger (Universität Bonn) untersuchen die Verbindung zwischen Bankenwettbewerb und Bankenrisiko empirisch, anhand einer Auswahl von 589 US-Banken. |
16.07.2010 | |
| Arbeitspapier: Bonität durch Wettbewerb "Konkurrenz belebt das Geschäft" heißt das geflügelte Wort, und manche Experten sind inzwischen auch überzeugt, dass Wettbewerb die Stabilität von Banken fördern kann. Denn Wettbewerb, so die These, führe notwendigerweise auch zu einer Effizienzsteigerung bei den Beteiligten. Klaus Schaeck (Bangor Business School, Universität Wales) und Martin Cihák (International Monetary Fund) untersuchen in ihrem Arbeitspapier, inwieweit diese These zutrifft und ob Wettbewerb sogar zu einer höheren Bonität bei Banken führt. Mit Hilfe des Boone-Indikators - einem Modell zur Messung des Wettbewerbs - untersuchen Schaeck und Cihák diesen Zusammenhang für Banken in den USA und in Europa. |
14.07.2010 | |
| Arbeitspapier: Wie effektiv misst die Absorption Rate? Infolge der Finanzkrise besteht ein starkes Interesse an effizienten Werkzeugen zur Messung systemischer Risiken. Aufgrund der hohen Komplexität des Finanzsystems gestaltet sich allerdings die Neuentwicklung geeigneter Messinstrumente schwierig. In diesem Zusammenhang untersuchen Mark Kritzman, Roberto Rigobon (beide Massachusetts Institute of Technology), Yuanzhen Li (Windham Capital Management) und Sebastian Page (State Street Associates), wie geeignet die Absorption Rate als Werkzeug zur Risikomessung ist. Mit ihr lässt sich die Abhängigkeit von Märkten messen. Dieser Indikator ist besonders wichtig, weil in stark voneinander abhängigen Märkten das systemische Risiko besonders hoch ist. |
08.07.2010 | |
| Arbeitspapier: Kreditausfallrisiken bei institutionellen Investoren In einem aktuellen Arbeitspapier des International Monitary Funds untersuchen Inci Ötker-Robe und Jiri Podpiera die wichtigsten Faktoren von Kreditausfall-Swaps (CDS) in der frühen Phase der Finanzmarktkrise bei unterschiedlichen institutionellen Großinvestoren in Europa. Dabei haben die Autoren Daten von 29 Unternehmen über die Jahre 2004 bis 2008 ausgewertet. Die Zusammenhänge zwischen den marktbestimmenden Faktoren und den CDS-Spreads der Investoren zeigen die Verletzbarkeit institutioneller Investoren und helfen Risiken besser einzuschätzen. |
06.07.2010 | |
| Interview: Die Grenzen mathematischer Modelle Sergio Focardi, Professor an der EDHEC Business School in Nizza, hat sich eingehend mit der Rolle mathematischer Modelle und ihrem Scheitern bei der Vorhersage der Finanzmarktkrise beschäftigt. Darüber und über sein neues Buch "Quantitative Equity Investing: Techniques and Strategies" spricht er in einem Interview auf der Website des EDHEC-Risk Institutes. |
01.07.2010 | |
| Arbeitspapier: Risiken im Niedrigzinsumfeld Das aktuelle Niedrigzinsumfeld ist ein zweischneidiges Schwert: Einerseits ist günstiges Geld ein Konjunkturmotor. Andererseits besteht in einem Niedrigzinsumfeld eher die Tendenz zur Verschuldung von Firmen und Institutionen, das wiederum fördert entsprechende Kreditrisiken. Der Wirtschaftswissenschaftler Tetsuya Yamada hat zu diesem Thema für das Institute for Monetary and Economic Studies der japanischen Zentralbank ein Arbeitspapier verfasst. |
01.07.2010 | |
| Fachbeitrag: Wie gelingt die Sanierung von Kriseninstituten? Wenn gut vernetzte Finanzinstitute in finanzielle Schwierigkeiten geraten, erhöhen sie die Risiken für das gesamte Umfeld. Instrumente zum Umgang mit "systemwichtigen" Banken scheinen bisher nur unzureichend entwickelt zu sein. Nicht zuletzt die Finanzkrise hat gezeigt, wie wichtig Mechanismen zur Restrukturierung oder zur Sanierung von Finanzinstituten in finanzieller Schieflage sind, um das systemische Risiko einzugrenzen. In einem Fachbeitrag beschäftigt sich Prof. Dr. Manfred Weber, Geschäftsfu?hrender Vorstand des Bundesverbandes deutscher Banken, mit Möglichkeiten, dieses systemische Risiko zu minimieren. |
24.06.2010 | |
| Arbeitspapier: Information Ratio – ein Indikator für Fonds und ihre Manager? Bei Investmentfonds lässt sich das Verhältnis von Rendite und Risiko mit der Information Ratio (IR) berechnen. Inwieweit diese Kennzahl auch Rückschlüsse auf die Qualität des Fondsmanagers zulässt, haben Thomas Bossert, Portfoliomanager und Geschäftsführer von Union Investment Institutional, Prof. Dr. Roland Füss, Philipp Rindler (beide European Business School) sowie Christoph Schneider, Morgan Stanley, untersucht. Für diese empirische Erhebung analysierten sie Daten von beinahe 10.000 Fonds aus einem Zeitraum zwischen Januar 1998 und Dezember 2008. |
22.06.2010 | |
| Veranstaltung: Ethische Konsequenzen der Finanz- und Wirtschaftskrise Was sind die Konsequenzen aus der Finanzkrise? Welche Maßnahmen müssen in Zukunft ergriffen werden, um eine Wiederholung zu vermeiden? Sollen die Staaten wirtschaftliche Stabilität durch eigene Initiative erzielen oder sollten mehr international geltende Gesetze erlassen werden? Müssen Unternehmen von kurzfristigen Zielen Abstand nehmen, um nachhaltiger zu wirtschaften? Diese und weitere Fragen werden auf dem 7. Business Ethics Roundtable des EBS Instituts für Unternehmensethik (IfU) zum Thema "Ethische Konsequenzen der Finanz- und Wirtschaftskrise" am 25. 6. 2010 diskutiert. Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich. |
18.06.2010 | |
| Im Fokus: Andrew W. Lo Im renommierten Massachusetts Institute of Technology in Boston entsteht derzeit eine der spannendsten Theorien der Wirtschaftswissenschaften. Hier entwickelt der US-Wissenschaftler Andrew Lo seine These der adaptiven Märkte. Seine Forschung hat auch Einfluss auf die Beurteilung innovativer Anlageprodukte, die durch die Finanzmarktkrise in die Kritik geraten sind. Lo vertritt die These, dass die offenbar gewordenen Schwächen dieser Finanzprodukte zu ihrer Weiterentwicklung und Verbesserung führen werden. Dies sei vergleichbar mit einem evolutionären Prozess, der ähnlich auch in anderen Bereichen und Disziplinen verlaufe. Lesen Sie den vollständigen InvestmentProfessionell-Beitrag begleitend zum aktuellen Interview im Risikomanagement TV. |
09.06.2010 | |
| Arbeitspapier: Wie viel Risiko will man tragen? Wie viel Risiko ein Portfolio bergen darf, ist eine der zentralen Fragen im Asset Management. Zur Modellierung der Risiken verwenden Fondsmanager unterschiedliche Darstellungsformen: Zahlenreihen, statistische Beispiele aus der Vergangenheit, diverse Grafiken oder Erfahrungswerte. Emily Celia Haisley (Yale School of Management), Christine Kaufmann und Martin Weber (beide Behavioral Finance Group der Universität Mannheim) untersuchen in ihrem Arbeitspapier, wie sich die schematische Darstellung von Risiken auf die Bereitschaft, Risiken zu tragen auswirkt. Anhand eines "Risk Simulation Tools", das unterschiedliche Formen der Risikodarstellung kombiniert, wird geprüft, ob es Präsentationsweisen gibt, die uns risikofreudiger agieren lassen als andere. |
07.06.2010 | |
| Interview: Taleb im Gespräch In seinem Buch "The Black Swan: The Impact of The Highly Improbable" warnte Nassim Nicholas Taleb bereits im April 2007 vor den Gefahren, die durch hohe Konzentration und gegenseitige Abhängigkeiten im Bankenwesen entstehen. Als "Black Swan" bezeichnet Taleb ein unvorhergesehenes und seltenes Ereignis, das wie der Name sagt, so selten vorkommt wie ein schwarzer Schwan, dafür allerdings massive Auswirkungen hat. Der im Libanon geborene Ökonom ist Finanzmathematiker und arbeitete als Spezialist für komplexe Finanzderivate in mehreren Wall Street-Firmen. Als Wissenschaftler beschäftigt sich Taleb vor allem mit Methoden zur Berechnung und Interpretation von Zufallsereignissen. In einem aktuellen Interview äußert sich Taleb kritisch zur aktuellen Situation in der Investmentbranche. |
02.06.2010 | |
| Arbeitspapier: Neue Parameter zur Messung von Systemrisiken Die jüngste Finanzkrise hat sowohl Marktteilnehmer als auch Wissenschaftler und Regulatoren dazu veranlasst, sich mehr mit systemischen Risiken auseinanderzusetzen. Doch bis heute ist nicht klar, wie man systemische Risiken genau messen kann und welche Gesellschaften am meisten zu den Risiken beitragen. Christian T. Brownlees (New York University) und Robert F. Engle (Leonard N. Stern School of Business) konstruieren in ihrem Arbeitspapier Parameter zur Messung systemischer Risiken. So untersuchen Brownlees und Engle zum Beispiel die Wirksamkeit des Marginal Expected Shortfall (MES), die geschätzte Größe, die ein Investor verlieren würde, wenn der Gesamtmarkt substanziell einbrechen würde. Die Daten beruhen auf der Auswertung von 102 US-amerikanischen Finanzdienstleistern während verschiedener Stadien der Finanzkrise. |
31.05.2010 | |
| Arbeitspapier: Umstrittenes Market Risk Premium Die Marktrisikoprämie (Market Risk Premium/MRP) entschädigt Investoren für das mit dem Marktportfolio verbundene Risiko. Doch welche Grundlage soll man nutzen, um eine angemessene Marktrisikoprämie festzusetzen? Zurzeit variiert die MRP von Land zu Land, und selbst auf nationaler Ebene gibt es für die Festlegung noch keine Standards. Pablo Fernandez und Javier del Campo Baonza (beide von der Universität Navarra) befragten 85 Wirtschaftswissenschaftler aus 33 Ländern, welche MRP aus ihrer Sicht benötigt wird und anhand welcher Referenzen sie ihre Einschätzung rechtfertigen. Die Ergebnisse geben ein sehr heterogenes Bild, denn die Auffassungen der Wissenschaftler weichen deutlich voneinander ab. |
27.05.2010 | |
| Arbeitspapier: Liquidität in Krisenzeiten Spätestens seit der jüngsten Finanzmarktkrise ist auch das Thema Liquidität in den Fokus des Risikomanagements gerückt. Anhand eines empirischen Modells untersuchen Marcia Millon Cornett (Bentley University), Jamie John McNutt (Southern Illinois University at Carbondale), Philip E. Strahan und Hassan Tehranian (beide Boston College) die Gründe, warum es bestimmten Banken während der Krise besser gelang, liquide zu bleiben als anderen. In diesem Zusammenhang untersucht das Forscherteam auch, warum sich trotz der Bemühungen der US-Notenbank, Liquidität in den Markt zu pumpen, die Kredite auf dem Interbankenmarkt verknappten. |
25.05.2010 | |
| Themenschleife: Die Börse, die Finanzkrise und der Spiegel Das Magazin Der Spiegel bietet auf seiner Website mehrere Vodcasts rund um das Thema Finanzkrise und Börsenumfeld. Aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven werden Ursachen und Wirkung der Finanzkrise beleuchtet. Beispielsweise erklärt der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger, warum alle Modelle zwangsläufig an ihre Grenzen stoßen müssen. Der Beitrag "Physikalische Erklärungen der Finanzkrise" liefert Gründe dafür, warum eine selbst verordnete Reform des Finanzsystems fehlschlagen kann. In dem Beitrag "Der blinde Fleck im Auge der Banken" erläutert der Soziologe Prof. Dr. Dirk Baecker Probleme, Risiken und die Bedeutung von Vertrauen sowohl im gesamten Finanzsystem als auch in verschiedenen Konstellationen einzelner Akteure. Die Themenschleife lässt sich als Feed abonnieren, so dass man sich über neu eingestellte Videobeiträge bequem informieren lassen kann. |
20.05.2010 | |
| Webinar: Neue Werkzeuge für das Portfolio-Stress-Testing Carol Alexander ist Professorin für Risikomanagement am ICMA Centre der Universität in Reading/England. In ihrem Webinar entwickelt sie neue quantitative Techniken, um die Belastbarkeit von Portfolios in Zeiten extremer Märkte zu überprüfen. Das Webinar wird für 50 US-Dollar angeboten. |
18.05.2010 | |
| Arbeitspapier: Risiken von Optionspreismodellen Modelle sind kein Garant für Sicherheit. Verwendet man beispielsweise ein Modell in einem falschen Zusammenhang oder in Zusammenhang mit falschen Daten, kann dies gravierende Folgen für die Risikoberechnung haben. Bei den meisten Optionspreismodellen ist zum Beispiel lediglich ein Parameter eingearbeitet, der variabel ist und somit an Veränderungen angepasst werden kann. Das Problem: Diese ursprünglich als Vereinfachung gedachte statische Charakteristik der Parameter wird der Mehrdimensionalität der Risiken jedoch nicht gerecht. Carol Alexander, Leonardo M. Nogueira (beide ICMA Centre der University of Reading/UK) und Andreas Kaeck decken in ihrem Arbeitspapier diese und weitere Modellrisiken auf. Sie zeigen gleichzeitig, wie man Veränderungen geeichter Parameter erfassen und anhand dieser Analysen überprüfen kann, wie wirksam das jeweilige Optionspreismodell noch ist. |
17.05.2010 | |
| Arbeitspapier: Hohe Erträge und hohe Liquidität – (k)ein Widerspruch Für viele Investoren spielte das Thema Liquidität lange Zeit eine untergeordnete Rolle. Reserven galten oft als totes Kapital, mit dem man keine Erträge erzielen konnte. Doch wie wichtig Liquidität ist, zeigte spätestens die jüngste Finanzmarktkrise. Um möglichst hohe Erträge bei gleichzeitiger Liquidität zu erzielen, prüfen Maxim Golts (MGQR) und Mark Kritzmann (Windham Capital Management) Möglichkeiten des Kaufs und der Bepreisung von Liquiditätsoptionen. |
05.05.2010 | |
| Risikomanagement-Forschungsbericht: Ergebnisse Frühjahr 2010 Der aktuelle Risikomanagement-Forschungsbericht der School of Business der Loyola Universität Chicago ist jetzt erschienen. Der Risk Management Research Report bietet vierteljährlich in Form von Exposés Zusammenfassungen der aktuellen wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Thema Risikomanagement. Die vorherigen Risk Management Research Reports sind übrigens auf dieser Seite unter der Rubrik Forschung & Wissenschaft > Forschungsberichte archiviert. |
03.05.2010 | |
| Arbeitspapier: Sukuk vs. Zinspapiere Jüngste Erhebungen zeigen, dass Assets islamischer Banken rund 300 Milliarden US-Dollar betragen und ein jährliches Wachstum von rund 15 Prozent verzeichnen. Ein Instrument des islamischen Bankwesens sind Sukuk - Anleihen, bei denen aufgrund der Scharia keine Zinsen gezahlt werden dürfen. Stattdessen wird der Anleger bei den Sukuk an Gewinnen beteiligt. Auch in westlichen Staaten nimmt das Angebot an Sukuk stetig zu. Christoph J. Godlewski, Laurent Weill (beide EM Strasbourg Business School) und Rima Turk-Ariss (Libanese American University Beirut) untersuchen in ihrem neuen Arbeitspapier, in welchem Maß sich Sukuk von traditionellen Anleihen unterscheiden und widmen sich unter anderem der Frage, welches der beiden Finanzinstrumente das risikolosere ist. |
30.04.2010 | |
| Fachbeitrag: Historische Simulation und strategische Zinsrisikosteuerung Die Zinsänderung bleibt für Finanzinstitute eines der wesentlichen Risiken. Von den unterschiedlichen Modellen zur Risikomessung hat sich in der Bankpraxis und in den aufsichtsrechtlichen Vorgaben die Historische Simulation weitgehend etabliert. Professor Dr. Frank Eberling (Duale Hochschule Baden-Württemberg) und Dr. Andreas Mitschele (msgGillardon AG) untersuchen in einem aktuellen Fachbeitrag (Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen/ www.kreditwesen.de ) die Güte und Aussagekraft der Historischen Simulation anhand von aktuellen und historischen Marktdaten. |
29.04.2010 | |
| Studie: Risiken bei Emerging Market-Anleihen Im Jahr 2009 erwiesen sich Anleihen der Emerging Markets als eine der Asset-Klassen mit der besten Wertentwicklung. Dennoch unterliegen die Anleihen der Schwellenländer diversen Risiken. David T. Owyong und Anand S. Iyer von dem Beratungsunternehmen MSCI Barra untersuchen in ihrer Studie mögliche Warnsignale für Risiken bei Anleihen aus Schwellenländern und überprüfen, inwiefern sich in volatilen Zeiten Stammaktien zur Diversifikation eignen. |
22.04.2010 | |
| Arbeitspapier: Autopsie des US-Finanzsystems Wenn Ross Levine (Brown University) schreibt, er nehme eine Autopsie des US-Finanzsystems zwischen 1996 und 2006 vor, klingt das zunächst ungewöhnlich. Dahinter verbirgt sich jedoch eine wissenschaftliche Untersuchung, in der Levine ähnlich wie ein Gerichtsmediziner den Beweis für die Gründe der Finanzmarktkrise untersucht. Er sieht die Schuld weniger in dem Platzen der Immobilienblase (Unfall) oder in der Schaffung immer komplexerer und fragwürdiger Finanzprodukte (Selbstmord). Vielmehr sieht Levine die Aufsichtsbehörden in Verantwortung, die sich der zunehmenden Gefahren für das Finanzsystem bewusst waren, aber sich dennoch gegen eine Anpassung der Richtlinien entschieden. Dies bezeichnet der Wirtschaftsprofessor in seinem Urteil als "schlampigen Mord". |
19.04.2010 | |
| Arbeitspapier: Messung systemischer Risiken Die jüngste Finanzmarktkrise gab ein Beispiel, was passiert, wenn Märkte zu eng miteinander vernetzt sind. Die Folge: Negative Schocks konnten sich in rasantem Tempo ausbreiten. Mark Kritzman, Yuanzhen Li (beide Windham Capital Management), Sebastian Page (State Street Associates) und Roberto Rigobon (Massachusetts Institute of Technology) entwickelten auf diesen Erkenntnissen basierend ein System zur Messung impliziter systemischer Risiken. |
14.04.2010 | |
| Arbeitspapier: Messung von Systemrisiken Finanzinstitute werden zunehmend nach ihren systemischen Risiken gemessen. Eine Früherkennung dieser Risiken ist besonders schwer. V. Acharya, Lasse Heje Pedersen, Thomas Philippon und Matthew P. Richardson (alle New York University) haben ein neues Modell zur Messung systemischer Risiken entworfen. In ihrem Arbeitspapier überprüfen sie dieses Modell anhand von Daten der jüngsten Finanzmarktkrise. |
09.04.2010 | |
| Arbeitspapier: Faktoren der Portfolioplanung Die Zusammenstellung eines Portfolios und die Entscheidung zum Kauf und Verkauf von Aktien hängen auch vom Zusammenspiel zwischen Risikofaktoren und Marktpreis des Risikos ab. Doch wie sollte der Anleger in diesem Zusammenspiel handeln? Nicole Branger (Universität Münster) und Alexandra Hansis (House of Finance Frankfurt) untersuchen in ihrem Arbeitspapier diese Frage am Modell eines risikoscheuen (CRRA) Investors. |
08.04.2010 | |
| Arbeitspapier: Die Folgen von Extremwerten Das 52-Wochen-Hoch /-Tief bezeichnet den höchsten und den niedrigsten Kurs eines Wertpapiers im Zeitraum eines Jahres. Durchbrechen die Aktienkurse ihre Jahreshochs und -tiefs, horchen Investoren in der Regel auf. Joost Driessen (Tilburg University), Tse-Chun Lin (University of Hong Kong) und Otto van Hemert (New York University) beschäftigen sich in ihrem Arbeitspapier mit der Frage, wie sich das Beta und die Volatilität von Aktien entwickeln, wenn diese ihre bisherigen Extremwerte erreichen oder durchbrechen. |
05.04.2010 | |
| Arbeitspapier: Entfernung als Risikofaktor Die geografische Distanz zwischen Investor und einem Anlageprodukt wird mit dem Kürzel CSD (client-stock distance) erfasst. Miguel A. Ferreira (Universidad Nova de Lisboa), Massimo Massa (INSEAD - Finance) und Pedro P. Matos (USC Marshall School of Business) stellen in ihrem Arbeitspapier die These auf, dass eine größere Distanz zwischen Investor und Anlage zu einer höheren Bereitschaft führt, Risiken einzugehen. Anhand einer Auswahl globaler Investmentfonds versuchen die Autoren ihre These zu belegen. |
01.04.2010 | |
| Arbeitspapier: Risiken zu enger Vernetzung Eine zu enge Vernetzung zwischen Hedgefonds, Banken, Maklern und Versicherungsunternehmen ist nicht unproblematisch, weil sie die Schockwellen von systemischen Ereignissen verstärkt. Monica Billio (University of Venice), Mila Getmansky (Eugene M. Isenberg School of Management), Andrew W. Lo (MIT Sloan School of Management) und Loriana Pelizzon (University of Venice) entwickeln in ihrem Arbeitspapier Möglichkeiten, wie die verschiedenen Finanzinstitute ihre systemischen Risiken frühzeitig erkennen und messen können. |
31.03.2010 | |
| Studie: Wirtschaftsjournalismus in der Krise? Haben die Wirtschaftsmedien die Vorzeichen der Finanzmarktkrise zu spät erkannt? Haben sie so mit dazu beigetragen, dass so viele Kapitalanleger von den Ereignissen überrascht wurden? Diesen Fragen geht eine aktuelle Studie der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner-Stiftung nach. Bei der Auswertung geht es den beiden Autoren Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz nicht allein darum, Fehler und Versäumnisse aufzuzeigen, sondern auch darum, eine öffentliche Debatte über verbesserte Arbeitsbedingungen im Journalismus zu eröffnen. |
30.03.2010 | |
| Arbeitspapier: Gute Banken – schlechte Banken Nicht alle Banken wurden gleich stark von der Finanzkrise getroffen. Warum schnitten besonders in diesem anspruchsvollen Umfeld bestimmte Banken besser ab als andere? Andrea Beltratti (Universität Bocconi) und Rene M. Stulz (Ohio State University) untersuchen in ihrem Arbeitspapier die Gründe für die unterschiedlichen Entwicklungen. Ein besonderes Augenmerk legen die beiden Wissenschaftler auf die Profile der Banken im Jahr 2006 und der Frage, ob sich anhand von Bankencharakteristika vor einer Krise Prognosen zum Abschneiden von Banken während einer Krise machen lassen. |
25.03.2010 | |
| Arbeitspapier: Fatale Fair-Value-Regeln? Im Rückblick auf die Finanzmarktkrise gerieten auch US-amerikanische Rechnungslegungsbestimmungen wie das Fair-Value-Prinzip in die Kritik. Diese Regel sieht vor, dass börsennotierte Unternehmen ihre Vermögenswerte immer zum aktuellen Marktpreis bilanzieren müssen. Durch die Unsicherheit an den Märkten ließen sich jedoch Vermögenswerte oft nicht verkaufen oder erzielten nur einen sehr viel geringeren Marktpreis. Kritiker gehen davon aus, dass sich dadurch Schwankungen in der wirtschaftlichen Entwicklung verstärkt haben. Brad Badertscher, Jeffrey J. Burks und Peter D. Easton (alle University of Notre Dame) widmen sich in ihrem Arbeitspapier der Thematik und untersuchen, welchen Einfluss Fair Value wirklich auf die Märkte hat. |
23.03.2010 | |
| Arbeitspapier: Maschinell errechnete Kreditrisiken auf dem Prüfstand Zahlungsunfähige US-amerikanische Häuslebauer und faule Kreditpapiere trugen entscheidend zum Ausbruch der jüngsten Finanzmarktkrise bei. Dass die Kreditrisiken von Privatpersonen so spät erkannt wurden, lag auch an maschinell ausgewerteten Berechnungen von Finanzdaten. Den Nachweis führen Andrew W. Lo (MIT Sloan School of Management), Adlar J. Kim und Amir Khandani (beide Massachusetts School of Technology) in einem aktuellen Arbeitspapier. Die drei Wissenschaftler analysierten zu diesem Zweck Finanzdaten von Kreditnehmern und -gebern zwischen Januar 2005 und April 2009. |
22.03.2010 | |
| Nachgelesen: Buchtipp von Thomas Bossert Thomas Bossert, Geschäftsführer der Union Investment Institutional GmbH, wird zukünftig auf dieser Seite in einer lockeren Folge lesenswerte Bücher zum Themenkreis Risikomanagement vorstellen. Beginnen wird er die Reihe mit "This time is different" von den beiden US-Ökonomen Carmen Reinhart und Kenneth M. Rogoff. |
18.03.2010 | |
| Arbeitspapier: Die Rolle von Quants in der Finanzkrise Ausgehend von der Idee, dass es möglich ist, Wirtschaftssysteme und insbesondere das Finanzsystem in einem Modell darzustellen, setzten viele Ökonomen und Finanzwissenschaftler in den vergangenen Jahren große Hoffnungen in Quant-Fonds. Fonds, die ausschließlich computergesteuert sind und auf mathematischen Modellen basieren. Die Implementierung dieser Modelle hat einerseits zu vielen Erfolgen geführt, andererseits wurden aber spätestens im Zuge der Finanzkrise auch die Grenzen dieser Modelle deutlich. Andrew W. Lo (MIT Sloan School of Management) und Mark T. Mueller (Center for Theoretical Physics) untersuchen in ihrem Arbeitspapier die Rolle von "Quants" in der Finanzkrise und entwickeln neben einer Checkliste von Unwägbarkeiten eine alternative Sicht auf das Wirtschafts- und Finanzsystem. |
15.03.2010 | |
| Arbeitspapier: Empirische Forschung und Risikomanagement Empirische Forschung erhebt Daten und wertet diese aus. Die Finanzkrise bietet diesem Wissenschaftszweig ein enormes Feld und dementsprechend hoch ist auch die Zahl der zum Thema erschienenen Publikationen. Insbesondere die Verbindung zwischen Spekulationsblasen und der Finanzkrise wird dort immer wieder hervorgehoben. Jerome L. Stein (Brown University USA und CESifo, München) untersucht in seinem Arbeitspapier, in welchem Maß empirische Forschung hilft, Spekulationsblasen bereits im Vorfeld zu identifizieren und in welchem Maß die empirischen Untersuchungen mit den theoretischen Grundlagen des Risikomanagements korrelieren. |
11.03.2010 | |
| Arbeitspapier: Risikolose Rendite mit Anleihen? Der europäische Anleihenmarkt steht im Zentrum eines aktuellen Arbeitspapiers von Prof. Roland Füss, Prof. Dirk Schiereck und Arne Wilkes (alle European Business School). Für den Staats- und Unternehmensanleihenmarkt entwickelten die drei Wissenschaftler ein Modell, um möglichst risikofreie Renditen zu erzielen. Zu diesem Zweck nutzten Füss, Schiereck und Wilkes Daten vom europäischen Rentenmarkt zwischen Januar 2000 und September 2008. |
08.03.2010 | |
| Quiz: Staatspleiten und ihre Konsequenzen Dies drohende Staatspleite Griechenlands macht aktuell die Risiken der Staatsverschuldung bewusst. Dass Staaten in finanzielle Schieflage geraten, ist allerdings in der Geschichte schon häufiger vorgekommen. Das Quiz der Financial Times Deutschland bietet in ruhigen Minuten die Möglichkeit, das eigene Wissen über historische Staatspleiten und ihre Auswirkungen zu testen. |
04.03.2010 | |
| Arbeitspapier: Wissenschaftliche Überheblichkeit? Der Fall Risikomanagement Theoretische Modelle müssen sich in der Praxis beweisen. Dies gilt auch für akademische Modelle für das Risikomanagement am Finanzmarkt. Shahin Shojai (capco) und George Feiger (Contango Capital Advisors) testen in ihrem Arbeitspapier verschiedene Risikomanagementmodelle. Bei vielen der Modelle stellen die beiden Autoren hohe Fehlerquoten fest, die sie auf eine ungenügende Praxisnähe der akademischen Arbeit zurückführen. |
01.03.2010 | |
| Arbeitspapier: Immobilienrisiko in der Eigenkapitalrendite Wie haben sich geläufige Preismodelle wie das von Robert Merton entwickelte Intertemporal Capital Asset Pricing Model (ICAPM) angesichts der jüngsten Erschütterung des US- Immobilienmarkts bewährt? Dieser Frage geht Lutz Johanning (WHU Otto Beisheim Graduate School of Management, Vallendar) gemeinsam mit Christian Funke, Timo Gebken (beide European Business School) und Gaston Michel (Source For Alpha AG) in einer aktuellen Abhandlung nach. Johanning, Mitverfasser der 2. Risikomanagement-Studie von Union Investment, und seine Forschungskollegen überprüfen im Verlauf ihrer Studie mehrere Preismodelle auf ihre Anwendbarkeit. |
25.02.2010 | |
| Arbeitspapier: Welche Assetklassen profitieren von einer CCP? Eine sogenannte Central Clearing Counterparty (CCP) kann bei Börsengeschäften als Vertragspartei zwischen Käufer und Verkäufer treten und ist damit für beide Seiten der direkte Handelspartner. Auf diesem Weg bleiben die Handelspartner anonym. Gleichzeitig mindert die Installation einer CCP das Erfüllungsrisiko, das mit dem Risiko der Illiquidität oder dem Komplettausfall eines Handelspartners verbunden ist. Hierfür erhält die CCP Sicherheitshinterlegungen von beiden Handelsteilnehmern und kann durch Ausfälle und Illiquidität entstandene Kosten abdecken. In ihrem Arbeitspapier untersuchen Darrell Duffie und Haoxiang Zhu (beide Stanford Graduate School of Business), bei welchen Assetklassen und unter welchen Voraussetzungen das Einsetzen einer CCP zu einer Verringerung von Risiken führt. |
23.02.2010 | |
| Im Fokus: Ron Dembo – Der Gründer von Algorithmics Incorporated Noch in den 80er Jahren schätzte mancher Bankvorstand das Bilanzrisiko erfolgreich Pi mal Daumen ab. Heute sind komplexe mathematische Formeln und Softwarelösungen notwendig, um Risiken zu messen und erfolgreich am Finanzmarkt zu agieren. Als Pionier von Risikomanagementlösungen für Markt-, Kredit- und operationale Risiken gilt der ehemalige Yale-Dozent Ron Dembo. Der gebürtige Südafrikaner hat mit der Gründung von Algorithmics Incorporated ein auf die Ansprüche der Finanzbranche zugeschnittenes Geschäftskonzept entwickelt. Im Gespräch mit Investment Professionell gibt Dembo Einblick in die psychologischen Stolperfallen im Risikomanagement. |
22.02.2010 | |
| Studie: Die größten Risiken der Bankenbranche Was sind die größten Risiken der internationalen Finanzindustrie? Dieser Frage gehen die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers und das "Centre for the study of Financial Innovation" (CSFI) mit der Banking Banana Skin-Studie nach. Der Name der Studie verweist mit einem Augenzwinkern auf das Risiko, auf der Wall Street auf einer Bananenschale auszurutschen. Doch die Studie selbst ist umso ernster. 440 Bankenbranchenexperten aus 49 Ländern wurden befragt. Dabei ermittelten die Initiatoren der Studie die aus Sicht der Bankenwelt größten Risiken. In der jüngst erschienenen Neuauflage der Studie gelten politische Eingriffe als Risikofaktor Nummer eins für den Finanzmarkt. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen Kreditrisiken, Überregulierung, die Entwicklung der Weltwirtschaft und Liquiditätsrisiken. |
18.02.2010 | |
| Arbeitspapier: Neue Ansätze zur Modellierung von Spill-over-Effekten im US-Hausmarkt Der US-Hausmarkt als Auslöser der Subprime-Krise ist auch Objekt für die europäische Forschung. So haben sich Professor Roland Füss, Bing Zhu und Nico B. Rottke vom Real Estate Management Institute (REMI) und der EBS in Wiesbaden mit flexibleren Ansätzen zur Modellierung volatilitätsbedingter Spill-over-Effekte im US-Hausmarkt beschäftigt. Anhand einer vierteljährlichen Erhebung der Hauspreiserlöse von 20 US-Metropolregionen in den vergangenen 28 Jahren (1980-2008) konnte das Forschungsteam feststellen, dass herkömmliche DSP-GARCH-Modelle zu statisch waren. Stattdessen überprüfen sie einen flexibleren asymmetrischen Ansatz. |
15.02.2010 | |
| Studie: Stochastische Volatilität und deren Einfluss auf die Asset Allocation Volatilitätsmodelle sind ein zentraler Bestandteil beim Risikomanagement der Asset Allocation. Alexandra Hansis (Goethe-Universität - House of Finance) widmet sich in einer aktuellen Studie der Erweiterung der Volatilitätsmodelle um eine affine und nichtaffine stochastische (zufällige) Volatilitätsvariante. |
11.02.2010 | |
| Global Risk Report: Staatsverschuldung als Risiko In Verbindung mit der steigenden Arbeitslosigkeit ist die erdrückende Schuldenlast der Industrienationen zu einem zentralen globalen Risiko geworden, das die weltwirtschaftliche Entwicklung gefährden könnte: Dies gehört zu den Kernaussagen im unlängst erschienenen Global Risk Report des Weltwirtschaftsforums. Viele Industrienationen hätten beispielsweise bei künftigen Krisen ein Problem: Haushalte, Wirtschaft und Regierungen verfügen nämlich oft über keine finanziellen Reserven mehr, um auf weitere globale Probleme oder Katastrophen angemessen reagieren zu können. |
10.02.2010 | |
| Handelsblatt-Jahrestagung: Kapitalanlagestrategien für Versicherungen Die Finanzmarktkrise hat ihre Spuren hinterlassen - auch bei den Versicherungen und versicherungsnahen Unternehmen. Das Risikokapital und der Ertrag haben starke Einbußen erlitten und sind daher auf der Suche nach neuen Anlagestrategien. Aber welche Kapitalanlagepolitik ist die richtige für einen Versicherer? Verschärfte aufsichtsrechtliche Anforderungen, ein anspruchsvolles Kapitalmarktumfeld und tiefgreifende demographische Veränderungen erzwingen ein Umdenken bei allen Beteiligten. Diesem Thema widmen sich unter unterschiedlichen Gesichtspunkten gleich zwei Handelsblatt-Tagungen am 3. und 4. März und am 29. und 30. Juni in München. Weitere Informationen |
08.02.2010 | |
| Arbeitspapier: Chancen und Risiken der Core-Satellite-Strategie Der Core-Satellite-Ansatz kombiniert ein passiv bewirtschaftetes Kernportfolio mit einem aktiv bewirtschafteten Ergänzungsportfolio. Während das Kernportfolio mögliche Verbindlichkeiten abdecken soll, bietet das Ergänzungsportfolio die Chance, größere Risiken einzugehen, um so höhere Renditen zu erzielen. Noël Amenc, Felix Goltz (beide EDHEC-Risk-Institut) und Adina Grigoriu (AM International Consulting) untersuchen in einem Arbeitspapier die Chancen und Risiken, die diese dynamische Asset-Allocation-Technik Managern von ETF-Portfolios bietet. |
04.02.2010 | |
| Arbeitspapier: Das Risiko der Veränderung von Risiken Viele Risikomanagementsysteme sind mit der Finanzkrise in die Kritik geraten. Einer möglichen Schwachstelle dieser Systeme geht Robert F. Engle (Leonard N. Stern School of Business) nach. Engle untersucht in seinem Arbeitspapier, ob eine unbemerkte Veränderung der Risiken bestimmte Instrumente zur Risikomessung wie Statistiken und ökonomische Bewertungskriterien unwirksam werden ließ. Er bezieht sich vor allem auf solche Instrumente, die ursprünglich der Erfassung kurzfristiger Risiken dienen, die jedoch in der Praxis häufig auch falsch und viel zu langfristig eingesetzt wurden. |
02.02.2010 | |
| Studie: Können Hedgefonds besser auf Marktilliquidität reagieren? Können Hedgefonds Liquiditätsrisiken steuern, indem sie besser auf angesammelte Liquiditätsschocks reagieren? Diese Frage untersucht ein Thesenpapier von Yong Chen (Virginia Polytechnic Institute & State University), Bing Liang (University of Massachusetts at Amherst), Andrew W. Lo (MIT Sloan School of Management) und Charles Cao (Pennsylvania State University). Für die Studie erfassten die vier Forscher die Entwicklung zahlreicher Hedgefonds zwischen 1994 und 2008 und analysierten deren Verhalten bei hoher und niedriger Liquidität im Markt. |
29.01.2010 | |
| Studie: Zukunft der Verbriefung in Europa Verbriefungen sind ein wichtiges Finanzmarktinstrument. Im Zuge der Finanzmarktkrise sind allerdings auch Verbriefungen in die Kritik geraten und teilweise auch mitverantwortlich für die Krise gemacht worden. Um in der Zukunft Engpässe bei Krediten zu verhindern und die Erholung der Konjunktur nicht zu behindern, erscheinen Verbriefungen jedoch noch immer als adäquates Instrument. Die Studie der Unternehmensberatung BearingPoint "Zukunft der Verbriefung in Europa" untersucht die Chancen einer Wiederbelebung des Verbriefungsmarktes. |
28.01.2010 | |
| Beitrag: Langzeitstrategien verlieren an Boden In der Finanzmarktkrise hat das Asset Management vieler institutioneller Investoren versagt. Die Unzufriedenheit bezog sich häufig auf die bisher verfolgten Langzeitstrategien, die den sich immer schneller verändernden Marktgegebenheiten nicht mehr gerecht wurden. Insofern hat ein Umdenken unter den institutionellen Investoren eingesetzt. Maik Rodewald, Chefredakteur der Financial Times, beleuchtet die aktuelle Entwicklung in Deutschland. |
26.01.2010 | |
| Studie: Finanzkrise – war eine falsche Forschung mitverantwortlich? Hans J. Blommestein (Tilburg University) stellt in einem aktuellen Arbeitspapier die These auf, dass die Ursachen der Finanzkrise teilweise auch in den Instituten zur Finanzforschung liegen. Zwei zentrale Gründe nennt er, um seine These zu untermauern. Erstens sei es ein weitverbreiteter Fehler vieler Universitäten, Ökonomie nicht als eigenständiges Fach zu betrachten, sondern lediglich als eine Branche, in der Mathematik angewandt wird. Zweitens versagen viele an Universitäten entwickelte empirische Modelle zur Risikovermeidung, weil der empirische Input, auf den die Modelle beruhen, zu gering sei. |
22.01.2010 | |
| Studie: OTC-Derivate auf dem Prüfstand Over the Counter-Derivate, kurz OTC-Derivate genannt, werden außerbörslich oder an Terminbörsen quasi "über den Schalter" gehandelt. OTC-Geschäfte waren zwar kein Auslöser der vergangenen Krise, verstärken aber die Komplexität der Märkte. Investoren gehen mit den OTC-Derivaten teilweise unverhältnismäßig hohe Risiken ein, auf die die Regulatoren bisher wenig Einfluss haben. Deshalb untersucht die Studie von Darrell Duffie (Stanford University) regulative Optionen, um angemessen auf die systemischen Risiken im OTC-Derivate-Markt zu reagieren. |
20.01.2010 | |
| Nachgelesen: Professor Roland Füss rezensiert aktuelle RM-Arbeiten In einer lockeren Folge wird Prof. Dr. Roland Füss, Leiter des Lehrstuhls Asset Management an der European Business School, Oestrich-Winkel, auf dieser Seite aktuelle Forschungsarbeiten zum Thema Risikomanagement vorstellen. Als Erstes widmet er sich einem Arbeitspapier von Tobias Adrian (Federal Reserve Bank of New York) und Markus Brunnemeier (Princeton University). Diese stellen in ihrer Abhandlung mit dem kurzen Titel CoVaR ein neues Risikomodell vor. CoVaR stellt dabei eine Erweiterung bisheriger VaR-Modelle dar. Im Unterschied zu bisherigen VaR-Modellen berücksichtigt CoVaR noch stärker als bisher die systemischen Risiken wie die Interdependenzen zwischen einzelnen Institutionen oder Wirtschaftszweigen. |
18.01.2010 | |
| Studie: Gut bezahlte Risiken? Inwieweit sind die Wall Street-Boni verantwortlich für die jüngste Finanzkrise? Diese Frage stellen Ing Haw Cheng (University of Massachusetts), Harrison G. Hong (Princeton University) und Jose A. Scheinkman (Princeton University) in ihrer Studie "Yesterday's Heroes: Compensation and Creative Risk Taking". Anhand einer Analyse von Finanzdienstleistungsunternehmen zwischen 1992 und 2008 untersuchten die drei Wirtschaftswissenschaftler, wie weit im Vorfeld der Krise eine hohe Entlohnung zur Übernahmebereitschaft von Risiken beigetragen hat. |
13.01.2010 | |
| Vortrag: Lernen aus vergangenen Krisen Ein Blick in die Vergangenheit kann manchmal bei der Lösung aktueller Probleme helfen. Während der Banken- und Finanzkrise wurden so vielfach Vergleiche zu der Weltwirtschaftskrise von 1929 und der Bankenkrise von 1931 gezogen. Dabei hat die fast vergessene Bankenkrise von 1873 viel mehr mit der jüngsten Finanzkrise gemeinsam, wie Dr. Carsten Burhop vom Max-Planck-Institut in Bonn am, Mittwoch, 13. Januar 2010 an der Frankfurt School of Finance & Management in einem Gastvortrag erläutern wird. Laut Burhop stellt sich die Frage, ob die Lehren, die aus der Krise von 1929/31 gezogen worden sind, zur Lösung der heutigen Krise beitragen können oder ob man den Blick auf die falsche Krise gerichtet hat. |
11.01.2010 | |
| Umfrage: Risikomanagement verbesserungsbedürftig Die Unternehmensberatung Towers Perrin hat in ihrer kürzlich erschienenen Jahresendbefragung unter den Chief Financial Officers großer Unternehmen deren Einschätzung der momentanen Marktlage zu ermitteln versucht. Nach den Erfahrungen der Finanzkrise maßen die Befragten dem Risikomanagement eine besondere Bedeutung bei. 54 Prozent der CFOs sehen aktuell immer noch Mängel in den Risikomanagementsystemen ihrer Unternehmen. 34 Prozent geben an, ein adäquates Risikomanagement implementiert zu haben. |
08.01.2010 | |
| Umfrage: Die Zukunft des Risikomanagements Was sind die wichtigsten Stützen im heutigen und künftigen Risikomanagement? Im Zuge der Finanzkrise mussten viele institutionelle Anleger ihr Risikomanagement überprüfen und oftmals auch optimieren. Der Servicedienstleister für Investment Manager, MSCI Barra, führte eine globale Umfrage unter 34 institutionellen Investoren durch, um zu erfahren, was im Risikomanagement verändert und verbessert wurde. Die Ergebnisse wurden nun als Zusammenfassung publiziert. |
06.01.2010 | |
| Studie: Praxisratgeber zur Berechnung von Volatilitäten Christian T. Brownlees, Robert F. Engle und Bryan T. Kelly von der New York University bringen in ihrer aktuellen Studie einen Praxisratgeber für Zeiten mit hohen Volatilitäten an den Finanzmärkten heraus. Die Studie basiert auf Vlab, einer Software zur automatisierten Preisschwankungsanalyse in Echtzeit. Ziel der Studie ist es, erfolgreiche Voraussagemodelle für verschiedene Marktbedingungen zu erforschen. |
16.12.2009 | |
| Studie: Der Einfluss von Überreaktionen auf den Finanzmarkt Zwischen überschwänglicher Euphorie und Panikmache liegt oft nur ein kleiner Schritt. Und auch Gefühl und Verstand liegen in Finanzfragen häufig nicht auf einer Linie. Daher hat die Wissenschaft in jüngster Zeit immer wieder die sogenannte "Behavioural Finance" untersucht. Alen Nosic und Martin Weber von der Universität Mannheim widmen sich in einer aktuellen Studie der Beobachtung des Dreischritts zwischen Psychologie, Blasenbildung und Konsequenzen am Finanzmarkt. |
15.12.2009 | |
| Studie: Dynamische Vorsorge hat sich bewährt In guten Zeiten für die schlechten Jahre vorzusorgen hat sich seit biblischen Zeiten bewährt. Heute wird das "Dynamic Provisioning" genannt, ein Ansatz, der in der aktuellen Risikodebatte von Experten durchweg positiv beurteilt wird. Zur Vorsorge sollen Banken in wirtschaftlich guten Zeiten zum Anlegen von Kapitalreserven verpflichtet werden. Die italienische Nationalbank hat nun eine Studie hierzu veröffentlicht, die die Effektivität des "Dynamic Provisioning" am Beispiel des spanischen Bankensektors untersucht. Die spanische Zentralbank hatte bereits vor der Krise die Finanzinstitute zur Vorsorge verpflichtet, wodurch diese relativ schadlos die Finanzkrise überstehen konnten. |
14.12.2009 | |
| Kongress: Stimmen vom 19. Frankfurter European Banking Congress "Man darf nicht erwarten, dass die Regulierer weitsichtiger sind, als das Risikomanagement der Banken", betonte Bundesbankpräsident Axel Weber bei einer Podiumsdiskussion auf dem 19. Frankfurter European Banking Congress. Entscheidungsprozesse müssten nach wie vor in den Finanzunternehmen getroffen werden, denn staatliche Regulierung könne niemals mit dem Innovationstempo der Märkte Schritt halten. Weber appellierte in diesem Zusammenhang an die Banken, das Risikomanagement als wichtigste Instanz zur Abwehr von Krisen auszubauen. |
11.12.2009 | |
| Seminar: Methodische Grundlagen des Risikomanagements Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH veranstaltet im März 2010 ein Expertenseminar zur Vermittlung methodischer Grundlagen zur Messung und zur Behandlung von Risiken im Portfoliomanagement. Zentraler Gegenstand der Veranstaltung sind dynamische Modelle zur Risikomodellierung und -messung, genauso wie Value at Risk-Modelle und die richtige Bewertung von Hedge-Strategien. |
11.12.2009 | |
| Fachbeitrag: Risikomanagement braucht Soft Skills Das Anforderungsprofil für Risikomanager ist vielfältig. Neben einer ausgeprägten Fachkompetenz benötigen Risikomanager insbesondere soziale Kompetenzen, um erfolgreich zu arbeiten. Denn nicht nur das Erstellen von Risikoanalysen ist Aufgabe des Risikomanagers, sondern auch das konsequente Kommunizieren der Ergebnisse innerhalb des Unternehmens zählt zu seinem Aufgabenbereich. |
10.12.2009 | |
| Diskussion: Risikomanagement unter verstärkter Beobachtung Nach der Finanzkrise steht auch das Risikomanagement auf dem Prüfstand. Einen Ausbau des Risikomanagements im Finanzdienstleistungsbereich fordert daher Sabine Lautenschläger, Exekutivdirektorin der Bankenaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Nicht alleine Kapitalausstattung, sondern auch Liquiditäts-, Konzentrations- und Reputationsrisiken müssten mehr in den Fokus von Risikomanagement rücken. Um die Einhaltung dieser Forderungen zu kontrollieren, will die BaFin ab sofort verstärkt das Risikomanagement von Finanzinstituten beobachten. |
10.12.2009 | |
| Risikomanagement-Forschungsbericht: Ergebnisse Herbst 2009 Eine Zusammenfassung der wichtigsten wissenschaftlichen Risikomanagement-Studien des vergangenen Quartals bietet der aktuelle Risk Management Research Report (RMRR). In aussagekräftigen Zusammenfassungen stellt der RMRR die wichtigsten Forschungsergebnisse des vergangenen Herbstes vor. |
09.12.2009 | |
| Expertise: Ist staatlich kontrollierte Risikomessung möglich? Um eine Wiederholung der Finanzkrise künftig zu verhindern, befasst sich das House Financial Services Committee unter anderem mit der gesetzlichen Regulierung von Systemrisiken in den USA. Für ein öffentliches Hearing des Komitees vor Politikern und Regulatoren im Oktober 2009 verfasste Andrew Lo (Sloan School of Management; National Bureau of Economic Research) eine Expertise über die Möglichkeiten einer staatlichen Regulation und Messung von Systemrisiken. |
08.12.2009 | |
| Standpunkt: Die richtige Zeit für LDI Aktives Asset-Management und Risikomanagement sollten spätestens seit der Finanzkrise zum festen Repertoire von Pensionsfonds gehören. Laut Dr. Thorsten Neumann, Leiter Quantitatives Strategie- und Risikoresearch von Union Investment Institutional, gewinnt dabei eine Anlagestrategie, die explizit und unmittelbar auf die Charakteristika der Pensionsverpflichtungen ausgerichtet ist, ein sogenanntes "liability-driven investment" (LDI), eine immer wichtigere Rolle. "Die Krise hat die finanziellen Bedingungen nicht nur kurz-, sondern auch langfristig geändert", so Neumann jüngst auf der "IIR Finance Performance Attribution Risk Management-Konferenz" in London. |
08.12.2009 | |
| Fachbeitrag: Klare Sicht durch verfeinerte Risikomessung Mit dem immer komplexer werdenden Bankgeschäft werden auch die Risiken immer vielschichtiger. Für die gewachsenen Herausforderungen reichen etablierte Verfahren wie die VaR-Methoden nicht mehr aus. Regulatoren fordern deshalb eine verstärkte integrative Betrachtung bei der Risikomessung und -steuerung (Comprehensive Risk View). Neben der ökonomischen Perspektive müssen dafür auch die Bilanzebene, das regulatorische Eigenkapital und die Liquiditätsausstattung eines Unternehmens betrachtet werden. |
07.12.2009 | |
| Seminar: Neue Methoden für Risikoanalyse, Simulation und Portfoliokonstruktion Neue Problemstellungen brauchen innovative Lösungen. Der Uhlenbruch Verlag bietet vom 7. bis 9. Dezember ein Seminar an, in dem fortgeschrittene Teilnehmer neue Techniken zur Risikoanalyse, Simulation und Portfoliokonstruktion erwerben. Die Methoden für das zeitgemäße Portfoliomanagement werden auf Basis von Matlab® erlernt. Kontakt: Uhlenbruch Verlag, Frau Kerstin Straube Telefon: 06196 6515330 |
04.12.2009 | |
| Webinar: Paranoide und unpopuläre Banker gesucht Vier Finanzexperten erklären im Webinar von CentralBanking.com, warum Banker nach der Krise noch viel genauer nach Risiken suchen und zur Not auch unpopuläre Entscheidungen treffen müssen. Feste Institutionen, die auch während Zeiten mit wirtschaftlicher Hochkonjunktur eine vor Risiko warnende Stimme sind, seien zum Schutz der Finanzmärkte unabdingbar. |
03.12.2009 | |
| Teilnehmerbefragung: Inflation für Investoren derzeit nicht das zentrale Thema Im Rahmen der 4. Risikomanagement-Konferenz von Union Investment am 12. November in Frankfurt am Main gaben 73 Prozent der 230 Teilnehmer an, dass sie Inflation derzeit nicht als das zentrale Thema sehen. Diese Ansicht vertraten lediglich 27 Prozent der anwesenden institutionellen Investoren. Weiterhin wurde die Teilnehmer gefragt, ob sie planen, ihr Aktienexposure in den kommenden sechs Monaten zu erhöhen, ob wir möglicherweise bald eine weitere Rezession erleben und ob die Zentralbanken in der jüngsten Krise umsichtig gehandelt haben. Die Ergebnisse liegen jetzt als Charts vor. |
02.12.2009 | |
| Selbsttest: Kennen Sie die großen Wirtschaftswissenschaftler? Welcher Autor schrieb die "Bibel" des Liberalismus "The Wealth of Nations"? Wer ist der Vater des Monetarismus? Ein Test, um das eigene Wissen über Ikonen der Wirtschaftswissenschaft zu prüfen und grundlegende Basics aus dem Studium wiederzuentdecken. Zehn Fragen laden zu einer kleine Denkpause ein und helfen, den eigenen Wissenshorizont zu erweitern. |
02.12.2009 | |
| Studie: Was zählt bei der Fondsauswahl? Sollen institutionelle Anleger in große oder kleine Fonds investieren? Lassen hohe Fondskosten einen Rückschluss auf Ertrag und Alpha zu? Junhua Lu, Director für Index Research und Design bei Standard & Poor's in London, geht in seiner aktuellen Studie der Frage nach, welche qualitativen und quantitativen Faktoren die Fonds-Outperformance nachhaltig beeinflussen. Anhand einer Querschnittsanalyse von 1.334 aktiv gemanagten Offshore- und europäischen Renten- und Aktienfonds, die die Entwicklung der Jahre 2000 bis 2008 berücksichtigt, bestimmt Lu öffentlich zugängliche Faktoren, die Vorhersagen über die zukünftige Entwicklung von Fonds erlauben. |
01.12.2009 | |
| Studie: Juristische Aspekte der Nutzung von Risikomanagement-Software Ist Risikomanagement-Software potenziell gefährlich, weil sich Menschen zu sehr auf maschinengenerierte Daten verlassen? Dieses Thema behandelt Kenneth A. Bamberger (Universität Berkley, Kalifornien) in einer aktuellen Abhandlung. Bamberger, der angehender Rechtsprofessor ist, geht der Frage aus juristischer Sicht auf den Grund. Beim Umgang mit computergesteuertem Risikomanagement wird häufig vergessen, dass die Programme von Menschen gemacht werden und die eingearbeiteten gesetzlichen Bestimmungen Interpretationsspielräume offenlassen. Den darin liegenden Unwägbarkeiten wird bei der Auswertung der Daten zu wenig Rechnung getragen. Bamberger plädiert für ein Erhöhen des menschlichen Gedankenanteils beim Abwägen von Risiken. Dafür müssen die Grenzen von Mensch und Maschine genau ausgelotet werden. |
30.11.2009 | |
| Studie: Die Kombination verspricht Erfolg Eine mögliche Strategie, die verschiedene Risikomodelle nutzt, ist das Thema einer aktuellen Studie von Michael McAleer (Erasmus Universität, Rotterdam), Juan-Angel Jimenez-Martin und Teodosio Perez Amaral (Complutense Universität, Madrid). Die drei Autoren zeigen zunächst anhand einer empirischen Untersuchung von fünf Aktienindizes, dass es kein Risikomodell gibt, das jeder Marktlage gerecht werden kann. Aus diesem Grund schlagen die Wissenschaftler eine Strategie vor, die verschiedene Risikomodelle kombiniert. Diese führte in der Studie zu deutlich besseren Ergebnissen gegenüber herkömmlichen Risikomodellen. |
26.11.2009 | |
| Interview: Eine alte Methode zur Lösung komplexer Fragestellungen Die Finanzkrise hat wieder verdeutlicht, wie viele Marktteilnehmer die negativen Folgen von Extremereignissen unterschätzt haben. Auf der Suche nach alternativen Methoden zur Berechnung von Risiken haben sich Prof. Dr. Peter Milling (Industrieseminar der Universität Mannheim) und Prof. Dr. Jürgen Strohhecker (Frankfurt School of Finance & Management) mit der Systemdynamik beschäftigt. Diese bereits in den 1950er Jahren entwickelte Methodik dient der ganzheitlichen Analyse und Simulation komplexer dynamischer Geschehen - auch an den Finanzmärkten. |
23.11.2009 | |
| Studie: Risikomanagement auf dem Prüfstand Wachsende Kreditrisiken sind derzeit die Hauptsorge der Banken in Deutschland. Mehr als 60 Prozent der Entscheider stellen deshalb ihre Geschäftsstrategie und ihr Risikomanagement prinzipiell auf den Prüfstand. Das ist das Ergebnis des Branchenkompass 2009 Kreditinstitute von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut. |
20.11.2009 | |
| Studie: Negative Extremereignisse im Risikomanagement In einem Beitrag befasst sich Nassim Nicholas Taleb vom politechnischen Institut der New York University erneut mit den Extremereignissen, den sogenannten Fat Tails. Die unerwarteten Ereignisse - positive und negative - sind eine der größten Herausforderungen für die Einschätzung von Risiken. Wie bereits in seinem Buch "The Black Swan" beschrieben, nützen empirische Daten und die Annahme der Gaußschen Normalverteilung kaum zur Vorhersage von Fat Tails. |
19.11.2009 | |
| Studie: Rohstoff-Terminmärkte als Labor für Value at Risk-Modelle Rohstoff-Terminmärkte werden bestimmt von einer kontinuierlichen Nachfrage, die aber von Zeit zu Zeit von erdbebenartigen Schockwellen erschüttert werden kann. Mit dieser Sensibilität für Schwankungen bieten sich Rohstoff-Terminmärkte geradezu an, um die Präzision von VaR-Modellen zu testen. Prof. Dr. Roland Füss und Zeno Adams von der EBS, Oestrich-Winkel, und Dr. Dieter Kaiser (Feri Institutional Advisors) überprüften daher am Beispiel von Rohstoff-Termininvestments die Leistungsfähigkeit verschiedener VaR-Ansätze. |
18.11.2009 | |
| Podcast: Verzerrte Wahrnehmung von Risiken birgt Gefahren Warum leiden viele Menschen unter Flugangst, obgleich Autofahren statistisch deutlich gefährlicher ist? Mit der Bewertung von Risiken und den Folgen von Fehleinschätzungen beschäftigte sich jüngst ein Beitrag im Bayerischen Rundfunk. Diverse Beispiele aus dem Alltag machen deutlich, wie subjektiv Menschen Risiken zur Kenntnis nehmen und Wahrscheinlichkeiten abschätzen. Wissenschaftler hingegen müssen eine Gratwanderung zwischen Panikmache und realistischem Einschätzen von Risiken bewältigen. |
18.11.2009 | |
| [an error occurred while processing this directive] | Risikomanagement-Konferenz mit Rekordteilnehmerzahl 230 institutionelle Investoren trafen sich am 12. November in Frankfurt zur 4. Risikomanagement-Konferenz von Union Investment. Neben Professor Henner Schierenbeck (Uni Basel) und Bundesbank-Vorstand Professor Hans-Helmut Kotz referierte Yale-Professor Robert J. Shiller über aktuelle Themen. |
17.11.2009 |
| Interview mit Prof. Shiller auf der 4. Risikomanagementkonferenz. |
16.11.2009 | |
| Risikomanagementkonferenz 2009 Am 12. November ist es wieder soweit: Union Investment lädt seine institutionellen Kunden zur Risikomanagementkonferenz ins Palais im Zoo in Frankfurt ein. |
12.11.2009 | |
| Interview: „Risikomanagement hat Expertenwissen vernachlässigt“ Ein Interview mit Wolfgang Hartmann. Der Vorstandsvorsitzende des Instituts für Risikomanagement und Regulierung und ehemalige Chief Risk Officer und Vorstandsmitglied der Commerzbank spricht über Risikoblindheit und Methodikschwächen im Risikomanagement und die absehbaren Regulierungsschritte für den Finanzsektor. |
04.11.2009 | |
| Round-Table: Risikomanagement ist mehr als nur Reporting Die Finanzkrise hat bei institutionellen Investoren viele Fragen im Hinblick auf ihr Risikomanagement aufgeworfen. Die Zeitschrift Institutional Money hat zu diesem Thema eine Expertenrunde eingeladen und mit ihnen diskutiert, wo es als Konsequenz aus der Krise in absehbarer Zukunft Veränderungen im Risikomanagement geben wird. |
04.11.2009 | |
| Risikomanagement unter Berücksichtigung von "Human Biases" Was haben Behavioral Finance, Cognitive Science und Complex Adaptive Systems miteinander zu tun? Im Risikomanagement sehr viel. Ein im September erschienenes Thesenpapier der Bank of New York Mellon untersucht, welche Rolle diese wissenschaftlichen Ansätze bei der Beurteilung von Risiken spielen. Die Autoren versuchen daraus Rückschlüsse auf das Verhalten der Finanzmärkte zu ziehen. Mittels dieser Vergleiche werden Empfehlungen für das Risikomanagement gegeben. |
04.11.2009 | |
| Studie: Bedeutung des Risikomanagements nimmt zu Haben Banken aus der Krise gelernt? Wenn ja, mit welcher Konsequenz? Diesen und anderen Fragen ist die Managementberatung msgGillardon AG in einer breit angelegten Branchenerhebung nachgegangen. Die Antworten zeigen eindrucksvoll, wie rasant die Finanzkrise auf das Bankmanagement gewirkt hat mit deutlichen Verschiebungen der Prioritäten. |
04.11.2009 | |
| Die Krise nach der Krise Verhalten Optimistisch könnte man die Stimmung bei der Oktober-Tagung des Internationalen Währungsfonds in Istanbul beschreiben. Das Schlimmste der Finanz- und Wirtschaftskrise scheint überwunden zu sein, so der Tenor der meisten befragten Teilnehmer. Aber so recht will keine Freude aufkommen - zu viele Fehlentwicklungen haben sich aufgebaut. "Fast könnte man schon wieder von einer neuen Krise sprechen", meint Dr. Martin W. Hüfner, Chief Economist, Assenagon Asset Management S.A., er schildert seine Eindrücke von der IWF-Tagung in Istanbul. |
04.11.2009 | |
| Risikomanagement und Spieltheorie Weltweite Finanz- und Wirtschaftsnetze verhalten sich spontan und statistisch unvorhersehbar: Das Risikomanagement ist komplex. Des Autorenquartetts Bieta, Milde, Kirchhoff und Siebe zeigt mit dem Buch Risikomanagement und Spieltheorie einen neuen Ansatz im Risikomanagement. |
03.11.2009 | |
| Studie: Liquidität im Risikomanagement Wichtiger Bestandteil der Risikomanagementkonferenz von Union Investment in Frankfurt ist auch die Vorstellung einer neuen Studie von Professor Dr. Henner Schierenbeck (Universität Basel). |
03.11.2009 | |
| Die Kunst des Risikomanagements Aus der Finanzkrise lernen heißt letztlich auch die Schwächen des Risikomanagements analysieren. Ein Vertrauen auf gesetzgeberische Maßnahmen reicht für ein erfolgreiches Risikomanagement bei Weitem nicht aus. Doch welche Erkenntnisse gilt es als "lessons learned" zu beherzigen? Prof. Dr. Matthias Müller-Reichart, Inhaber des Lehrstuhls für Risikomanagement der RheinMain Hochschule in Wiesbaden hinterfragt, was ein supranational verordnetes Risikomanagement leisten kann und was nicht. |
02.11.2009 | |
| Besessenheit macht blind Leidenschaft birgt auch die Gefahr des Scheiterns. Irgendwann kommt der Punkt, wo man Risiken falsch einschätzt oder sogar komplett ausblendet. Prominente Beispiele machen das deutlich. Sozialpsychologe Matthias Sutter spricht im Interview über Gier, Zockerei, Sucht - und die Gründe, warum erwachsene Männer manchmal wie Kinder sind. |
02.11.2009 |

